Hessens erste Biosphären-Schulen und Biosphären-Kita aus Hilders, Gersfeld und Silges

Die Schüler und Kindergartenkinder mit Vertretern des Biosphärenreservats, den Einrichtungsleitern und Gratulanten.

Umweltministerin Priska Hinz übergab beim Hessentag Urkunden an Anne-Frank-Schule Gersfeld, der Ulstertalschule Hilders und dem Kindergarten "Naturhüpfer" aus Nüsttal-Silges.

Bad Hersfeld - Schüler und Kindergartenkinder aus der hessischen Rhön sind am Freitag zu einem besonderen Anlass nach Bad Hersfeld gereist: Am Tag der Eröffnung des Hessentags hat Umweltministerin Priska Hinz der Anne-Frank-Schule Gersfeld, der Ulstertalschule Hilders und dem Kindergarten "Naturhüpfer" Nüsttal-Silges ihre Urkunden zur Auszeichnung als Biosphären-Schule beziehungsweise als Biosphären-Kita überreicht. Die Sonne lachte am Freitagmittag über dem Bad Hersfelder Kurpark. Hier, auf dem großen Gelände der Sonderschau „Natur auf der Spur“, versammelten sich die Kinder und Jugendlichen am Stand des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön.

Wenig später machte hier auch Umweltministerin Priska Hinz Halt. Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats, begrüßte die kleinen und großen Gäste. „Die Auszeichnung, die ihr heute erhaltet, ist etwas ganz Besonderes“, sagte Raab. Die Kooperation zwischen dem Biosphärenreservat und der Ulstertalschule, der Anne-Frank-Schule und dem Kindergarten „Naturhüpfer“ bestehe schon lange. Zahlreiche Projekte sind in den vergangenen Jahren bereits umgesetzt worden. „Unsere Partnerschaft besteht nicht nur auf dem Papier, sondern sie wird auch mit Leben gefüllt. Und heute heben wir unsere Zusammenarbeit auf die nächste Stufe.“

„Sie können stolz darauf sein, dass Sie in so einer besonderen Landschaft wie der Rhön leben und arbeiten können“, sagte Priska Hinz. „Es ist wichtig, zu lernen, welche Tier- und Pflanzenarten es dort gibt und wie man sie schützt.“ Die Kooperation der Schulen und Kindertageseinrichtungen mit dem UNESCO-Biosphärenreservat seien hierbei besonders wertvoll. Die Ministerin sprach vor allem den Rangern ein dickes Lob aus: „2000 Kinder im Jahr dürfen bei Aktionstagen, Führungen oder bei Schulbesuchen von ihnen lernen“, sagte

Hinz. „Es ist wichtig, dass ihr als Jüngste euch um die wichtigen Fragen kümmert“, betonte die Ministerin in Richtung der Schüler und Kindergartenkinder. Sich mit wichtigen Fragen zur Natur und ihrem Schutz beschäftigen, das tun die jeweiligen Einrichtungen mit besonderem Engagement. Hierfür erhielten alle drei eine Auszeichnung in vier von fünf Bereichen: Gesunde Ernährung, Energie & Bauliche Maßnahmen, Naturschutz & Ökologie, Konsum sowie Soziales & Kooperation.

Zunächst stellten die „Naturhüpfer“ aus Silges gemeinsam mit Kindergartenleiterin Daniela Wiedekamp vor, warum sie sich ab sofort Biosphären-Kita nennen dürfen. Unter anderem haben sie – in Zusammenarbeit mit Ranger Arnold Will – einen Kindergarten-Wald angelegt. „Wenn wir in den Wald gehen, tauchen wir ab in eine Welt, in der wir uns rundum wohlfühlen“, sagte Wiedekamp. Und auch darüber hinaus beschäftigen sich die „Naturhüpfer“ mit der Natur, der Rhön und regionalen Produkten.

Gemeinsam mit Schulleiterin Annette Albrecht und ihrem Lehrer Dr. Rainer Heimerich zeigten die Schülerinnen und Schüler der Ulstertalschule Hilders, Pia Glotzbach, Luisa Etzel, Philipp Leutbecher und Miguel Krenzer, der Ministerin eine Handy-App, mit der sich Pflanzen bestimmen lassen. Aufgrund zahlreicher Projekte, die im Unterricht und auf dem Schulgelände umgesetzt werden, darf sich das Gymnasium nun Biosphären-Schule nennen.

Die Anne-Frank-Förderschüleraus Gersfeld hatten für die Ministerin eigens hergestellten Honig im Gepäck. Nachwuchs-Imker Lukas Degoutrie erzählte ihr von den Bienenvölkern, die die Umweltschule seit Jahren betreut. Priska Hinz überreichte den beiden Schulen und dem Kindertagesstätte nicht nur eine Urkunde, sondern auch ein Schild, das ab sofort im Eingangsbereich hängen wird. Sie gratulierte den Kindern und Jugendlichen und appellierte: „Macht weiter so!“

Zum Gratulieren waren außerdem Marion Frohnapfel, Bürgermeisterin der Gemeinde Nüsttal, Hubert Blum, Bürgermeister der Gemeinde Hilders, und Martin Gutermuth, Stadtverordnetenvorsteher in Gersfeld, gekommen.

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