Geisa und Schleid können in die Gigabit-Liga aufsteigen

Betroffene Hauseigentümer müssen sich bis Ende des Jahres wegen kostenlosem Hausanschluss melden.

Geisa - Die Stadt Geisa und die Gemeinde Schleid wollen für insgesamt 1,03 Millionen EURO die noch unterversorgten Ortsteile in den beiden Kommunen mit schnellem Internet ausbauen. Dazu gab es bereits von Seiten des Bundes und des Landes Thüringen eine Fördermittelzusage in Höhe von 928.716 EURO. Die beiden Gemeinden beteiligen sich mit einem Eigenanteil von 103.192 EURO. Der Glasfaserausbau der gemeinsam mit der Telekom vor Ort umgesetzt wird, soll voraussichtlich im nächsten Jahr Anfang März starten und in 36 Monaten im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes beider Kommunen durchgeführt werden. Elf Verteiler werden dann nach der Fertigstellung für höhere Bandbreiten sorgen. Rund 80 Haushalte, 3 Schulen sowie die Mahn-und Gedenkstätte Point Alpha werden im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes der beiden Kommunen einen kostenlosen Hausanschluss erhalten.

In den nächsten Tagen werden hierzu alle betroffenen Hauseigentümer von der Stadt Geisa und der Gemeinde Schleid sowie von der Telekom angeschrieben. „Unser Anbieter die Telekom benötigt das schriftliche Einverständnis der Hauseigentümer, um über die kommunale Grundstücksgrenze hinaus den Anschluss bis in das jeweilige Gebäude verlegen zu können“, erklärte Manuela Henkel.

Bis zum 31. Dezember diesen Jahres muss die Rückmeldung an das Unternehmen erfolgen. Dann können die Haushalte kostenlos im Rahmen des Fördervorhabens im FTTH-System angeschlossen werden, sprich die Glasfaserkabel werden bis in jede Etage verlegt. „Das ist die Zukunft und ein großer Vorteil für die betroffenen Eigentümer, weil es natürlich auch den Wert ihrer Immobilie steigert“, betonte die Bürgermeisterin. „Eine vertragliche Bindung an die Telekom gibt es nicht, wir sind nur für die Verlegung der Glasfaser zuständig“, so Roman Gebhardt, Regionalmanager der Telekom.

Eine spätere nachträgliche Verlegung sei auch möglich, koste allerdings etwa 800 EURO. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (GBit/s). „Damit hat der Kunde den schnellsten Anschluss für gleichzeitiges Streaming, Gaming und Homeoffice“, betonte Roman Gebhardt. „Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren mit dem FTTH-System alle Haushalte in der Region anzuschließen“, sagte Schleids Bürgermeisterin Bernadett Hosenfeld. Damit könne der ländliche Raum deutlich gestärkt werden, um zukunftssicher mit hohem Datenaufkommen bei stabilem Internet arbeiten zu können.

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