Hessischer Demografie-Preis Zweiter Platz für „Heimat und Geschichtsverein Silges“ 

Staatsminister Axel Wintermeyer (rechts) ehrt Marco Hanke (links) und Arnold Will vom „Heimat- und Geschichtsverein Silges“ für den zweiten Platz. 
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Staatsminister Axel Wintermeyer (rechts) ehrt Marco Hanke (links) und Arnold Will vom „Heimat- und Geschichtsverein Silges“ für den zweiten Platz. 

Zum zwölften Mal hat die Hessische Landesregierung am Mntag in Wiesbaden den mit insgesamt 24.000 Euro dotierten „Hessischen Demografie-Preis“ verliehen. Geehrt werden Initiativen, die sich den Herausforderungen des demografischen Wandels in ländlichen Regionen stellen. Den ersten Preis und 8.000 Euro gewann das Projekt „Marktscheune Wittelsberg“ aus Ebsdorfergrund im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Den zweiten Platz mit jeweils 5.000 Euro teilen sich der „Heimat- und Geschichtsverein Silges“ und die Freiwillige Feuerwehr Wahlen (Landkreis Bergstraße). Dritte wurden die „BARock-AG“ aus Bad Arolsen im Landkreis Waldeck-Frankenberg, das Projekt „AlmerodeLIVE“ aus Großalmerode im Werra-Meißner-Kreis und das Evangelische Dekanat Runkel (Landkreis Limburg-Weilburg).

Nüsttal „Unser Demografie-Preis ist ein Erfolgsmodell. Er stellt Jahr für Jahr Menschen mit ihren Projekten ins Rampenlicht, die mit großem Engagement, zeitlichem Einsatz und Ideenreichtum die Herausforderungen des demografischen Wandels in ihren Heimatorten angehen. Die Preisträger zeigen, was auf dem Land alles möglich ist. Sie machen unsere Gesellschaft ein Stück liebenswerter und stärken den Zusammenhalt. Das ist unglaublich viel wert. Ich hoffe sehr, dass die Projekte viele Nachahmer finden“, sagte der Chef der Hessischen Staatskanzlei und Demografie-Beauftragte der Hessischen Landesregierung, Staatsminister Axel Wintermeyer.

„Gemeinsam nachhaltig leben“: Das ist das Ziel des „Heimat- und Geschichtsvereins (HGV“) im Nüsttaler Ortsteil Silges. Er ist ein Aktivposten im Dorf, verbindet mit seinen unterschiedlichen Aktionen die Generationen und trägt dazu bei, die Natur zu erhalten. Ein Lehrimkerstand informiert über das Leben der Bienen, Rentner erklären die Pflege von Obstbäumen. Im kombinierten Kindergarten mit Tagespflege treffen sich Kinder und Seniorinnen und Senioren unter einem Dach und lernen voneinander. Sterne schauen ist auf selbstgebauten Liegen und dank umgerüsteter Laternen im ersten Sternendorf Hessens möglich. Eine Wiese wird von Schafen gepflegt, um die sich Kinder kümmern. Im Kindergartenwald lernen die Kleinsten, die Natur zu schützen.

„Der HGV macht Silges zu einem attraktiven Ort für alle Generationen, in dem er den Gemeinsinn und die Lebensqualität fördert. Natur und Heimat gemeinsam erleben. Das funktioniert in Silges mit seinen 375 Einwohnern. Dieses Projekt zeigt: Leben auf dem Land lohnt sich“, sagte Wintermeyer. Der Minister hatte sich bei seiner Sommertour von den innovativen Projekten der Silgeser begeistern lassen („Fulda aktuell“ berichtete ausführlich).

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