Hilfe für andere: Lions Club Fulda-Bonifatius zu Gast bei Fulda aktuell

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Gäste bei „Fulda aktuell“: Anita Burck und Uli Herrmann (rechts) gemeinsam mit Objektleiter Michael Schwabe (links) und Redaktionsleiter Bertram Lenz.

Lions-Präsident Uli Hermann und Past-Präsidentin Anita Burck waren zu Gast in der Redaktion von "Fulda aktuell".

Fulda - Mitunter haftet denjenigen Vereinigungen, die sich „We Serve“, also „Dienen“ auf ihre Fahnen geschrieben haben, etwas Elitäres an. Besonders dann, wenn es sich auch noch um so genannte „Clubs“ handelt, wie es beispielweise die „Lions“ oder die „Rotarier“ sind. Um einmal aufzuklären, was es damit auf sich hat, kamen auf Einladung von „Fulda aktuell“ Anita Burck und Uli Herrmann zum Gespräch in die Redaktion.

Beide sind Mitglieder des „Lions Club Fulda-Bonifatius“: Während der 52-jährige selbstständige Zimmermeister Herrmann („Herrmann Massivholzhaus“ mit Sitz in Geisa) derzeit als Präsident fungiert, nimmt die 54 Jahre alte Musikerin und Sängerin Burck vielfältige Aufgaben der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wahr. „Aber auch ich habe schon Erfahrung als Präsidentin, und zwar im Jahr 2016/2017“, erzählt sie. Wer jetzt übrigens vermuten würde, die „Bonifatianer“ stünden in Konkurrenz zum „Lions Club Fulda“, der irrt. Vielmehr wurde die am 28. April 2003 ins Leben gerufene Vereinigung vom „LC Fulda“ als Pate aus der Taufe gehoben, „da man der Meinung war, eine Stadt in der Größenordnung von Fulda kann noch einen weiteren ,Lions Club’ gebrauchen“, erinnert sich Burck, die von Beginn an Mitglied ist.

Zu „Bonifatius“ gehören 38 Frauen und Männer, während der andere ein reiner Männer-Club ist. Überdies seien mehrere Berufsgruppen vertreten, vom Arzt über Banker und Kaufmann bis zum Zimmermeister. Ein gutes Verhältnis pflege man im Übrigen auch zu allen anderen Service-Clubs der Region und unterstütze einander bei Activities. „Der Club gibt uns die Möglichkeit, mit Gleichgesinnten Gutes zu tun und dabei zugleich schöne Dinge zu machen“. Betont Präsident Herrmann und erinnert an die während seiner Amtszeit durchgeführte Motorrad-Tour durch die Rhön, die dank tatkräftiger Unterstützung vieler Beteiligter 5.000 Euro zugunsten des „Wünsche-Wagens“ gebracht habe, den der „Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)“ initiiert hat. Oder an das Benefiz-Golfturnier auf der Anlage in Hofbieber: 10.000 Euro konnten als Erlös zu gleichen Teilen dem „Regenbogenhaus“ in Fulda und dem Projekt „Rosenbrot“ des „Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF)“ übergeben werden. Golfer und Nichtgolfer (Spielvariante „Ritter und Knappe“) sowie Sponsoren und Spender hatten dieses herausragende Ergebnis ermöglicht.

Nicht zuletzt deshalb lobt Burck ihren Präsidenten Herrmann als „äußerst engagierte Persönlichkeit“ an der Spitze des „Lions Club Fulda-Bonifatius“. Der 52-Jährige, der zuvor Mitglied im „Lions Club Bad Salzungen“ gewesen war und jetzt noch bis 1. Juli 2019 in Amt und Würden ist, lobt seinerseits die „Supertruppe“, die einander freundschaftlich verbunden ist. Er lege Wert darauf, als Präsident keine „One-Man-Show“ abzuliefern.

Sein Werdegang? „Ich habe diverse Ämter durchlaufen, danach wird man satzungsgemäß Past-Präsident“, erläutert er. Dies sei bei den „Lions“ so etwas wie ein „elder statesman“. Herrmann hatte sich zu Beginn seiner Amtszeit die beiden – und bereits durchgeführten – Activities Golfturnier und Motorradtour vorgenommen, und will auch Aufklärungsarbeit dahingehend betreiben, „wie Barrieren aus der Welt zu schaffen sind“. Dazu gibt es diverse Vorträge; unter anderem war schon Hanns-Uwe Theele da, Vorsitzender der „Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda“ (IGbFD), um für diese Thematik zu sensibilisieren.

Jeweils der zweite Montag im Monat wird zum Mittagsmeeting genutzt (nur für Mitglieder) und der vierte Montag im Monat zum Abendmeeting. Durch die Kennzeichnung am Clublokal „Hotel Platzhirsch“ in Fulda stehen die Meetings für alle „Lionsfreunde“ weltweit zur Verfügung. An bedeutenden Veranstaltungen stehen in naher Zukunft das „Licht ins Dunkel“-Konzert am Nachmittag des 16. Dezember in der Klosterkirche Frauenberg an sowie die Benefizkonzerte mit dem Landespolizeiorchester am 25. März in der „Kulturscheune Eichenzell“ und am 26. April mit der Bigband „All Inclusive“ in Neuhof.

Der Aufnahme in einen „Lions-Club“ geht eine Einladung voraus, die vom Club an eine sozial engagierte Persönlichkeit herangetragen wird, beziehungsweise die Frage, ob diese sich vorstellen könne, Mitglied zu werden. Herrmann: „Wir sind eine globale Organisation, denn ,Lions’ kümmern sich sowohl in direkter Nachbarschaft um Mitmenschen als auch um Notleidende in der ganzen Welt“. Im Ausland finde man immer wieder Kontakt zu „Lions“-Freunden, die sich ebenfalls ehrenamtlich engagieren.

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