Wieder Nachweis eines Goldschakals im Vogelsberg 

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Tier tappt südlich von Romrod in Fotofalle des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Vogelsbergkreis - Er stammt eigentlich aus Südosteuropa und ist hierzulande äußerst selten: Der Goldschakal. 2015 wurde er zum ersten Mal in Hessen gesichtet, ein Jäger hatte das Tier damals im Vogelsberg fotografiert. Nun gelang dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), ebenfalls im Vogelsberg, ein zweiter Nachweis mittels einer Fotofalle.

Dass Goldschakale nach Norden wandern kommt vor, bisher sind die Tiere allerdings nur sehr vereinzelt in Deutschland nachgewiesen worden. Die Art findet sich in Europa hauptsächlich im Bereich des Balkans, von wo aus sie sich Richtung Norden und Westen ausbreitet.

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie betreibt im Vogelsberg zur Beobachtung des Wolfs ein aktives Monitoring mittels Fotofallen. In Absprache mit dem dortigen Forstamt wurde südlich von Romrod bei einem getöteten Muffelschaf eine Wildkamera installiert. Diese lieferte in den folgenden Tagen nicht nur Bilder des Goldschakals – auch ein Wolf, ein Fuchs und ein Waschbär wurden dort abgelichtet.

Hintergrund 

Wie der europäische Grauwolf (Canis lupus) gehört auch der Goldschakal (Canis aureus) biologisch zur Gattung der Hundeartigen. Er ist der einzige Schakal, der in Europa überhaupt verbreitet ist. Man findet ihn hauptsächlich in Griechenland, Albanien, Rumänien, Bulgarien sowie im Bereich des ehemaligen Jugoslawien. Jedoch wird er immer öfter in Gegenden gesichtet, in denen er zuvor nicht heimisch war – so gibt es mittlerweile auch in Italien und Ungarn feste Populationen.

Der Goldschakal ist deutlich kleiner und leichter als der Wolf und hat goldgelbes bis graues Fell. Er ernährt sich von Insekten, Nagetieren, Vögeln und Amphibien, selten von größeren Säugetieren. Gejagt wird meistens nachts, oft allein, gelegentlich in Paaren. Der gefährlichste natürliche Feind des Goldschakals ist sein größerer Verwandter, der Wolf. In Gegenden, wo beide Arten heimisch sind und konkurrieren, unterliegt eine Schakalfamilie meist dem Wolfsrudel, wird von diesem erbeutet oder wandert ab. In freier Wildbahn kann ein Goldschakal bis zu acht, in Gefangenschaft bis zu 14 Jahre alt werden.

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