Gegen Rassismus und Gewalt

OB Dr. Heiko Wingenfeld Zweiter von rechts) brachte gemeinsam mit Stefan Mölleney vom „Amt für Jugend, Familie und Senioren der Stadt Fulda“ rechts) sowie unterstützt von Mitgliedern der „Partnerschaft für Demokratie“ den ersten Bodenaufkleber vor dem Fuldaer Bahnhof an.
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OB Dr. Heiko Wingenfeld Zweiter von rechts) brachte gemeinsam mit Stefan Mölleney vom „Amt für Jugend, Familie und Senioren der Stadt Fulda“ rechts) sowie unterstützt von Mitgliedern der „Partnerschaft für Demokratie“ den ersten Bodenaufkleber vor dem Fuldaer Bahnhof an.

Vielfältige Aktionen in Fulda von Politik, Wirtschaft und Kirchen

Fulda. Zum „Internationalen Tag gegen Rassismus“ am 21. März hat sich in Fulda unter der Moderation der „Partnerschaft für Demokratie“ ein breites Aktionsbündnis gebildet, um mit verschiedenen Aktionen unter starker Beteiligung der Bürger ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung zu setzen. Außerdem soll der grausamen, rassistischen Ermordung von neun jungen Menschen in Hanau vor gut einem Jahr gedacht werden.

„Auch in Deutschland, auch in Fulda, gibt es Rassismus in verbaler und körperlicher Gewalt, Ausgrenzung, Benachteiligung, auf Aufklebern, in lockeren Sprüchen und Witzen, offen und versteckt“, so die Initiatoren des Bündnisses. „Wir wollen sowohl den Betroffenen von rassistischer Gewalt ein Gesicht geben, aber auch den vielen Bürgern, die Rassismus entschieden ablehnen.“ Die bei der Stadt angesiedelte Koordinierungs- und Fachstelle der „Partnerschaft für Demokratie“, die im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird, koordiniert ein breites Bündnis aus über 20 Gruppierungen.

Bei allen Einschränkungen durch die Corona-Verordnungen sollen möglichst viele Menschen Gesicht zeigen und Farbe bekennen können. So werden an den Samstagen in verschiedenen Geschäften auf dem Borgiasplatz Buttons und Aufkleber verteilt mit dem Slogan: „Fulda zusammen gegen Rassismus – 100 Prozent Menschenwürde“.

„Wie schön wäre es, bis 28. März immer wieder und ganz vielen Menschen in Fulda zu begegnen, die den Button tragen“, hofft und wünscht sich Christiane Herchenhein von der „Partnerschaft für Demokratie“. Da aber die Möglichkeiten zu Begegnungen reduziert sind, sollen auch auf andere Weise viele Menschen zusammen auf dem Universitätsplatz gezeigt werden.

Als Beitrag der beiden großen christlichen Kirchen in Fulda werden am 20. März ab 9.50 Uhr für fünf Minuten alle Kirchenglocken Fuldas als Mahnung läuten. Rund um dieses Großprojekt mit der Botschaft „Fulda zeigt Gesicht“ gibt es weitere Aktionen und Veranstaltungen.

So brachten am Dienstagnachmittag Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Bischof Dr. Michael Gerber, Dekan Bengt Seeberg, Stadtpfarrer Stefan Buß, Dr. Christian Gebhardt als Präsident der „IHK“, „IHK“-Hauptgeschäftsführer Michael Konow, Thorsten Krämer als Kreishandwerksmeister und der Vorstand des Vereins „City Marketing“ am Bahnhofsvorplatz, auf dem Universitätsplatz und bei der Stadtpfarrkirche Bodenaufkleber an. Auch der Fuldaer Einzelhandel wird sich beteiligen und den Button im Großformat ins Schaufenster kleben oder die Dekoration thematisch gestalten.

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