Heiß, kalt, schlapp: Bei Grippe hilft viel Schlaf

Der Landkreis Fulda verzeichnet keine außergewöhnliche hohe Anzahl von an Grippe erkrankten Personen.

Der Influenza-Virus kommt immer plötzlich und unerwartet. Ein Mediziner und das Gesundheitsamt geben Tipps, wie man die Grippe-Saison gut übersteht.

 Fulda. Plötzliches Fieber, Husten, Kopf-, Hals-, Muskel-, und Gliederschmerzen. Viele Menschen schlagen sich zurzeit mit diesen Symptomen herum. Ja, die Grippesaison ist im vollen Gange. Von Anfang Oktober bis Mitte Mai, hat die Influenza Saison. "Auch Schweißausbrüche, Schnupfen, Übelkeit, Erbrechen und gelegentlich auch Durchfall können zu den Symptomen gehören", erklärt Dr. Thomas Günther von der "Gemeinschaftspraxis Dr. T. Günther, Dr. W. Schleipen, Dr. K. Stienecker und Dorothee Wild" in Fulda. Die Inkubationszeit sei mit ein bis zwei Tagen relativ kurz.

Die Krankheitsdauer beträgt laut dem Mediziner im Durchschnitt fünf bis sieben Tage. Jedoch kann es auch bei einer Grippe zu Komplikationen kommen. "Eine schwerwiegende Komplikation ist eine Lungenentzündung durch das Virus selbst oder durch zusätzliche Infektion mit weitere Bakterien wie Pneumokokken, die sich durch die vorab erfolgte Schwächung des Immunsystems durch das Grippevirus leichter ausbreiten können. Gelegentlich tritt auch eine Beteiligung weiterer Organe wie der Herzmuskulatur (Herzmuskelentzündung) der des Gehirns (so genannte Enzephalitis) auf", so Günther. Laut des Gesundheitsamts Fulda gibt es aktuell 54 an Influenza erkrankte Personen. "Es ist schwierig zu sagen, wie viele Patienten letztlich eine Influenza-Grippe durchlebt haben, da nicht bei allen Patienten routinemäßig ein Influenza-Virus Schnell-Test durchgeführt wird. Es ist aber davon auszugehen, dass während der jährlichen Grippewelle etwa fünf bis 20 Prozent der Bevölkerung infiziert werden", erklärt Günther. Für eine Grippe-Welle gebe es derzeit keine sicheren Anhaltspunkte im Landkreis Fulda. "In der Vergangenheit gab es immer wieder Zeiträume, in denen die Anzahl der Meldungen noch deutlich höher lag als zum gegenwärtigen Zeitpunkt", schreibt das Gesundheitsamt Fulda auf Anfrage von "Fulda aktuell".Das "Robert Koch Institut" empfiehlt eine frühzeitige saisonale Grippeimpfung. Auch der häufige Kontakt zu krankheitsverdächtigen Personen sollte vermieden werden. In der Grippesaison sollte man besonders auf die Händehygiene achten und beim Niesen oder Husten in den Ellenbogen niesen oder husten und nicht die Handflächen nutzten. Weitere Maßnahmen hat das Gesundheitsamt Fulda in einem Merkblatt auf der Internetseite des Landkreis Fulda (www.landkreis-fulda.de) bereitgestellt.

Der Mediziner Dr. Thomas Günther empfiehlt auch: "Das Immunsystem sollte vor der Grippesaison auf Vordermann gebracht werden. Hierzu gehören eine ausgewogene vita-minreiche Kost mit Obst und frischen Gemüse, ausreichende Flüssigkeitsaufnahme sowie körperliche Bewegung an der frischen Luft. Da die Grippeinfektion durch Tröpfcheninfektion über die Luft beim Niesen oder Husten sowie Kontakt mit kontaminierten Hautstellen oder Gegenständen übertragen wird, sollte – sofern möglich – von Erkrankten ein gewisser Abstand eingehalten werden."

Falls man doch trotz aller Präventionsmaßnahmen von der Grippe betroffen ist sollte man laut Günther viel Flüssigkeit aufnehmen und seinem Körper viel Ruhe und ausreichend Schlaf gönnen. "In der Regel reichen bei einer Influenza-Infektion symptomatische Behandlungsmaßnahmen aus, das heißt Medikamente gegen Schmerzen oder zur Fiebersenkung, gebenenfalls auch Medikamente, die das Lösen von Bronchial- oder Nasensekret erleichtern sowie eventuell Husten-Blocker, um einen ruhigen Nachtschlaf zu gewährleisten", so Günther.

Für schwerwiegende Fälle oder immungeschwächte Patienten gäbe es die Möglichkeit, direkt Medikamente gegen die Viren einzusetzen. Bei Zweifel empfehle sich immer ein Besuch bei einem Arzt.

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