Gesundheit und Werte

+

Fulda. Die Rede von Fuldas IHK-Präsident Bernhard Juchheim auf der IHK--Gesundheitstagung im ITZ.

Fulda. "Die Fuldaer Wirtschaft unterscheidet sich vom hessischen Durchschnitt und auch von vielen anderen deutschen Regionen dadurch, dass hier vieles sehr gut funktioniert. Die seit Jahren höchste Ausbildungs- und niedrigste Arbeitslosenquote in Hessen ist ein eindrucksvoller Beleg dafür.

Das ist sehr erfreulich, doch der demografische Wandel ist auch in unserer Region deutlich spürbar. Wir marschieren wir in eine Fachkräftelücke hinein.  Müssen dann immer weniger Arbeitskräfte immer mehr leisten?  Wie ist unsere Region auf diese Entwicklung vorbereitet?  Gibt es bei uns ein stabiles Wertegerüst, auf dem wir erfolgreich in die Zukunft klettern können?

Meine Damen und Herren,  das sind Themen, um die es hier und heute geht. Ich begrüße Sie ganz herzlich zu unserer zweiten Tagung Gesundheit & Werte für die Region.  Besonders willkommen heiße ich den Gesundheitsexperten Ulrich Jentzen. Er ist Geschäftsführer der Stiftung Reformhaus-Fachakademie und Akademie Gesundes Leben in Oberursel. Herr Jentzen geht heute der spannenden Frage nach, ob man Gesundheit im Unternehmen überhaupt managen kann.

Die Industrie- und Handelskammer Fulda hat dem Thema Gesundheit und Werte einen sehr hohen Stellenwert gegeben. Die Vollversammlung hat bereits zu Beginn ihrer Wahlperiode 2009 betont, dass wir uns zu einer Wirtschafts- und Werteregion weiterentwickeln wollen. Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2010 der IHK-Arbeitskreis "Gesundheit und Werte" ins Leben gerufen.  Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um Hubertus Spieler, der diesen Arbeitskreis seit fünf Jahren erfolgreich moderiert, Roswitha Birkemeyer und Viola Schneider von der IHK Fulda, und natürlich insbesondere den Mitgliedern des Arbeitskreises, nämlich engagierten Unternehmern aus unserer Region, für ihre bisherige wertvolle Arbeit zu danken. Auch die heutige Tagung haben sie gemeinsam mit viel Idealismus vorbereitet. Dafür ein weiteres herzliches Dankeschön.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,  demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Burnout oder Boreout beschäftigen immer stärker auch kleine und mittlere Unternehmen.  Wir müssen wir unsere Kräfte bündeln, um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Region zu halten. Und wir sollten alles tun, damit sie gerne bei uns arbeiten und gesund bleiben. Darüber hinaus müssen wir neue Fach- und Führungskräfte in die Region ziehen und auch für unsere Studierenden attraktiv sein.

Vor diesem Hintergrund ist das neue Prädikat "Gesund arbeiten in FD" zu sehen. Es soll Unternehmen dazu ermutigen und motivieren, Werte im Arbeitsalltag bewusst zu leben. Es ist sehr erfreulich, dass die Zahl der Betriebe, die das Wohlergehen und die Gesundheit ihrer Mitarbeiter als wirtschaftlichen Erfolgsfaktor identifiziert, wächst. Es gibt Unternehmen, die bereits unglaublich viel leisten. Und das Prädikat "Gesund arbeiten in FD" ist eine sehr gute Möglichkeit, das herauszustellen.

Ich danke daher den Unternehmen, die jetzt Vorreiter sind, ganz herzlich für Ihr großes Engagement.Was Sie auf die Beine gestellt haben, kann sich sehen lassen. Damit die Spannung erhalten bleibt, verraten wir allerdings erst im zweiten Teil unserer Veranstaltung, wer heute das Prädikat erhält. Hubertus Spieler wird Ihnen im Vorfeld noch einmal erläutern, worum es bei dieser Auszeichnung geht und auf welchen Grundlagen sie aufbaut.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

das Erfolgsgeheimnis der guten wirtschaftlichen Entwicklung der Region Fulda in den vergangenen 20Jahren sind die motivierten und gut ausgebildeten Mitarbeiter. Und wie Sie wissen, stehen wir heutemitten in einem Wettbewerb um Fachkräfte. Deshalb müssen wir Personalmarketing betreiben.Erlauben Sie mir bei an dieser Stelle einen kleinen Ausflug in die Marketingtheorie. Wir alle müssenunsere Produkte und Dienstleistungen verkaufen. Wir alle wissen, dass dies nur funktioniert, wenn dasGesamtpaket aus Produkt, Preis, Vertrieb und Werbung stimmt.

