Gegen Bahnlärm: Zweite Phase der Hünfelder Bürgerbeteiligung startet

Einwendungen beim Eisenbahnbundesamt sind noch bis 7. März möglich / 198 Reaktionen bislang zeigen Wichtigkeit des Themas

Hünfeld - Belastungen durch Schienenlärm sind für die Hünfelder Kernstadt, aber auch für die Stadtteile wie Nüst und Rückers, ein dringendes Problem. Das haben auch die zahlreichen Einwendungen von Bürgern aus Hünfeld deutlich gemacht, die bereits in der ersten Phase der Bürgerbeteiligung an dem Lärmaktionsplan eingegangen sind.

Nach den Worten von Bürgermeister Stefan Schwenk haben 198 Bürger die Chance genutzt, ihre Einwendungen an das Eisenbahnbundesamt zu richten. Jetzt startet die zweite Phase der Bürgerbeteiligung. Noch bis zum 7. März sollen Betroffene die Möglichkeit haben, ihre Belastungen durch Schienenlärm darzustellen.

Dazu hat das Eisenbahnbundesamt eine Informations- und Beteiligungsplattform unter www.laermaktionsplanung-schiene.de eingerichtet. Diese Plattform ist auch über www.eba.bund.de/lap erreichbar. Alternativ dazu können auch per Post Einwendungen an das Eisenbahnbundesamt, Lärmaktionsplanung, Heinemannstraße 6, 53175 Bonn, gerichtet werden.

Der vom Eisenbahnbundesamt vorbereitete Fragebogen kann über die Internetadresse heruntergeladen oder auch postalisch über diese Adresse angefordert werden. Um Bürgern, die mit dem Internet nicht hinreichend vertraut sind, Möglichkeit zur Beteiligung zu eröffnen, bietet die Stadt Hünfeld an, diesen Fragebogen auch über die Pforte im Rathaus oder nach dem Umzug auch im Bürgerbüro im Bahnhof zu beziehen.

Die große Zahl an Einwendungen macht laut Bürgermeister Schwenk deutlich, dass für die Bürgerschaft der Bahnlärm ein wichtiges Thema ist. Die Stadt hatte in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Initiativen gestartet, um mit Unterstützung des Hessischen Wirtschaftsministeriums, aber auch in der Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen Druck aufzubauen, damit die Bahn im Bereich Hünfelds in den Lärmschutz investiert. Daneben waren auch eigene Anstrengungen unternommen worden.

Beispielsweise hatte die Stadt dort, wo dies aufgrund der topographischen Gegebenheiten möglich war, Erdwälle zur Abschirmung des Bahnlärms errichtet. Daneben waren bereits vor mehr als zehn Jahren durch die Bahn auch Fördermittel für passiven Lärmschutz, beispielsweise durch den Einbau von speziellen Lärmschutzfenstern, gezahlt worden. Allerdings verbessere dieser passive Lärmschutz nicht die Wohnqualität.

Beim Lüften, beim Aufenthalt auf Balkon, im Garten und auf der Terrasse seien die Bewohner dann dennoch ungemindert dem Bahnlärm ausgesetzt, so Schwenk. Der Bürgermeister hofft, dass viele Bürger auch bei der zweiten Phase der Bürgerbeteiligung ihre Einwendungen vortragen, denn der Lärmaktionsplan sei ganz wesentliche Grundlage für die weiteren Planungen der Bahn. Auch der Magistrat werde erneut im Rahmen des Beteiligungsverfahrens Stellung beziehen.

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