Potenzielle Helfer sind da: Wer benötigt Unterstützung?

Aktion "Hessen helfen" ist im Landkreis Fulda gut angelaufen / Ermutigung an Bürger, sich zu melden, wenn Hilfe gebraucht wird

Fulda - Der Alltag der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Fulda hat sich in der Corona-Pandemie grundlegend verändert. Vor allem alte oder kranke Menschen und solche, die sich in Quarantäne befinden, sind bei alltäglichen Erledigungen und Abläufen auf Hilfe angewiesen. Wo die Unterstützung durch Familie, Nachbarn und Freunde nur begrenzt oder gar nicht möglich ist, will das Land mit der Initiative „Hessen helfen“ ansetzen. Bereits innerhalb weniger Tage nach Gründung der Plattform haben sich im Landkreis Fulda zahlreiche Menschen gemeldet, die ehrenamtlich ihre Hilfe anbieten wollen.

Melden können sich Privatpersonen, aber auch Institutionen unter www.corona-fulda.de. In ein Formular wird eingetragen, zu welchem Zeitpunkt man welche Unterstützung benötigt beziehungsweise anbieten möchte. Die Hilfe kann dabei ganz unterschiedlich aussehen: von Fahrdiensten über das Erledigen von Einkäufen oder den Gang in die Apotheke bis hin zur Unterstützung im Haushalt oder einem „Besuch“ per Gespräch am Telefon.

„Die Bereitschaft ist da: Rund 50 Menschen haben sich bisher als potenzielle Helferinnen und Helfer registriert“, sagt Sophia Hahn vom Treffpunkt Aktiv, der im Landkreis Fulda dafür sorgt, dass sich Hilfesuchende und -bietende finden. Nun gelte es, diese Personen zu vermitteln.

„Bisher haben sich allerdings erst wenige Hilfesuchende gemeldet“, sagt Hahn. „Das liegt vielleicht auch daran, dass Menschen noch nicht auf die Plattform aufmerksam geworden sind oder Hemmungen haben, Hilfe anzunehmen.“ Sie ermutigt die Bürgerinnen und Bürger, sich zu melden. „Und wer selbst nicht betroffen ist, kann sich umhören: Gibt es innerhalb der Familie, im Freundeskreis oder in der Nachbarschaft Menschen, für die das Angebot infrage kommen könnte und die man bei der Registrierung unterstützen könnte?“

Der Aufruf gelte auch Institutionen und Einrichtungen, die personelle Unterstützung benötigen, erklärt Hahn. Darüber hinaus richte sich die Plattform auch an junge Menschen im Bundesfreiwilligendienst (BFD), in deren Einsatzstelle der Dienst in der aktuellen Situation nur eingeschränkt oder wegen Schließung sogar gar nicht möglich ist. Diese Freiwilligen könnten dann – in Einvernehmen mit ihrer ursprünglichen Einsatzstelle – an andere hilfebedürftige Einrichtungen vermittelt werden.

Wer keine Möglichkeit zu einer Online-Registrierung unter www.corona-fulda.de hat, der kann sich auch telefonisch unter (0661) 6006-9490 oder per Mail an den Treffpunkt Aktiv wenden: treffpunktaktiv@landkreis-fulda.de.

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