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Große Verdienste

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Gedenke an Bernhard Firmer zu seinem 100. GeburtstagHnfeld. In Erinnerung an den Ehrenbrger und Ehrenstadtrat Bernhard Firmer, der im Juli

Gedenke an Bernhard Firmer zu seinem 100. Geburtstag

Hnfeld. In Erinnerung an den Ehrenbrger und Ehrenstadtrat Bernhard Firmer, der im Juli 100 Jahre alt geworden wre, legten Hnfelds Brgermeister Dr. Eberhard Fennel und Stadtverordnetenvorsteher Dietmar Weidenbrner einen Kranz an seinem Grab auf dem Neuen Friedhof nieder. Damit wrdigten sie seine groen Verdienste um die Stadt Hnfeld.

Firmer wurde 1908 in Breslau geboren und absolvierte nach der Mittleren Reife eine Ausbildung zum Industriekaufmann und erlernte zustzlich das Tischlerhandwerk. Nach verschiedenen beruflichen Stationen, die ihm wegen kriegswichtiger Produktionen zunchst die Kriegsteilnahme ersparten, wurde Firmer 1941 Prokurist einer Holzstoffwarenfabrik. Sein besonderes Augenmerk galt neben dem Sport der Arbeit im Kolpingwerk, wo er als Dizesanensenior des Erzbistums Breslau ttig war. In dieser Funktion lernte er den Hnfelder Landrat Heinrich Beck kennen; eine Begegnung von entscheidender Bedeutung fr seinen Lebensweg. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er kommunalpolitisch zunchst als Brgermeister des schlesischen Hhenluftkurortes Wolfelsgrund engagiert. 1946 wurde die Familie Firmer zwangsweise in einen kleinen Ort bei Gummersbach umgesiedelt. Landrat Heinrich Beck schlielich war es, der ihn nach Hnfeld holte.

Hier bernahm er Aufgaben in der Entnazifizierung des hessischen Ministeriums fr politische Befreiung und stieg ohne juristische Vorbildung zum ersten Berufsklger an der Berufungskammer in Fulda auf. 1949 wurde Firmer dann mit der Leitung der Arbeitsamtnebenstelle in Hnfeld betraut, wo er sich zum Frderungsberater weiterqualifizierte. Bereits 1952 beschftigte er sich mit der Kommunalpolitik. In seiner ersten Legislaturperiode als Stadtverordneter wurde er zum Stadtverordnetenvorsteher gewhlt. Diese Funktion hatte er von 1952 bis 1960 und von 1981 bis 1983 inne. Schwerpunkt seines Handelns war der wirtschaftliche Wiederaufstieg der Haunestadt verbunden mit der Integration der Heimatvertriebenen. 1960 whlte ihn die Stadtverordnetenversammlung zum Ersten Beigeordneten und damit Stellvertreter des Brgermeisters; ein Amt, das er bis 1981 ausbte. Sein Bestreben, in das Amt des Brgermeisters gewhlt zu werden, scheiterte 1971 nur knapp und wurde im Losverfahren zugunsten von Bernhard Mihm entschieden.

Firmer stand fr politische Kontinuitt, zumal in seiner Zeit drei Brgermeister im Amt waren und er in den bergangszeiten die Verantwortung bernahm. Dies wurde vor allem bei den schwierigen Verhandlungen der Kommunalen Gebietsreform Anfang der 1970er Jahre deutlich, in denen er sich hohe Wertschtzung auch in den Hnfelder Ortsteilen erwarb. Darber hinaus war Firmer von 1960 bis 1981 stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stadtwerke Hnfeld GmbH und noch bis zu seinem Ausscheiden 1983 dessen Mitglied. Des Weiteren war er von 1972 bis 1981 Kuratoriumsmitglied der Stiftung Brgerhospital, von 1969 bis 1981 Vorstandsmitglied des Zweckverbandes Hallenbad und Jugendzentrum sowie Vorstandsmitglied de Stiftung Schustergut. Als Sozialpolitiker machte er sich unter anderem als Vorsitzender der Sozialkommission der Stadt Hnfeld von 1970 bis 1981 einen Namen. Von 1962 bis in die 1980er Jahre war Firmer Sprecher des Pfarrgemeinderates St. Jakobus und Vorstandsmitglied bzw. Vizeprses der Hnfelder Kolpingfamilie. 1953 bereits wurde ihm das Amt des Ortsgerichtsvorstehers bertragen; von 1962 bis zu seinem Tode gehrte er der Bewilligungskommission der Aktion Hnfelder Sorgenkinder an.

Fr sein verdienstvolles Wirken erhielt Firmer zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen. Dazu gehrten 1972 das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 1976 der Ehrenbrief des Landes Hessen, 1978 die Ehrenmedaille der Stadt Hnfeld sowie 1979 die Ehrennadel der Stadt Hnfeld. 1983 ernannten ihn die stdtischen Gremien zum Ehrenbrger und Ehrenstadtrat.

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