„Handwerkersommer“ im Landkreis: Beruf in den Ferien finden

Der "Handwerkersommer" bietet Schülern die Möglichkeit freiwillige Praktika in den Sommerferien zu absolvieren.

Fulda - Mit den eigenen Händen ein Stück Heimat schaffen und dabei vielleicht noch den Traumberuf finden, das möchte der „Handwerkersommer“ Jugendlichen ab dem 14. Lebensjahr ermöglichen. Bei einem freiwilligen Praktikum in den Sommerschulferien erhalten sie lebendige Einblicke in die Arbeit von rund 140 renommierten Handwerksbetrieben im Landkreis Fulda und bekommen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu erproben und neue Talente zu entdecken.

Ob Bäcker, Friseur oder Zimmerer – Handwerker und ihre Arbeit sind wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Sie prägen Kultur und Wirtschaft und sind entscheidender Faktor für Lebensqualität. Dennoch hat das Handwerk mit einem Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften zu kämpfen. Grund dafür sind demographischer, wirtschaftlicher und letztendlich auch technologischer Wandel sowie das Berufswahlverhalten der Schulabgänger. Dabei sind die Berufsaussichten und Arbeitsbedingungen in Handwerksberufen besser denn je. Den Jugendlichen die Chancen des Handwerks zu zeigen, haben sich die „Wirtschaftsförderung des Landkreises Fulda“, das „Regionalforum Fulda Südwest“ und der Verein „Natur- und Lebensraum Rhön“ auf die Fahnen geschrieben. Unterstützt werden sie dabei von der „Kreishandwerkerschaft Fulda“. Ziel ist es, Schulabgänger mit potenziellen Ausbildungsbetrieben und Arbeitgebern zusammenzubringen und spannende Alternativen zu kaufmännischen Ausbildungen oder dem Studium aufzuzeigen.

Die Dauer der einzelnen Praktika können die Jugendlichen individuell mit den teilnehmenden Betrieben abstimmen. So soll ermöglicht werden, dass die Jugendlichen, je nach Wunsch, mehrere unterschiedliche Praktika machen können. Die Betriebe können sich auf www. handwerkersommer.de registrieren und dort ihre Praktikumsplätze selbst einstellen. So wird den Schülern eine stets aktuelle Übersicht des Praktikumsangebots geboten. Jetzt heißt es nur noch dranbleiben und Zukunft schaffen.

Dem Handwerk, und damit einem der wichtigsten Pfeiler der Wirtschaft, fehlt der Nachwuchs. Dabei lockt es mit spannenden Aufgaben, hervorragenden Berufsaussichten und guten Arbeitsbedingungen. Vielleicht finden die Teilnehmer des „Handwerkersommers“ im Handwerk eine Alternative zu Studium oder kaufmännischer Ausbildung – und entdecken ganz nebenbei noch ungeahnte Talente.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

IHK-Chef Konow: Sorge um Gastronomie, Einzelhandel und weitere Branchen
Fulda

IHK-Chef Konow: Sorge um Gastronomie, Einzelhandel und weitere Branchen

Fuldas IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Konow nimmt Stellung zu den Beschlüssen der Bund-Länder-Runde am Freitag
IHK-Chef Konow: Sorge um Gastronomie, Einzelhandel und weitere Branchen
Migranten als Multiplikatoren: Muster für interkulturelle Arbeit
Fulda

Migranten als Multiplikatoren: Muster für interkulturelle Arbeit

Fulda/Marburg. Starke Beteiligung der Fuldaer Migrantenorganisationen an der Schulungsreihe "Arbeitsmarkt und Gesellschaft".
Migranten als Multiplikatoren: Muster für interkulturelle Arbeit
Hilfloser Mann auf Supermarkt-Parkplatz
Fulda

Hilfloser Mann auf Supermarkt-Parkplatz

Lauterbach. Gestern Vormittag lag ein älterer Mann hilflos auf dem Parkplatz des "Tegut"-Marktes "An der Gall".
Hilfloser Mann auf Supermarkt-Parkplatz
Heiß, kalt, schlapp: Bei Grippe hilft viel Schlaf
Fulda

Heiß, kalt, schlapp: Bei Grippe hilft viel Schlaf

Der Influenza-Virus kommt immer plötzlich und unerwartet. Ein Mediziner und das Gesundheitsamt geben Tipps, wie man die Grippe-Saison gut übersteht.
Heiß, kalt, schlapp: Bei Grippe hilft viel Schlaf

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.