Grünen-Besuch auf "Antoniushof" in Haimbach

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Landtagsabgeordnete Kaya Kinkel und weitere grünen Politiker auf dem "Antoniushof": Idealer landwirtschaftlicher Kreislauf

Fulda - Die hessische grünen Landtagsabgeordnete Kaya Kinkel, Sprecherin für Energie und Wirtschaft, hat zusammen mit Mitgliedern des Fuldaer Kreisverbandes den Antoniushof in Haimbach besucht. Neben einer Diskussion über die europäische Energiepolitik war das Ziel die Besichtigung der modernen Biogasanlage und des Schweinestalls.

Bei der angeregten Diskussion über eine europäische Energiewende, die angesichts vieler maroder Atomkraftwerke in deutschen Nachbarstaaten dringend notwendig sei, betonte Kinkel: „Wir brauchen einen Atom- und Kohleausstieg auch auf europäischer Ebene. Nur dann kann unsere Energieversorgung nachhaltig, klimaschonend und sicher sein.“

Der Diskussion vorausgegangen war die Besichtigung der 75 kW Biogasanlage, die vom zuständigen Mitarbeiter Jan-Martin Griefahn erläutert wurde. Er betonte, dass die Anlage ausschließlich mit Mist betrieben wird und keine Getreide- oder Energiepflanzen dafür genutzt werden, die sonst oft unter reichlichem Düngemitteleinsatz extra für Biogasanlagen angebaut würden. Kinkel zeigte sich beeindruckt von der 2016 eingeweihten Anlage: „Hier sehen wir einen idealen landwirtschaftlichen Kreislauf. Die erforderlichen zwölf Tonnen Mist pro Tag kommen aus dem eigenen Betrieb und liefern dem Hof Strom und Wärme. Das Endprodukt der Anlage kommt als geruchsarmer Dünger auf die eigenen Felder.“

Laut Landwirt Griefahn erzeugt die Anlage vor allem Methangas, mit dem das hofeigene Blockheizkraftwerk Strom produziert. Dieser wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist und verkauft. „Die als Nebenprodukt entstehende Wärme wird zum Heizen verwendet.“ Zurzeit denke die Betriebsleitung über eine Heutrocknung nach, die die im Sommer entstehende Wärme nutzen könne.

Die Besichtigung des Schweinestalles mit der munteren Ferkelnachzucht bereitete den Besuchern Freude. Die Tiere leben in Gruppen mit genügend Auslauf zum Rennen und Spielen. Ziel müsse es sein, alle Tiere so artgerecht zu halten, betonte die Landtagsabgeordnete. „Möglich ist das natürlich nicht bei Massentierhaltung, die eine Folge unseres übermäßigen und ungesunden Fleischkonsums ist.“

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