Haus Jakobsbrunnen stellt Versorgung und Impfung Obdachloser sicher

Petra Matuszewski, Ehrenamtliche der Tagesstätte Café Jakobsbrunnen steht für die Essensausgabe zur Verfügung.
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Petra Matuszewski, Ehrenamtliche der Tagesstätte Café Jakobsbrunnen steht für die Essensausgabe zur Verfügung.

Mit dem HOT-TRUCK endete nicht die Unterstützung Obdachloser durch den Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa. Haus Jakobsbrunnen ist für Beratung und unterstützende Hilfen, trotz Pandemie, auch weiterhin geöffnet.

Fulda. Über die Winterzeit hatten die beiden Caritasverbände in Fulda in Kooperation mit der Innenstadtpfarrei durch den „HOT-TRUCK“ die tägliche Versorgung von Obdachlosen und Nichtsesshaften mit warmen Mahlzeiten sichergestellt. Leider hat die Corona-Pandemie, wenn auch die Inzidenz stetig sinkt, weiterhin eine vollständige Öffnung von Aufenthaltsräumen und Essensausgabestellen wie die Vinzenzküche des Mutterhauses oder der Bahnhofsmission bislang noch verhindert. Die Caritas wolle keine neue Versorgungsstruktur aufbauen, doch Bedürftige sollten übergangsweise eine „warme Mahlzeit auf die Hand“ bekommen, so Geschäftsführerin Susanne Saradj. Die Räumlichkeiten von Haus Jakobsbrunnen und das angrenzende Gartengelände würden unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln diese Möglichkeit bieten, so Bereichsleiter Torsten Hammer. Deshalb gibt es montags bis freitags, außer mittwochs, zwischen 9 bis 12 Uhr verschiedene Angebote wie warmer Fleischkäse oder Frikadelle mit Brot für 80 Cent.

Parallel sei nach Wegen gesucht worden, dass Obdachlose die Corona-Schutzimpfung erhalten konnten. In Zusammenarbeit mit dem Fuldaer Impfzentrum habe ein mobiles Impfteam in der Tagesstätte Haus Jakobsbrunnen Impfungen durchgeführt. So konnten 21 Bewohner des Übergangswohnheims, Mitarbeitende, Wohnungslose, sowie 39 Personen mit psychischen Erkrankungen, die von „Die Brücke Fulda“ betreut werden, geimpft werden. Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Städtischen Notunterkünfte gab es ebenfalls ein Impfangebot im Impfzentrum Esperanto. Hier wurde vom Caritasverband dabei unterstützt, die Impfunterlagen auszufüllen und ein Fahrdienst zum Impfzentrum angeboten, berichtet Torsten Hammer, Caritas-Fachbereichsleiter integrierte Wohnungslosenhilfe.

Die Fachberaterinnen und Fachberater hätten zudem weitere Personen aufgeklärt und motiviert, sich im Impfzentrum impfen zu lassen, die notwendigen Unterlagen besorgt und mit den Impfwilligen ausgefüllt, sowie ebenfalls Fahrdienste und Begleitungen übernommen, um die Terminwahrnehmung sicher zu stellen. Diese unterstützenden Hilfen seien ein wesentlicher Beitrag des Caritasverbands, dass diese besonders gefährdeten Menschen, die überwiegend auf der Straße leben und im Freien schliefen den notwendigen Schutz durch die Impfung erhalten konnten, betonte der Fachbereichsleiter

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