Gesundheitspreis für Projekt "Kairos" der Deutschen Palliativ-Stiftung in Fulda

Hessens Gesundheitsminister Grüttner zeichnet am Donnerstag in Wiesbaden Organisationen aus

Fulda - Der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner hat am Donnerstag  im Hessischen Landtag zum sechsten Mal den Hessischen Gesundheitspreis verliehen. Mit dem Preis werden herausragende Projekte ausgezeichnet, die die Gesundheit der hessischen Bevölkerung fördern und unterstützen.

 „Die Schaffung gesundheitsförderlicher Lebenswelten trägt dazu bei, die Gesundheit und Lebensqualität der hessischen Bevölkerung zu verbessern. Wir möchten die qualitätsgesicherte Gesundheitsförderung in Hessen weiter voran bringen, und helfen, beispielhafte Projekte, wie die heute geehrten zu verstetigen und in den Kommunen zu verankern“, so Grüttner. Der Minister ehrte je ein Projekt aus den Bereichen „Gesund Aufwachsen“, „Gesund Bleiben“ und „Gesund Altern“. Zudem überreichte er einen Sonderpreis in der Kategorie „Begleitet und unterstützt am Lebensende“.

 Die Preisträger erhielten jeweils eine Urkunde und ein Preisgeld von 2.000 Euro sowie die Möglichkeit, ihr Projekt auf den Internetseiten des Sozialnetzes Hessen vorzustellen. Mit einem Sonderpreis der Jury wurde ein beispielhaftes Projekt im Themenfeld Psychiatrie geehrt und mit einer Urkunde gewürdigt.

Der Sonderpreis des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration „Begleitet und unterstützt am Lebensende“ ging an das Projekt "Kairos" aus Fulda Durch die Tabuisierung der Themen Sterben, Tod und Trauer in unserer Gesellschaft existiere wenig Wissen und Handlungskompetenz. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen seien diese Themen von Relevanz, es fänden sich aber weder in schulischen Lehrplänen noch im informellen Angebot des Internets leicht abrufbare Informationen oder handlungsorientierte Unterstützung. Vor diesem Hintergrund bietet das Projekt "Kairos" der "Deutschen Palliativ-Stiftung" verschiedene Informationen, Lehrmaterialien und Videoclips an um über den Unterricht in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, über das Thema zu informieren.

Mit den Videoclips „Sarggeschichten“ werden dabei niedrigschwellig die Zugänge zu Social Media genutzt um Jugendlichen die Möglichkeit zu geben sich dem Thema anzunähern. Die Tools sollen dazu dienen, Ängste vor dem Sterben abzubauen, den Themen ihre Tabuisierung zu nehmen, sich frühzeitig um Fragen von Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung zu kümmern und seine Patientenautonomie wahrzunehmen. Die "letzten Dinge" so weit wie möglich geregelt zu haben und sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinandergesetzt und weitestgehend versöhnt zu haben, kann zu einer inneren Ruhe und Gelassenheit und damit zu stärkerem psychischen Wohlbefinden führen.

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