Geld vom Land für drei neue Überwachungskameras in Fulda

Das Land Hessen beteiligt sich an den Kosten für neue Überwachungskameras am Fuldaer Universitätsplatz.
1 von 26
Das Land Hessen beteiligt sich an den Kosten für neue Überwachungskameras am Fuldaer Universitätsplatz.
Das Land Hessen beteiligt sich an den Kosten für neue Überwachungskameras am Fuldaer Universitätsplatz.
2 von 26
Das Land Hessen beteiligt sich an den Kosten für neue Überwachungskameras am Fuldaer Universitätsplatz.
Das Land Hessen beteiligt sich an den Kosten für neue Überwachungskameras am Fuldaer Universitätsplatz.
3 von 26
Das Land Hessen beteiligt sich an den Kosten für neue Überwachungskameras am Fuldaer Universitätsplatz.
Das Land Hessen beteiligt sich an den Kosten für neue Überwachungskameras am Fuldaer Universitätsplatz.
4 von 26
Das Land Hessen beteiligt sich an den Kosten für neue Überwachungskameras am Fuldaer Universitätsplatz.
Das Land Hessen beteiligt sich an den Kosten für neue Überwachungskameras am Fuldaer Universitätsplatz.
5 von 26
Das Land Hessen beteiligt sich an den Kosten für neue Überwachungskameras am Fuldaer Universitätsplatz.
Das Land Hessen beteiligt sich an den Kosten für neue Überwachungskameras am Fuldaer Universitätsplatz.
6 von 26
Das Land Hessen beteiligt sich an den Kosten für neue Überwachungskameras am Fuldaer Universitätsplatz.
Das Land Hessen beteiligt sich an den Kosten für neue Überwachungskameras am Fuldaer Universitätsplatz.
7 von 26
Das Land Hessen beteiligt sich an den Kosten für neue Überwachungskameras am Fuldaer Universitätsplatz.
Das Land Hessen beteiligt sich an den Kosten für neue Überwachungskameras am Fuldaer Universitätsplatz.
8 von 26
Das Land Hessen beteiligt sich an den Kosten für neue Überwachungskameras am Fuldaer Universitätsplatz.

Innenminister Peter Beuth überbrachte heute den Bewilligungsbescheid für die neuen Sicherheitskameras am Fuldaer Uniplatz. Mit Zwischenruf von Christopher Göbel

Fulda - "Wir können mit dieser Videotechnik objektiv mehr Sicherheit gewährleisten", sagte Hessens Innenminister Peter Beuth heute bei der Überbringung des Bewilligungsbescheides über 43.561 Euro für drei neue Überwachungskameras im Bereich des Fuldaer Universitätsplatzes und des Borgiasplatzes.

Wo genau die Kameras angebracht werden, konnte Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld noch nicht sagen. "Das hängt von der verwendeten Technik ab. Die Ausschreibung läuft noch", sagte das Stadtoberhaupt.

"Aufklärung erleichtern, Straftaten verhindern"

Im Verbund von Kommunen und Polizei soll die Videoüberwachung dabei helfen, Straftaten zu vermeiden und - sollten sie doch geschehen sein - die Aufklärung zu erleichtern, so Beuth. "In Hessen wurden rund 1.800 Straftaten durch Videoüberwachung verhindert, ehe sie passieren konnten. In 800 Fällen wurden Straftäter durch die neue Technik gefasst", erläuterte der Innenminister.

In Fulda werden seit 2001 der Bahnhofsvorplatz und seit 2012 der Heertorplatz mit Kameras überwacht. Laut Beuth gab es am Fuldaer Bahnhofsvorplatz im Jahr 1999 noch 250 Straftaten, heute seien es keine 20 an diesem Ort. Hessenweit gebe es 143 Kameras in 16 Städten, sagte Beuth.

Sicherheitsempfinden der Bürger

Wingenfeld fügte an, dass Kameraüberwachung sowohl das objektive als auch das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger stärken würde. Ihm sei klar, dass das Thema "Videoüberwachung" kontrovers diskutiert werde, doch die signifikante Reduzierung von Straftaten an überwachten Orten spräche für den Einsatz der Technik. "Wir haben den Bereich Uniplatz und Borgiasplatz ausgewählt, weil er Bedarf da ist", sagte der OB. Die Delikte dort reichten von leichter Körperverletzung bis zu Taschendiebstählen.