Ganz ähnlich sieht das auch beim Produkt Arbeits- oder Ausbildungsplatz aus. Auch hier muss dasGesamtpaket stimmen. Es kommt nicht nur auf den Preis – hier also die Höhe des Gehalts - an. Nein,auch das Produkt an sich muss stimmen, das heißt das Arbeits- und Aufgabengebiet des Mitarbeiters.Und natürlich müssen auch die Vertriebswege, also die innerbetrieblichen Organisationsstrukturenund Abläufe, passen. Und darüber hinaus muss als viertes Element die Kommunikationwertschätzende sein.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

selbst ein hohes Gehaltsniveau nutzt Ihnen langfristig wenig, wenn das Betriebsklima nicht stimmt,wenn im Unternehmen kein tragfähiges Wertegerüst existiert.  Gutes Personalmarketing ist aktive Personalentwicklung. Mitarbeiter wollen nicht nur gut entlohnt und wertgeschätzt, sie wollen auch gefördert werden.  Nur wer in seinem Unternehmen eine systematische strategische Personalentwicklung betreibt, lerntauch die Wünsche und wahren Talente seiner Mitarbeiter kennen. Oftmals bieten sich hier ganz neuePerspektiven, um mit bislang verborgenen Talenten dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Und letztlich sorgt eine ausgeprägte strategische Personalentwicklung auch für Pluspunkte imBankenrating, ein Engagement, das sich also vielfach auszahlt.  Systematische Personalentwicklung entlang eines innerbetrieblichen Wertegerüsts ist die beste Medizin gegen Burnout und Boreout, gegengesundheitsschädigenden Stress durch Über- oder Unterforderung am Arbeitsplatz.Ich möchte Sie deshalb hier und heute alle ermutigen, sich intensiv mit Personalentwicklung undGesundheitsprävention zu beschäftigen. Das gilt auch und gerade für kleine und mittlereUnternehmen.

Meine Damen und Herren,

zufriedene Mitarbeiter sind auch wichtige Botschafter, wenn es darum geht, neue Mitarbeiter, undKunden anzusprechen. Und auf dieses Botschafterkonzept setzen wir mit unserer MarkenkampagneRegion Fulda.  Mit dieser Kampagne wollen wir das hohe Maß an Lebensqualität in der Region nach außen tragen.Letztlich ist Lebensqualität auch ein ganz besonderer Faktor bei der Wahl eines neuen Arbeitsplatzes.Wir tun das mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen, mit denen wir die Softfacts unserer Regionkommunizieren. Hier geht es nicht nur um Business, sondern insbesondere um Kultur und Natur in derRegion Fulda. Und genau über diese Thematik informiert auch unser Personalpaket, dasUnternehmen für ihre neuen Mitarbeiter kostenfrei unter www.region-fulda.de bestellen können.Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, fällt es neuen Mitarbeitern auch leichter, in ihrenUnternehmen anzukommen. Und diese Rahmenbedingungen sind in der Region Fulda besonders gut.Wenn nicht bei uns, wo dann hat man so gute Voraussetzungen für eine ausgewogene Work-Life-Balance?

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

die Industrie- und Handelskammer Fulda begreift sich als aktives Unternehmensnetzwerk. Netzwerkeleben von den Verknüpfungen und vom wechselseitigen Austausch. Heute sind Sie alle Teil diesesNetzwerkes. Nutzen Sie die Gelegenheit, Expertenwissen aufzunehmen und von den Erfahrungen deranderen Unternehmen zu profitieren. Nehmen Sie die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch wahr.Das wünsche ich mir.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

IG Münsterfeld lädt zum Feiern ein

Das Motto am 24. August lautet: "Wir sind Münsterfeld".
IG Münsterfeld lädt zum Feiern ein

Spüre die Macht: Project X1 lädt am 24. August in Fan-Hangar ein

Am 24. August lädt Project X1 von 11 bis 19 Uhr in seinen Fan-Hangar ein.
Spüre die Macht: Project X1 lädt am 24. August in Fan-Hangar ein

Engagiert in Wiesbaden, doch eng der osthessischen Region verbunden

"Fulda aktuell"-Redaktionsgespräch mit den beiden direkt gewählten CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Hering (Fulda) und Michael Ruhl (Herbstein)
Engagiert in Wiesbaden, doch eng der osthessischen Region verbunden

Symbolfigur für Fulda: Heiliger Bonifatius wacht jetzt über Fußgänger

Seit über einer Woche regelt der Heilige Bonifatius den Verkehr in Fulda.
Symbolfigur für Fulda: Heiliger Bonifatius wacht jetzt über Fußgänger

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.