Ein Genuss für alle Fälle: Mit Rhönschotte und Schlitzer Destillerie in Whisky-Welten eintauchen

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Zwei besondere Whisky Tastings werden vom Rhönschotten und der Schlitzer Destillerie geboten. Fulda aktuell verlost jeweils zehn Plätze.

Rhön/Schlitz - Erleben, wahrnehmen und genießen. Diese drei Attribute beschreiben das Whisky Tasting des „Rhönschotten“ alias Gerson Kircher wohl am besten. Denn beim Whisky genießen geht es nicht nur um das Getränk selbst, sondern „das Setting muss stimmen“, sagt Experte Kircher.

Die Redaktion von „Fulda aktuell“ trifft sich mit Kircher und Tobias Wiedelbach, Geschäftsführer der „Schlitzer Destillerie“, am Schwarzen Moor. Denn nichts passe besser zusammen als Whisky und Natur. „Whisky ist etwas Biologisches. Es ist doch faszinierend, was aus nur drei Zutaten (Wasser, Gerste und Hefe) entstehen kann“, so Kircher. Die beiden Whisky-Experten haben etwas besonderes vor: „Wir werden dem Whisky ein ganzes Wochenende widmen“, erklärt Wiedelbach. Denn am 14. und 15. September warten auf Whisky-Interessierte zwei ganz besondere Whisky Tastings in der Rhön und in Schlitz.

Ein Stück der Rhön-Tour wird im Interview mit den beiden Experten zurückgelegt. Entlang der grünen Wiesen und des Waldes erzählt Kircher, wie er zum Whiskey gekommen ist. „Ich war früher Leiter eines Schwimmbades und auf einem Betriebsleiterlehrgang in Willingen. Ein Kollege lud mich an einem Abend zu einem kleinen Whisky Tasting auf sein Zimmer ein“, erzählt der „Rhönschotte“. Eigentlich wollte er die Einladung gar nicht annehmen, erinnert er sich im Gespräch: „Aber allein auf dem Zimmer sitzen, das wäre ja auch nicht so schön, also ging ich hin.“ Der Whisky habe ihn an diesem Tag gar nicht so gut geschmeckt. Aber Jahre später stand er im Supermarkt vor einem Regal und erinnerte sich an das Tasting, nahm eine Flasche mit und probierte erneut. „Plötzlich schmeckte mir das Getränk und ich beschäftigte mich mit den vielen verschiedenen Arten des Whiskys“, so Kircher. Wiedelbach hat eine Erklärung für dieses Erlebnis: „Geschmäcker reifen im Laufe des Lebens, und auch für Whisky muss der Geschmackssinn gereift sein.“ Klar wird bei der kleinen Wanderung: Whisky ist ein reines Genussmittel. „Da geht es nicht darum sich zu betrinken“, so Kircher. Die vielen verschiedenen Whisky-Sorten und Nuancen boten für jede Gelegenheit den richtigen Whisky. So werden auch bei den Wanderungen immer andere geboten. „Im Sommer schmeckt in der Regel ein weicher und milder Whisky, hingegen in den kalten Jahreszeiten gerne auf wilde und intensive Whiskys zurückgegriffen wird“, weiß der Geschäftsführer der „Schlitzer Destillerie“. Die mit dem „GlenSlitisa -Single Malt Whisky Quarter Century“ einen der Pioniere des Deutschen Whiskys auf den Markt gebracht hat. Die Geschichte geht auf 1985 zurück, als die „Schlitzer Destillerie“ einen ungeplanten Mehreinkauf von Gerstenmalz verarbeitete: „Die damaligen Kollegen brannten ihn, lagerten ihn in Fässer ein und auf Grund des Platzangebotes der Lagerhallen wurden die Fässer 25 Jahre nicht angefasst“, schmunzelt Wiedelbach. „Heute produzieren wir gezielt zahlreiche verschiedene Whiskys und lagern in unterschiedlichsten Fässern ein.“

Die Welt des Whiskys ist vielseitig und facettenreich. Von einem milden Tröpfchen bis hin zu einem holzigen oder torfigen Geschmack ist in einer Flasche des Genussmittels alles zu erwarten. Wie es zu dieser Geschmacksvielfalt bei nur drei Grundrohstoffen kommt, das erfahren Teilnehmer der Whisky Wanderungen von dem Experience Coach, der diese besonderen Tastings als das I-Tüpfelchen seines Angebotes bezeichnet. „Ich habe früher Vollmondwanderungen angeboten und wollte noch etwas Besonderes bieten“, so Kircher. Den Namen „Rhönschotte“ habe sich seine Frau Daniela einfallen lassen. Die Rhön erinnere ihn an die Landschaft in Schottland, daher passe die Wanderung mit dem Tasting sehr gut zusammen.

