Gründerfamilie kauft insolvente „Bio-Manufaktur Elm“ in Flieden zurück

Harald und Ramona Elm sind in ihrem Element.

Produktionsbereich wird in neu gegründetes Unternehmen "Bio-Contor Elm" eingegliedert

Flieden - Die Gründerfamilie kauft den Produktionsbereich der Fliedener „Bio-Manufaktur Elm“, die vor einigen Wochen zum zweiten Mal Insolvenz anmelden musste, wieder zurück. Als „Familien-Start-Up“ waren Geschäftsführerin Ramona Elm und ihr Vater Harald Elm in den Monaten zuvor zurück zu ihren Wurzeln gekehrt – und mit dem neu gegründeten „Bio-Contor Elm“ auf Wachstumskurs.

Die Kelterei Elm war nach einer Insolvenz vor mehreren Jahren von einem Investor übernommen worden, die Gründerfamilie stieg dann nach und nach aus dem Unternehmen aus, da man sich über die strategische Ausrichtung der Firma nicht einig wurde. Während die zwischenzeitlich in „Bio-Manufaktur Elm“ umbenannte Kelterei kürzlich erneut Insolvenz anmelden musste, boomt der nur wenige hundert Meter weiter beheimatete „Bio-Contor Elm“.

In der Fliedener Reinhardstraße  war vor 60 Jahren  der Grundstein für die damalige Kelterei "ELM" gelegt worden, heute sind Geschäftsführerin Ramona Elm und ihr Vater Harald Elm dort wieder in ihrem Element. Harald Elm hat hier ein Netzwerk mehrerer Keltereien aufgebaut, die jeweils auf bestimmte Produkte und Produktionstechniken spezialisiert sind. Aus Flieden liefert der Diplom-Ingenieur für Getränketechnologie das Know-How und mehr als 30 Jahre Branchenerfahrung.

„Nach dem Ausscheiden aus unserem damaligen Betrieb wollte ich ursprünglich der Branche den Rücken kehren. Nach wenigen Wochen aber kamen bereits zahlreiche Anrufe von Kollegen, die zu verschiedenen Fragen und Problemen Hilfestellung benötigten. In dem knappen Jahr seit Gründung hat sich unser ,Bio-Contor' quasi von null auf hundert entwickelt“, erklärt Harald Elm. Binnen Jahresfrist wurden Umsätze erreicht, die über den Zahlen des „alten“ Unternehmens lagen.

Das junge Unternehmen steht dabei auf zwei Standbeinen: Zum einen die Produktentwicklung und Qualitätssicherung (mit eigenem Labor) für Partner wie beispielsweise die "Beerenobstgemeinschaft Rhön-Vogelsberg", Dienstleistungen wie Zertifzierungen nach IFS- oder Bio-Standards und die Beratung beim Aufbau neuer Fertigungsanlagen und ähnlichem. Zum anderen die Sicherung heimischer Streuobstbestände mit Biokontrollsystem und der Aufbau einer eigenen Vermarktungsschiene. Von der erneut insolventen "Bio-Manufaktur"  wurde nun der Produktionsbereich „zurück“ gekauft und bereits ins neue Keltereien-Netzwerk integriert. Dabei wurden auch die Mitarbeiter aus diesem Bereich übernommen. Der Verwaltungsbereich verbleibt in den Händen des Insolvenzverwalters.

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