STI Group verlagert Aktivitäten von Grebenhain auf andere Standorte

283 Mitarbeiter sind betroffen / Rückläufige Umsätze im Display Segment

Lauterbach/Grebenhain - Die STI Group mit Sitz in Lauterbach hat am Dienstag ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Arbeitnehmervertreter über die Absicht informiert, die Aktivitäten des Werks in Grebenhain auf andere Standorte zu verlagern und die Standorte somit zu konsolidieren. Das Werk Grebenhain ist Teil des Segments Display der STI Group und schreibt operativ Verluste. Ziel dieser Maßnahme ist, das Display-Geschäft der Unternehmensgruppe für die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen.

Die beabsichtigte Verlagerung der Aktivitäten Grebenhain wird die 283 Mitarbeiter des Standorts betreffen. Das Unternehmen beabsichtigt laut Pressemitteilung, so vielen Mitarbeitern wie möglich einen Wechsel an andere Standorte anzubieten, nach Möglichkeit auch in der Region. Die STI Group wird die Details mit den Arbeitnehmervertretern erörtern, "um konstruktive und verantwortungsvolle Lösungen für die Mitarbeiter zu finden".

Enormer Preisdruck und starker Wettbewerb prägen den Wandel im Markt für Verkaufsdisplays. Auch die Verlagerung von Marketingbudgets in Richtung digitaler Vertriebskanäle wirke sich negativ aus. Obwohl die STI Group als Premiumanbieter in Europa positioniert sei, konnte das Unternehmen wegen des dramatischen Preisdrucks in den vergangenen fünf Jahren im Display-Markt nicht am Marktwachstum partizipieren und verzeichnete im Display Segment rückläufige Umsatzerlöse. Im Gegensatz hierzu konnte das Packaging Segment der Unternehmensgruppe in den vergangenen Jahren stark wachsen.

Der Standort Grebenhain ist einer von vier  Standorten der STI Group, an denen Displays produziert werden. Der Standort ist von der Marktdynamik besonders betroffen. Die Gesamtleistung und der Rohertrag des Standortes hätten sich hier deutlich rückläufig entwickelt. Eine Rentabilität konnte trotz großer Anstrengungen der Belegschaft und Geschäftsführung seit 2014/2015 nicht erreicht werden. Der Standort schreibe operative Verluste und die COVID-Effekte hätten die negative Entwicklung im ersten Quartal 2020 noch weiter verstärkt.

Der Display-Bereich wurde hart durch die COVID-19-Pandemie getroffen. Die Absage von Großveranstaltungen – und damit klassische Anlässe für Promotions im Handel – führte zu einem Rückgang von geplanten Umsätzen in Höhe von 20 Mio. Euro. Diese negativen Auswirkungen werden nicht durch das erfolgreiche Wachstum im Packaging Segment kompensiert.

„Wir haben alle möglichen Optionen für den Standort Grebenhain sorgfältig geprüft. Die Verlagerung ist jedoch unausweichlich, um als Unternehmensgruppe künftig im Display Segment erfolgreich zu sein“, sagt Jakob Rinninger, CEO der STI Group. „Wir bedauern die geplante Verlagerung in dieser für uns alle herausfordernden Zeit“, betont er.

Das Unternehmen wolle in der Zukunft noch flexibler und noch schneller auf die Kundenbedürfnisse eingehen und setze dabei auf eine neue skalierbare Produktionslogik durch die Integration von Display und Packaging. „Mit dieser Konsolidierung wollen wir uns auch im Display-Bereich wettbewerbsfähig aufstellen und unsere Premiumposition bei unseren Kunden weiter ausbauen und stärken“, so Rinninger.

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