Beeindruckendes "Tatort"-Debüt der Petersberger Regisseurin

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Bei den Dreharbeiten zu dem sehr erfolgreichen „Tatort“ aus Stuttgart „Du allein“: Regisseurin Friederike Jehn mit Schauspieler Richy Müller als Thorsten Lannert.

Gespräch mit Friederike Jehn über künstlerisches Wirken, ihre Krimi-Vorlieben und osthessische Heimat

Petersberg/Berlin - Einen großen Erfolg, sowohl beim Fernsehpublikum als auch bei den Kritikern, konnte am vergangenen Sonntag Friederike Jehn feiern: Die gebürtige Petersbergerin führte Regie beim 25. Jubiläums-“Tatort“ des SWR mit den beiden Stuttgarter Kommissaren Thorsten Lannert und Sebastian Bootz. Titel: „Du allein“. Jehn, die in Berlin lebt und Mutter von zwei Kindern ist, hatte 1997 am Marianum in Petersberg ihr Abitur gemacht. „Fulda aktuell“ stand sie nach ihrem Debüt als Krimiregisseurin für ein Gespräch zur Verfügung.

FULDA AKTUELL: Was hat Sie bewogen, eine künstlerisch-filmische Laufbahn einzuschlagen?

JEHN: Ich bin im Teenager-Alter einer Jugend-Theatergruppe in Fulda beigetreten. Es hat mich sehr beeindruckt, wie man durch Ausdruck Bedeutungen schaffen kann. Und wie unterschiedlich Kreativität entstehen und wirken kann.

FA: Was fasziniert Sie daran? JEHN: Die kreative Zusammenarbeit aller Beteiligten - von der ersten Idee bis zur Tonmischung ist Film ein Medium, das viel Gestaltung erfordert.
FA: Wie war es, erstmals bei einem Krimi Regie zu führen?

JEHN: Spannend und sehr herausfordernd. Ich habe viele Dinge hier zum ersten Mal gemacht - wie zum Beispiel die Action-Szenen zu inszenieren.

FA: Sind Sie eigentlich Krimi-/Tatortfan?

JEHN: Nicht in erster Linie, aber es gibt viele tolle wirklich tolle Tatorte. Das Format ist so vielfältig, das finde ich faszinierend. Vom klassischen Thriller zum Sozialdrama über den Actionfilm, bis hin zu experimentellen Formen ist hier alles möglich (auch wenn die „Experimental-Tatorte“ von der Fangemeinde nicht besonders gemocht werden). Meine „Lieblingstatorte“ sind: „Der Mann der lügt“, „Anne und der Tod“ und „Murat und das Murmeltier“. Sehr unterschiedliche Filme, jeder ist auf seine Art großartig.

FA: Könnten Sie sich vorstellen, auch einmal ein Theaterstück zu inszenieren?

JEHN: Sehr gerne würde ich mal für die Bühne arbeiten. Schließlich ist das Schauspiel hier absolut im Zentrum. Aber es ist auch eine sehr andere Arbeitsweise, vor der ich auch Respekt hätte.

FA: Gibt es Vorbilder in der Regiearbeit?

JEHN: Zu viele, um sie hier zu erwähnen und damit ein klares Bild zu erzeugen.

FA: Haben Sie noch Verbindungen/Kontakte in Ihre osthessische Heimat, nach Petersberg?

JEHN: Ja, durch meine Familie und Verwandtschaft, vor allem durch meine Mutter.

Rubriklistenbild: © SWR/Benoît Linder

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