Gewonnene Einheit und Freiheit aktiv nutzen

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Rasdorf/Berlin. Mauerfall vor 25 Jahren: Osthessen und die Rhön gedenken der deutschen Teilung

Rasdorf/Berlin. Der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Brand hat anlässlich des 25. Jahrestages der friedlichen Revolution "gerade die Menschen hier in Osthessen und der Rhön, die von der deutschen Teilung in ihrem Alltag besonders betroffen waren", dazu aufgerufen, die gewonnene Freiheit und Einheit weiter aktiv zu nutzen.

"25 Jahre nach dem Fall der Mauer stehen wir international gut da, erleben aber auch Bedrohung der Freiheit von Millionen durch Krieg, Vertreibung und Extremismus. Wir sollten nicht alleine froh darüber sein, dass wir die Freiheit und Einheit erlangt haben, sondern sie auch dazu nutzen, um für unsere Zukunft und die Zukunft unseres Kontinents zu arbeiten", sagte der Abgeordnete.

"Bei allen Problemen, die wir tagtäglich sehen, ist der 9. November ein richtig guter Anlass, um über die einzigartige Lage Deutschlands in Europa durchaus auch einmal zufrieden zu sein", stellt Brand fest. "Unsere Heimat ist seit 25 Jahren nicht mehr getrennt, von einer Randlage sind wir ins Zentrum unseres Landes gerückt, das hat in vielfacher Hinsicht für Sicherheit, Aufschwung und Wohlstand geführt. Das ist ein großes Glück", so der Abgeordnete."Dass wir hier in der Region die Zeitzeugen eines tatsächlich historischen Umbruchs geworden sind, verdanken wir den Kräften der Freiheit jenseits und diesseits der Mauer", erklärte Brand. Der Abgeordnete hob in diesem Zusammenhang vor allem den früheren US-Stützpunkt  "Point Alpha" hervor, "der vom heißesten Punkt im Kalten Krieg zu einem Symbol der Erinnerung und der gemeinsamen Zukunft geworden ist".Dass es mit zahlreichen Unterstützern gelungen ist, dieses Mahnmal zu retten und zu einem "national wie international anerkannten Ort mit viel Ausstrahlungskraft und auch aktiver Bildungsstätte" zu entwickeln, beschreibe eine "einzigartige Erfolgsgeschichte, die wir weiterschreiben sollten".Brand wies darauf hin, dass der 9. November "kein Ereignis war, das vom Himmel gefallen ist: Ohne die Bürgerrechtler in der DDR, eine freie und demokratische Gesellschaft in der Bundesrepublik und die Alliierten in der NATO, allen voran die USA, hätten wir die Freiheit für alle Deutschen und die Menschen in Osteuropa nicht erreichen können."Brand erinnerte daran, "dass die Freiheit auch heute nicht ungefährdet ist und auch nicht umsonst zu haben sein wird. Die Entwicklung Russlands, der Krieg in der Ukraine und der Terror islamistischer Milizen vor den Toren Europas zeugt davon, dass wir wach bleiben müssen, wenn wir behalten wollen, was wir erreicht haben – und das ist wirklich nicht wenig", so der Abgeordnete.Der Bundestag hat als Parlament der Deutschen am Freitag die "Friedliche Revolution" in einer Debatte gewürdigt. In der einst geteilten Stadt Berlin markieren an diesem Wochenende 8.000 weiße, leuchtende Ballons den ehemaligen Mauerverlauf. Diese Lichtinstallation ruft auch die Brutalität der Mauer in Erinnerung - von der Bornholmer Straße über den Mauerpark und die Gedenkstätte Bernauer Straße, zum Reichstag vorbei am Brandenburger Tor und Checkpoint Charlie bis zur East Side Gallery.

Am Sonntag, 9. November,  wird Brand in Rasdorf auf einer Gedenkveranstaltung zu 25 Jahren Öffnung des Grenzzauns zwischen Rasdorf und Geisa sprechen, die von beiden Kommunen gemeinsam veranstaltet wird. Die Feier beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Stiftskirche Rasdorf, umrahmt von Chören aus Rasdorf, Geisa und Borsch. Das offizielle Programm der Gedenkfeier findet – wie 1989 – in der Hrabanusschule Rasdorf statt und beginnt um 13 Uhr mit Zeitzeugenberichten.

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