Mit Herz und mit Sachverstand

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Nüsttals Bürgermeisterkandidatin Marion Frohnapfel (links) im Redaktionsgespräch mit „Fulda aktuell“-objektleiter Michael Schwabe, Redakteur Christopher Göbel und Redaktionsvolontärin Sabine Grebe. Foto: Gröger

Nüsttal. Marion Frohnapfel möchte Bürgermeisterin werden. Welche Pläne sie für die Gemeinde hat, erläutert sie im Redaktionsgespräch.

Nüsttal. Wenn am morgigen Sonntag die Wahllokale öffnen, dann steht eine einzige Kandidatin als Nachfolgerin des derzeitigen Amtsinhabers Hermann Trabert (CDU) auf dem Wahlzettel: Marion Frohnapfel (CDU) möchte Bürgermeisterin in Nüsttal werden.

"Als klar war, dass Hermann Trabert nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren wird, haben wir uns in der CDU-Fraktion beraten, wer denn als Nachfolger infrage käme", erzählt Marion Frohnapfel im Redaktionsgespräch bei "Fulda aktuell". Sie selbst habe dann Interesse bekundet und wurde mit 100 Prozent als Kandidatin bestätigt. Derzeit ist die 45-Jährige Vorsitzende der Gemeindevertretung. Sie war zehn Jahre lang Ortsvorsteherin ihres Heimatdorfes Morles und ist seit 2011 Fachdienstleiterin des "Fachdienstes Schulen" beim Landkreis Fulda.

An Nüsttal gefällt ihr vor allem das hohe ehrenamtliche Engagement der Nüsttaler. "Wir sind eine ländliche, aber sehr innovative Region", erzählt Marion Frohnapfel. "In allen unseren Ortsteilen haben wir mit wenigen Mitteln und enormem kreativen Potenzial tolle Lösungen gefunden", sagt sie.

Für den Fall ihrer Wahl als Bürgermeisterin von Nüsttal möchte sie vor allem die Außendarstellung der Gemeinde verbessern. "Nüsttal verdient noch mehr Würdigung", erklärt die Mutter zweier Kinder. Sie könne sich eine "Hochrhöner-Extratour" durch Nüsttal mit Stationen auf der Burg Haselstein, an der Nüst sowie mit den kleinen Kapellen in der Gemeinde vorstellen.  Zudem ist sie bereits jetzt in Gesprächen mit den "Caritas"_Werkstätten in Haselstein, den "Rhöner Fruchtgenuss" und die dort hersgestellen Liköre als "Nüsttal-Linie" zu entwickeln. Auf ihrem Plan für die kommenden Jahre stehen auch der Erhalt des Schwimmbades in Gotthards und Investitionen in die Dorfgemeinschaftshäuser.

Zudem seien gesellschaftliche Aufgaben anzugehen, die den demografischen Wandel betreffen. "Zum Glück wird Nüsttal für die nächsten Jahre kein Bevölkerungsrückgang prognostiziert", sagt die 45-Jährige. Jetzt sei es nötig, viel für (junge) Familien zu tun, Strukturen weiter zu pflegen und beispielsweise das Thema "Ganztagsbetreuung für Kinder" auf die Agenda zu heben. "Ich selbst war als Nüsttaler Kind in einem Kindergarten mit Ganztagsbetreuung, dehalb stehe ich diesem Thema aufgrund meiner Erfahrungen sehr positiv gegenüber."Auf der anderen Seite dürfen laut Marion Frohnapfel auch die Senioren, die in der Gemeinde leben, nicht vergessen werden. "Ich könnte mir vorstellen, etwas ins Leben zu rufen, dass den Senioren ermöglicht, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu bleiben." Das könnten laut Frohnapfel ein Verein, Einkaufshilfen und verlässliche Netzwerke sein, die Hilfen für ältere Menschen anbieten.

Ein weiteres Ziel von Marion Frohnapfel ist es, in Nüsttal einen großen Lebensmittelmarkt zu etablieren. "Das Thema ist zwar nicht neu, aber ich möchte mich verstärkt dafür einsetzen", erklärt sie gegenüber "Fulda aktuell".

Für den Fall ihrer Wahl möchte Marion Frohnapfel eine Bürgermeisterin für alle sein und vor allem mit den Menschen, die im Rathaus und in der Gemeindeverwaltung mit ihr zusammenarbeiten, ein gutes Miteinander pflegen. "Ein respektvolles Miteinander und die Abwägung von Sachentscheidungen ohne zuviel Emotionen sind das, wofür ich stehe", sagt sie. Dies gilt auch für ihre Art, Politik zu machen: "Man muss abwägen, was sachlich nötig ist und wann Emotionen mit ins Spiel kommen", erklärt die Kandidatin. Als CDU-Mitglied sind ihr auch christliche Grunderte sehr wichtig. Sie betont "christlich" ohne Unterschied zwischen katholisch und evangelisch. "Diese sind die Basis für ein respektvolles Miteinander".

Ihre Kandidatur wird von Marion Frohnapfels Familie voll unterstützt: "Meine 17-jährige Tochter sagte: ,Klar Mama, du schaffst das’ , als sie von meiner Idee erfuhr". Und auch ihr Ehemann und der 16-jährige Sohn sind begeistert und stolz auf "ihre Mama". Ihre berufliche Verwaltungserfahrung wird Frohnapfel als Bürgermeisterin "äußerst hilfreich" sein.

Marion Frohnapfel weiß, dass eines ihrer Hobbys leiden wird, wenn sie im Rathaussessel sitzt: Das Klarinette- und Saxophonspielen in der "Musikkapelle Nüsttal". Doch auch da hat sie schon eine Idee: "Ein befreundeter Musiker soll ein musikalisches Grußwort komponieren", sagt sie lachend.

Die Wahllokale in Nüsttal sind am morgigen Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. "Auch wenn nur ich kandidiere, rufe ich alle Nüsttaler zum Wählen auf", erklärt die sympathische Kandidatin, die – wenn alles kappt – für die nächsten Jahre die Geschicke der Gemeinde Nüsttal leiten und lenken wird.

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