Es ist gewählt: Dr. Beate Hofmann ist neue Bischöfin der Landeskirche

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Ab September neue Bischöfin der Evangelischen Kirche Kurhessen Waldeck: Dr. Beate Hofmann mit Bischof Dr. Martin Hein (links)  und Kirchenpräses Dr. Thomas Dittmann.

Hofmann setzte sich gegen ihre Mitstreiterin Annegret Puttkammer im zweiten Wahlgang durch. Sie folgt im September auf Bischof Prof. Dr. Martin Hein.

Hofgeismar - Die Evangelische Kirche Kurhessen-Waldeck (EKKW) hat eine neue Bischöfin. Bei der Bischofswahl am Donnerstag waren die Synodalen bei der Frühjahrstagung dazu aufgerufen, zwischen Prof. Dr. Beate Hofmann (55) aus Bielefeld und Pröpstin Annegret Puttkammer (55) aus Herborn zu wählen. Die neue Bischöfin Hofmann tritt die Nachfolge von Bischof Dr. Martin Hein an, der am 29. September nach 19-jähriger Amtszeit in den Ruhestand verabschiedet wird.

Der 13. Landessynode gehören 86 Mitglieder an. Der Großteil davon sind Laien, die von den einzelnen Synoden der Sprengel Hanau-Hersfeld, Kassel und Marburg gewählt wurden. Der Rest der Synodalen sind Theologen. Für die Bischofswahl ist eine Zweidrittelmehrheit nötig. Erst im siebten Wahlgang hätte eine einfache Mehrheit gereicht.

Zweiter Wahlgang ohne Gegenkandidatin

Soweit kam es allerdings nicht, denn nach dem ersten Wahlgang erhielt Hofmann bereits 56 Stimmen. Puttkammer trat zum zweiten Wahlgang nicht mehr an. Beim zweiten Wahlgang erhielt Hofmann 78 (von 84) Stimmen. Hofmann ist seit 2017 Direktorin des „Instituts für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement der Kirchlichen Hochschule in Bethel/ Bielefeld“. Sie wuchs in Bad Tölz, Miesbach und Regensburg auf und studierte in Bethel, Heidelberg, Evanston (USA), Hamburg und München. Hofmann promovierte 1999 an der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Thema „Der Bayerische Mütterdienst der Evangelisch-Lutherischen Kirche. Geschichte und Arbeitsweise im Spiegel von Dokumenten und Interviews“. Mehrere Stationen führten sie in leitender Positionen unter anderem an die „Evangelische Hochschule Nürnberg“.

Fuldaer Bischof Dr. Gerber gratuliert

„Durch Ihre bisherige Tätigkeit bringen Sie reichhaltige Erfahrungen für diese Aufgabe mit, die zweifelsohne so manche Herausforderung mit sich bringt. Wir befinden uns damit ja beide im bischöflichen Amt in einer Anfangssituation. Möge das ein gutes Zeichen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sein“, schrieb der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber direkt nach der Wahl an seine Amtskollegin. Beide Kirchen, die ein annähernd gleiches Territorium umfassen, befänden sich in einem grundlegenden Veränderungsprozess und begegneten dabei ähnlichen Fragestellungen, die es anzunehmen gelte, so Gerber. Er zeigte sich dankbar, dass das Bistum und die Landeskirche in geschwisterlicher Verbundenheit schon wichtige gemeinsame Schritte in der Vergangenheit gegangen seien. „Sicher werden wir in einem guten Miteinander weitergehen können und so auch Perspektiven für das Zeugnis der Christinnen und Christen in unserer Zeit gewinnen können.“

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