Das hochprozentige Getränk erfreut sich gerade größter Beliebtheit und erlebt einen regelrechten Boom. „Immer mehr Destillen schießen aus dem Boden und bieten Whisky an“, so Kircher, der diesen Boom auch kritisch sieht. Denn die Herstellung des Whiskys wird immer teurer, da die Fässer zur Lagerung immer knapper werden. „Das macht den ,guten‘ Whisky natürlich immer teurer“, sagt Kircher. Bei anderen Whiskys würde die Qualität leiden. Nicht so bei der „Schlitzer Destillerie“. „Wir produzieren nur in kleinen Chargen unseren Whisky und geben ihm die notwendige Zeit zum Reifen. Sollten wir die Nachfrage nicht decken können oder wir selber noch nicht mit der Qualität zufrieden sein, ist der Whisky dann für eine Zeit lang nicht verfügbar. Durch unser Brennverfahren destillieren wir, im Gegensatz zu schottischen Brennereien, relativ hochprozentig und erhalten so ein saubereres Destillat. Bereits nach wenigen Jahren entsteht so ein hochwertiges Whiskydestillat“, erklärt Wiedelbach. „Eine überaus lange Lagerung ist dadurch nicht mehr zwingend notwendig. Zudem ist es ein Irrglaube, wenn man denkt, dass ein alter Whisky immer gleich ein guter Whisky ist. Allein der Geschmack entscheidet“, so Wiedelbach weiter. Seit neun Jahren brennt das Unternehmen nun seinen eigenen Whisky und das recht erfolgreich. Sechs verschiedene Whiskys bietet die Destille aus Schlitz. „Drei davon werden die Besucher bei den besonderen Whisky Tastings mit dem ,Rhönschotten‘ testen können“, verspricht der Geschäftsführer.

Gewinnspiel: Teilnahme gewinnen

Zwei besondere Tastings Am 14. und 15. September bieten der „Rhönschotte“ und die „Schlitzer Destillerie“ zwei besondere Whisky Tastings für jeweils zehn Teilnehmer. Los geht es am 14. September um 13.30 in Seiferts. Dort startet die Rhöntour mit dem „Rhönschotten“. „An diesem Tag werden wir die Route meiner Whisky Tastings laufen, aber statt schottischer Whiskys werden wir drei schottische und drei Whisky aus der heimischen ,Schlitzer Destillerie‘ probieren“, freut sich Kircher. Zu jedem Whisky wird es Informationen über Geschmack, die Herstellung und Besonderheit geben. Doch es geht nicht nur um das probierte Destillat, sondern auch um die Umgebung, in der es getrunken wird. Auch diese beeinflusse das Erlebnis. „Das Wandern in der Natur macht das Ereignis perfekt. Während des Laufes werden verschiedene Sinne angesprochen und bei den Stopps mit dem Tasting wird dann nicht nur der Geschmack beeinflusst“, so Kircher. Eines der Highlights ist der Stopp bei den Heckochsen im Biosphärenreservat. Dieser ist auch das Ziel des Wanderinterviews mit Kircher und Wiedelbach. Kircher berichtet vor Ort von den vielen schönen Momenten, die er bereits mit seinen Tastings an diesem Platz hatte. „Wenn die Rinder im Herbst dann aus dem Nebel treten, das ist einfach unbeschreiblich.“ Gewandert wird circa neun Kilometer. Dies bedeutet, Interessierte sollten gut zu Fuß sein und Wanderschuhe sind Pflicht.

Am 15. September wartet auf jeweils zehn Teilnehmer eine Premiere. Denn der „Rhönschotte“ goes Schlitz. Gestartet wird an diesem Tag ebenfalls um 13.30 Uhr. An diesem Tag jedoch auf dem Gelände der „Schlitzer Destillerie“. Diese Tour gipfelt am Tempelberg und endet mit einer Führung durch die „Schlitzer Destillerie“ und einer Verkostung eines für 2020 geplanten neuen Whiskys. „Dieses Tasting ist ein absolutes Highlight für Whisky-Fans und die, die es werden möchten“, sagt Wiedelbach. Rund sechs Kilometer werden bei dieser Wanderung zurückgelegt, auch an diesem Tag sollten Interessierte gut zu Fuß sein und das Tragen der Wanderschuhe ist Pflicht. An jedem Tasting können jeweils zehn glückliche Gewinner von „Fulda aktuell“ teilnehmen. Interessierte schreiben eine E-Mail mit dem Betreff „Whisky Tasting“ an gewinnspiel@fuldaaktuell.de . In der E-Mail sollten ebenfalls der Name, das Alter (die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren erlaubt) und der Wunschtag vermerkt werden. Ebenso eine kleine Erklärung, warum man an einem Tasting teilnehmen möchte. Die Gewinner werden ausschließlich per E-Mail benachrichtigt.

 

Weitere Führungen des Rhönschotten

Wer am 14. und 15. September nicht in den Genuss der besonderen Whisky Tastings mit dem „Rhönschotten“ kommt, der kann sich folgende Termine bereits vormerken:

• Sonntag, 8. September

• Sonntag, 27. Oktober

• Sonntag, 10. November, It’s Islay-time“

• Sonntag, 8. Dezember, „Cask strentgh only“

Die Wanderungen sind unter www.experience-coach.de buchbar.

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