„Glasarche“ ist an Point Alpha angekommen

Beeindruckendes Symbol: die „Glasarche“ an Point Alpha
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Beeindruckendes Symbol: die „Glasarche“ an Point Alpha

Die Verantwortung für den Schutz und Erhalt der Natur über Ländergrenzen hinweg in die Hand nehmen: Mit rund 100 Gästen, darunter Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, ist auf Point Alpha das Kunstwerk „Glasarche 3“ eröffnet worden, das die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön sowie die Point Alpha Stiftung anlässlich 30 Jahren Biosphärenreservat in die Rhön geholt haben. Die Glasarche als Symbol für die Zerbrechlichkeit der Natur wird bis Ende Januar 2022 auf Point Alpha stehen.

Rasdorf/Geisa. „32 Jahre nach Mauerfall und Grenzöffnung steht das Kunstwerk da, wo einst der Eiserne Vorhang unser Land und ganz Europa auf das Schmerzlichste trennte“, sagte Ramelow. „Aus dem ehemaligen Grenzgebiet ist Deutschlands grüne Mitte geworden, aus dem Todesstreifen das Grüne Band. Darüber bin ich glücklich und unendlich dankbar.“ Die Rhön als einzigartige Naturlandschaft sei damals wieder ein Ganzes geworden. „So stehen 30 Jahre UNESCO-Biosphärenreservat Rhön auch für drei Jahrzehnte gelebte Wiedervereinigung und für eine nachhaltige Entwicklung von Mensch und Natur im Einklang.“

Die „Glasarche 3“ ist ein Gemeinschaftswerk von Ronald Fischer, Stefan Stangl, Jo Joachimsthaler und Alexander Wallner sowie Sergyi Dyschlevyy und Christian Schmidt. Letzterer formte mit Thüringer Holz eine fünf Meter große menschliche Hand, die die imposante Arche aus Glas trägt. In leicht geneigter Position verdeutlicht das Glas-Holz-Ensemble, dass die Bewahrung der Natur- und Kulturlandschaft in Menschenhand liegt.

„Der Standort auf dem ehemaligen Todesstreifen ist bewusst gewählt. Neben der Zerbrechlichkeit der Natur können wir hier mit
der Arche auch die Fragilität unseres demokratischen Systems und unseres Menschseins in den Blick nehmen“, sagte Sebastian Leitsch, Geschäftsführer der Point Alpha Stiftung, der die Gäste im Haus auf der Grenze begrüßte. Rainer Helms, Vorsitzender des Landschaftspflegevereins Mittleres Elstertal, erläuterte vor Ort die Entstehungsgeschichte der „Glasarche 3“, die in der Rhön ihre mittlerweile 40. Station gefunden hat.
Die VerwaltungstellenleiterInnen des Biosphärenreservats Ulrike Schade (Thüringen), Torsten Raab (Hessen) und Michael Geier (Bayern) verglichen die Symbolik des Kunstwerks mit dem Auftrag und den Zielen im Biosphärenreservat. „Die Anerkennung durch die UNESCO war im Jahr 1991 die Schiffstaufe unserer Biosphärenarche“, sagte Torsten Raab. Das Biosphärenreservat habe einen ganz ähnlichen Auftrag wie Noah in der Schöpfungsgeschichte: Den gemeinsamen Fortbestand von Mensch und Natur für die Zukunft zu sichern. Seit 30 Jahren werde nun die Biosphärenarche beladen, ergänzte Michael Geier – ohne Aufnahmestopp.

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