Gibt es noch Hoffnung für den Heimattiergarten in Neuenberg?

„50 Jahre Heimattiergarten“ – Wie lange es den Tiergarten und den betreibenden Verein noch geben wird, steht aktuell in den Sternen. Archivfoto: Sippel
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„50 Jahre Heimattiergarten“ – Wie lange es den Tiergarten und den betreibenden Verein noch geben wird, steht aktuell in den Sternen. Archivfoto: Sippel

Der Heimattiergarten in Neuenberg ist noch immer für Besucher geschlossen. Wann und ob er überhaupt noch wieder öffnen darf, steht in den Sternen.

Fulda. Vergangenen Sonntag war viel los vor dem "Heimattiergarten" in Neuenberg. Familien, Pärchen und Gruppen wollten das schöne Wetter nutzen, um durch den Park zu schlendern, Tiere zu bewundern, zu füttern und zu streicheln. Zu gerne hätten die Mitglieder des "Heimattiergarten"-Vereins die Besucher hereingelassen, doch sie mussten alle wieder wegschicken. Schießlich ist der Tiergarten noch immer für Besucher geschlossen. Das Veterinäramt Fulda hatte Ende Mai aufgrund zu vieler vorgefundener Mängel die Erlaubnis für die Zurschaustellung von Tieren nicht verlängert.

Doch wieso ist der "Heimattiergarten" auch jetzt noch nicht wieder für Besucher geöffnet? Peter Weber, Vorsitzender des Vereins erklärt: "Wir haben die Mängel beseitigt – unter anderem mit Hilfe von Firmen aus der Region, wofür wir sehr dankbar sind – und hoffen nun, bald einen neuen Antrag für die Erlaubnis der Zurschaustellung von Tieren stellen und damit schnell wieder öffnen zu können." Tierärztin Dr. Bianca Reith arbeitet seit Anfang September wöchentlich acht Stunden im "Heimattiergarten" und hilft dem Verein dabei, die Tierschutzauflagen zu erfüllen. Tiermedizinisch behandelt werden die Tiere allerdings weiterhin von Tierärzten aus der Region. Reith steht in engem Kontakt mit dem Veterinäramt und kümmert sich darum, dass der umfangreiche Antrag bei der Behörde gestellt werden kann.

Doch auch wenn der "Heimattiergarten" in den kommenden Wochen wieder für Besucher öffnen würde, könnten nicht mehr genügend Gelder eingenommen werden, um ohne weitere Hilfe – etwa durch Spenden – über den Winter zu kommen. "In der kalten Jahreszeit kommen erfahrungsgemäß nur sehr wenige Besucher zu uns", erklärt Weber. Doch gerade zum Winter hin steigen die Energiekosten. "Zum Einen haben wir Wärmelampen für das Geflügel, die wir einschalten, sobald die Temperaturen unter fünf Grad Celsius fallen. Außerdem muss unser Warmhaus beheizt werden und unsere Tiere erhalten eine extra Ladung Stroh als Unterlage für die kälteren Tage", sagt Weber: "Natürlich wird unsere finanzielle Situation dadurch nicht gerade verbessert. Das Gegenteil ist der Fall."

Nach wie vor fehlen dem Verein schmerzlich die Eintrittsgelder der Besucher. "Die Lage bleibt weiterhin sehr angespannt. Durch Spenden – viele davon von ,Fulda aktuell’-Lesern – können wir uns gerade so über Wasser halten. Ich möchte mich an dieser Stelle – auch im Namen des gesamten Vereins – herzlich für die Unterstützung aus der Bevölkerung bedanken. Es tut gut zu wissen, dass man nicht vergessen wird."

Die Stadt Fulda teilte auf Anfrage von "Fulda aktuell" mit, dass sie "derzeit intensive Gespräche mit dem Ziel führt, den Verein mit einem Zukunftskonzept zu unterstützen."

Wer dem Verein und seinen Tieren helfen möchte, kann eine Spende mit dem Stichwort "Tiergarten" überweisen:

IBAN: DE90 5306 0180 0000 0311 27BIC: GENODE51FUL

Ebenso würde sich der Verein über tatkräftige neue Mitglieder freuen, die vielleicht auch Ideen dafür haben, den "Heimattiergarten" zukunftsfähiger zu machen. Auch Unternehmen aus der Region können dem Verein helfen, beispielsweise durch Materialspenden oder auch, indem sie Arbeiten im "Heimattiergarten" übernehmen. Schließlich fehlt dem Verein das Geld für Gehegeumbau oder Pflasterarbeiten.Weitere Infos gibt es unter www.heimattiergarten.de .

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