Noch in diesem Jahr

Für die drei neuen Kameras kommen Kosten von rund 65.000 Euro auf die Stadt zu, die zu etwa zwei Dritteln vom Land getragen werden. Auch die bestehenden Kameras sollen überprüft und gegebenenfalls auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. Die neuen Kameras sollen sobald wie möglich installiert werden. "Bis zum Weihnachtsmarkt könnte die Technik bereits vor Ort sein", meinte Fuldas Bürgermeister Dag Wehner. Der OB fügte an, dass derzeit noch keine weiteren Plätze für die Kameraüberwachung in Fulda ausgewählt seien, "aber ich schließe es nicht aus", sagte er. "Sollte der Bedarf bestehen, wird gehandelt", sagte Wehner.

"Der Rückgang der Fallzahlen in Hessen beträgt in videoüberwachten Bereichen teilweise mehr als 30 Prozent. Sie ist deshalb ein echter Erfolgsfaktor zur Verbesserung der kommunalen Sicherheit", sagte der Innenminister. Ihm zufolge stellt das Land Hessen seit 2008 einen jährlichen Betrag von 300.000 Euro für die neue Technik zur Verfügung. In diesem Jahr seien 1,7 Millionen Euro vorgesehen.

ZWISCHENRUF von CHRISTOPHER GÖBEL

Polizei und Politik sagen, dass die Zahl von Straftaten an videoüberwachten Orten drastisch zurückgegangen sei. Das ist spitze. Aber gibt es wirklich weniger Delikte oder verlagern sich diese nur in Straßen und Plätze, wo keine Kameras beobachten, was im Dunkeln passiert? Wenn die Kriminalität am Bahnhofsvorplatz abgenommen hat, hat sie – laut den eintreffenden Polizeimeldungen und Berichten aus der Leserschaft – in der Bahnhofstraße zugenommen.

Videoüberwachungen sind mit Sicherheit ein Mittel, um potentielle Täter abzuschrecken. Sie sind mit Sicherheit auch ein Mittel, um den unbescholtenen Bürgern zumindest ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Ich selbst denke nicht an Kameras – egal, in welcher Stadt ich unterwegs bin. Somit weiß ich auch nicht, wer mich schon auf den zugehörigen Bildschirmen beobachtet hat. Da ich aber normalerweise nichts Böses im Sinn habe, ist es mir auch herzlich egal, wenn ich für eine halbe Minute über irgendeinen Computermonitor laufe.

Von den modernen Möglichkeiten her könnte die Technik jedoch auch missbraucht werden. Wer vor dem Monitor sitzt oder jemand, der sich in die Leitungen eingehacked hat, kann sehen, in welches Geschäft ich gehe. Kann sehen, ob ich rauche oder einen Coffee-to-go trinke. Kann sehen, mit wem ich zu welcher Zeit unterwegs bin. Darüber mache ich mir mehr Gedanken, denn das sind definitiv Dinge, die zu meinem Privatleben gehören und die niemanden etwas angehen.

Wenn die Videos gespeichert werden – und das werden sie für eine gewisse Zeit – dann muss ich schon hinterfragen dürfen, wie es um den Datenschutz bestellt ist. Was ich selbst bei sozialen Netzwerken poste oder als Profilbild bei Messenger-Diensten von mir preisgebe, liegt in meiner eigenen Verantwortung. Was Kameras von mir aufnehmen, leider nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

100.000 Euro Sachschaden nach Explosion in Burghaun

Am Sonntag kam es in Burghaun zu einer Explosion. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 100.000 Euro.
100.000 Euro Sachschaden nach Explosion in Burghaun

Schwerer Unfall: Ein Todesopfer und zweimal Totalschaden bei Großenlüder

Weil ein Pkw-Fahrer in den Gegenverkehr geriet, starb eine Frau aus Schlitz bei einem schweren Unfall auf der B 254.
Schwerer Unfall: Ein Todesopfer und zweimal Totalschaden bei Großenlüder

Anträge und Tränen: Berufungsverfahren wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung

Heute wurde die Berufungshauptverhandlung gegen zwei Männer wegen des Vorwurfs der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung eröffnet.
Anträge und Tränen: Berufungsverfahren wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung

Dreister Dieb bestiehlt behinderten Mann im Fuldaer Museumshof

Per Kameraüberwachung konnte der mutmaßliche Täter gestellt werden, der die Beteiligung jedoch verleugnet.
Dreister Dieb bestiehlt behinderten Mann im Fuldaer Museumshof

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.