Gemeinsam den regionalen Wirtschaftsstandort stärken

Ralph Burkhardt (links) und Dr. Wolfgang Dippel bei der Vertragsunterzeichnung.

Dr. Wolfgang Dippel und die R+S Group AG beschließen Zusammenarbeit im Rahmen des Weiterbildungszentrums mit Zukunft .

Fulda - Dr. Wolfgang Dippel und die R+S Group AG werden ab sofort eng kooperieren. „Unser Ziel ist, Fulda als Wirtschaftsstandort zu stärken und ihn für Fach- und Führungskräfte über die Grenzen unserer Region hinaus attraktiv zu gestalten“, sagt der Vorstandsvorsitzende der R+S Gruppe, Ralph Burkhardt. Im Fokus der Zusammenarbeit steht die „Weiterbildungszentrum mit Zukunft GmbH“, eine Verschmelzung der hauseigenen Akademie und des Weiterbildungszentrums, das bereits seit 15 Jahren erfolgreich an der Qualifizierung von Fach- und Führungskräften arbeitet. „Wir sind stolz künftig Dr. Wolfgang Dippel mit seiner jahrzehntelangen Kompetenz an unserer Seite zu haben, um unsere Qualifizierungseinheit inhaltlich weiter zu entwickeln, strategisch zu vernetzen und sie bundesweit zu etablieren.“ Gemeinsam, so ist sich Burkhardt sicher, könne man viel bewegen. „30 Jahre habe ich mich politisch für die nord- und osthessische Region stark gemacht“, ergänzt Dr. Wolfgang Dippel. „Jetzt freue ich mich auf meine neue Rolle und die Themen, die wir mit der R+S Gruppe anstoßen werden.“ Der 64-jährige war vor wenigen Wochen auf eigenen Wunsch aus der hessischen Landesregierung ausgeschieden. Mit seinem gerade gegründeten Beratungsunternehmen wolle er sich vor allem für seine Heimatstadt Fulda engagieren.

Für Unternehmen, die wie die R+S Gruppe wachsen wollen, seien Qualifizierung und gezielte Weiterbildung Erfolgsfaktoren der Zukunft. „Wir müssen mit den rasanten Veränderungen der Arbeitswelt Schritt halten, um mit der Digitalisierung nur ein Schlagwort zu nennen“, sagt Dr. Dippel. Ebenso wichtig sei, den Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu rücken. „Was macht mich als Arbeitgeber attraktiv? Noch vor wenigen Jahren haben sich diese Frage wenige Unternehmen gestellt“, sagt Burkhardt. „Arbeitskräfte waren in ausreichender Anzahl verfügbar, Bewerber gab es genug.“ Heute sei die Situation eine andere. „Es sind die Unternehmen, die sich um Talente bewerben – egal ob Azubi, Fach- oder Führungskraft“, ergänzt Dr. Dippel. Aus seiner Erfahrung weiß er: rund die Hälfte der deutschen Arbeitgeber habe Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung, müsse aufgrund von Personallücken Aufträge ablehnen. „Das geht zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit und der Innovationskraft.“ „Ein Bewerber schaut sich seinen potentiellen Arbeitgeber heute sehr genau an“, weiß Burkhardt. Unternehmensmarke, Kultur, Managementqualität, Vergütung, Karrieremöglichkeiten, Arbeitsumfeld und eine gute Balance zwischen Beruf und Privatem seien die wesentlichen Faktoren. „Hier gibt es Potential durch alle Beschäftigungsgruppen hinweg, das wir heben wollen“, ergänzt Dr. Dippel. Man müsse sich hier weiter entwickeln, den Mitarbeiter wertschätzen. Jeder habe Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es zu fördern gelte. In Kombination mit der enormen Lebensqualität, die die Region mitbringe, könne man so im Wettbewerb mit anderen Metropolen die Nase vorn haben, Fach- und Führungskräfte für Fulda gewinnen und die Region stärken. Für einen Arbeitgeber wie die R+S Gruppe enorm wichtig: „Mit unserer Zentrale hier am Standort ist es ein absolutes Muss attraktiv für unsere Mitarbeiter zu sein“, fasst Burkhardt zusammen.

Die „Weiterbildungszentrum mit Zukunft GmbH“ wird der Knotenpunkt sein, in dem all diese Themen konzeptionell erarbeitet und mit Praxis-Know-how und breit gefächerter Expertise in Form von Seminaren, Qualifizierungen, Veranstaltungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer angeboten werden sollen. „Es gibt Raum für Ideen, neue Denkansätze und Kooperationen“, freuen sich beide auf die Herausforderung.

Dr. Wolfgang Dippel war von 2004 bis 2014 Bürgermeister der Stadt Fulda, wurde danach von Ministerpräsident Volker Bouffier als Staatssekretär ins Hessische Ministerium für Soziales und Integration berufen. Nach fünf Jahren war er vor einigen Wochen freiwillig nach über 45 Dienstjahren aus der Landesregierung ausgeschieden.

Die R+S Group AG mit Hauptsitz im hessischen Fulda ist Spezialist in der Gebäude-, Schiffs- und Industrietechnik. Gegründet 1988 beschäftigt die Unternehmensgruppe heute rund 3.800 Mitarbeiter an über 30 Standorten in Deutschland und Europa.

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