Hackschnitzel aus Elefantengras – eine Perspektive für die Rhön?

Rhn. In einer Veranstaltung des Biosphrenreservates Rhn informierte Achim Weider, Firma Oswald Wrme und Design, ber die

Rhn. In einer Veranstaltung des Biosphrenreservates Rhn informierte Achim Weider, Firma Oswald Wrme und Design, ber die Perspektiven des Heizens mit Elefantengras beziehungsweise Miscantus. Achim Weider zhlt zu den Pionieren in der Region, wenn es um Biomasse-Heizanlagen und Elefantengras geht. Der Unternehmer hat auf eigenen Flchen eine Versuchspflanzung von knapp zwei Hektar angelegt.

Nachdem im Jahr 2006 die etwa fingergroen Rizonstcke mittels Kartoffel-Shmaschine ausgebracht wurden, sind die Pflanzen in 2007 bereits auf stattliche 1,50 Meter gewachsen. Im Frhjahr sollen die drr gewordenen Schilfgrser gehckselt werden und verbleiben als Bodenabdeckung und Dngung auf der Flche. Erst im Mrz/April 2009 steht dann die erste Ernte an. Weider geht davon aus, dass bereits im nchsten Jahr die Pflanzen eine Hhe von bis zu drei Meter erreichen werden. Die Ernte erfolgt mit dem Maishcksler.

Ein Vorteil des Miscantus sind insbesondere die geringen Kosten fr die Bodenbearbeitung. Zwar ist in den ersten beiden Jahren der Einsatz von Spritzmitteln wie beim Mais notwendig, dann aber hat man einen stattlichen Bestand, der rund 20 Jahre genutzt werden kann. Eine Dngung ist grundstzlich nicht ntig, teilweise wird empfohlen, kleine Stickstoff- und Kaligaben zuzufhren. Nach den Erfahrungen in anderen Regionen ist ein Hektar Elefantengras in rund einer Stunde abgeerntet. Das Hackgut von einem Hektar entspricht etwa einem Heizlquivalent von 5.000 bis 7.000 Liter.

Geringe Kosten

Ein zentrales Problem stellt die Lagerung des Hackgutes dar: Die Pflanzen sind enorm volumins und es bedarf groer Lagerflchen. Die Industrie hat sich inzwischen auf das neue Brennmaterial eingestellt. Spezielle Hackschnitzel-Heizanlagen, die fr Miscantus optimiert wurden, sind auf dem Markt und eine Anlage ist bereits im Landkreis Fulda in Betrieb. Die Besonderheit dieser Anlagen ist, dass sie das Problem der Schlackebildung ber Kipp- und Rttelroste gelst haben.

Der Referent fasste die Vorteile des Elefantengrases wie folgt zusammen: hoher Ertrag, keine Dngung, jhrliche Ernte, gnstiger Rohstoffpreis und optimale Eigenversorgung. Sicher sei man sich allerdings auch, dass das Elefantengras in der Rhn ein Nischenprodukt bleiben werde. Ein Anbau erweise sich nur in Hhen bis zu rund 600 Meter als sinnvoll. Hchstertrge bringe Miscantus nur auf guten Standorten. Letztlich solle auch das Landschaftsbild des Landes der offenen Fernen nicht durch groflchigen Riesenschilf-Anbau beeintrchtigt werden.

Im Rahmen einer Exkursion des Biosphrenreservates Rhn besteht am 11. November 2007 die Mglichkeit, den Elefantengras-Acker und die Hackschnitzelanlage zu besichtigen. Anmeldungen knnen unter Tel.-Nr.: 06654/9612-0 an die Verwaltungsstelle des Biosphrenreservats Rhn gerichtet werden.

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