Aufwertung des Stadtkerns: Grundschule Geisa wird saniert und erweitert

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Richtfest für das 4,1 Millionen teure Projekt / Hintergrund sind die erfreulich hohen Geburtenzahlen

Geisa - Als Symbol für die positive Entwicklung der Stadt Geisa in den vergangenen Jahren ist am Mittwoch die Sanierung und Erweiterung der Grundschule von all‘ denjenigen gewertet worden, die sich zum Richtfest eingefunden hatten. Insgesamt sind 4,1 Millionen Euro investiert worden, wie Bürgermeister Martin Henkel betonte.

Das Projekt war notwendig geworden, weil es in Geisa eine deutlich bessere Entwicklung gegeben hat als im Wartburgkreis: Während dort die meisten Familien statistisch nur 1,5 Kinder haben, sind es in Geisa meistens zwei und mehr Kinder. Im Geisaer Amt gibt es drei Grundschulen, die sich in Geisa, Geismar und Buttlar befinden. Die Schulen in Geismar und Buttlar sind einzügige Grundschulen und allesamt an ihrer Kapazitätsobergrenze. Die Schülerzahlen in Geisa haben sich von rund 90 auf nun 140 Kinder erhöht. Damit ist es erforderlich gewesen, die Geisaer Grundschule zweizügig zu betreiben. Auch die aktuellen Geburtenzahlen bestätigen, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt.

Vor diesem Hintergrund war es nötig, die Grundschule um Klassenräume, Horträume, Essensraum sowie um einen multifunktionalen Sport- und Begegnungsraum zu erweitern. Hierzu hatte die Stadt Geisa bereits zwei nebenstehende Grundstücke erworben. Im Zuge der Maßnahme erfolgt auch die Sanierung der bestehenden Schule. Durch einen integrierten Aufzug wird die Barrierefreiheit für das gesamte Gebäude erreicht. Aus einer alten historisch bedeutsamen Scheune, die teilweise auf der Stadtmauer steht, soll ein multifunktional nutzbarer Bereich entstehen, welcher auch den Bewohnern der Altstadt offen stehen soll.

Die EU beteiligt sich laut Bürgermeister mit einer 80-prozentigen Förderung an den Gesamtkosten. Hinzu kommt ein Finanzierungsanteil des Wartburgkreises von 800 000 Euro. Henkel dankte allen Beteiligten, die das Vorhaben möglich gemacht haben. „Wir hatten hier wirklich eine tolle Zusammenarbeit zwischen dem Wartburgkreis mit Schulausschuss, Verwaltung und Kreistag, dem Freistaat Thüringen mit Infrastrukturministerium und Landesverwaltungsamt, der Stadt Geisa mit dem Stadtrat und der Stadtverwaltung“. Sehr harmonisch gestalte sich auch das Zusammenspiel mit den beteiligten Planungsbüros und den Handwerkerfirmen.

Sie alle leisteten einen Beitrag zur Verbesserung der baukulturellen Qualität und zur Erhaltung der historischen Schulfunktion in der Altstadt. Denn das Projekt wirke innerstädtischen Leerstand entgegen, werte einen markanten Standort im denkmalgeschützten Stadtkern auf, passe städtische Infrastruktur dem Bedarf an und trage damit langfristig zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Stadt Geisa als Grundzentrum bei.

Henkel: „Ganz wichtig war uns, dass die Kinder kurze Schulwege haben und zu Fuß zur Schule gehen können. Das ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern vermeidet auch zusätzlichen Pkw-Verkehr und den damit verbundenen CO²-Ausstoß. Mit der zentralen Lage in der Innenstadt wird dies ermöglicht. Wir investieren hier in unsere Kinder und in die Zukunft der Region.“ Landtagsabgeordneter Manfred Grob, Erster Kreisbeigeordneter Udo Schilling und Schulleiter Andreas Berk zeigten sich sehr glücklich über das Projekt. Berk zufolge ist jetzt das altersgerechte Lernen ebenso besser möglich wie Lernen in leistungsgerechten Gruppen.

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