Hilfe für Kriegsopfer: Sortieren, packen, ins Kriegsgebiet bringen

Überwältigende Spendenbereitschaft in Osthessen für ukrainische Kriegsflüchtlinge.
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Überwältigende Spendenbereitschaft in Osthessen für ukrainische Kriegsflüchtlinge.

Großartige Hilfsaktion für Menschen in der Ukraine: Drei Vereine kümmern sich um Flüchtlinge an der Grenze zu Rumänien.

Petersberg. Es geht zu wie in einem Bienenstock. Menschen wuseln herum, andere schleppen Kartons und Taschen, auf dem Hof halten immer wieder Autos, deren Kofferräume überquellen. Dieses Bild zeigte sich die letzten Tage am und im Landhotel „Rhönblick“ in Steinau. Denn eine Allianz aus drei Vereinen hatte zu Spenden für Kriegsopfer aufgerufen.

Stefan Faulstich vom „Verein der Köche Fulda“ und Jörg Witzel von der „Rhöner Nachbarschaftshilfe“ hatten schon kurz nach Beginn des Angriffskrieges in der Ukraine überlegt, wie man den Menschen dort helfen könne. Ein Plan war schnell gefasst, ein Spendenaufruf ebenso schnell gestartet. Nach Tagen platzte der „Rhönblick“ beinahe aus allen Nähten, denn die Spenden an Kleidung, Kuscheltieren, Babynahrung, Windeln, Medikamenten, Verbandsmaterial und zahlreichen weiteren Artikeln kamen im Minutentakt.

Faulstich, dessen Ehefrau aus der Ukraine stammt und der familiäre sowie freundschaftliche Bindungen an das Land hat, reiste in dieser Woche mit drei Koch-Kollegen an die rumänisch-ukrainische Grenze, um dort bei der Verpflegung der Flüchtlinge zu helfen.

Mehr als 100 Helferinnen und Helfer

Doch bevor der Hilfskonvoi aus Osthessen mit insgesamt zehn Fahrzeugen auf die Reise gen Osten gehen konnte, war viel Arbeit zu leisten, die Witzel und Faulstich koordinierten. Weit mehr als 100 Helferinnen und Helfer sichteten, sortierten, verpackten und beschrifteten die Sachspenden, die abgegeben wurden. „Mit solch einer überwältigenden Hilfsbereitschaft haben wir nicht gerechnet“, sagt Witzel. Auch die Geldspenden auf das extra eingerichtete Konto sind auf eine beträchtliche Summe angewachsen, so Faulstich. Die Sachspenden kommen von Menschen von Bad Hersfeld bis Fladungen. Die Geldspenden werden dazu verwendet, Dinge hinzuzukaufen, die für die Versorgung der Flüchtlinge nötig sind. „Getränke sind beispielsweise ganz wichtig“, sagt Faulstich.

Telefonate mit Kontaktpersonen im rumänisch-ukrainischen Grenzgebiet, dem Auswärtigen Amt oder Botschaften sowie anderen Hilfsorganisationen gehörten ebenso zu den Aufgaben, die Witzel und Faulstich ehrenamtlich übernommen haben. Denn es ist geplant, auf der Rückfahrt Flüchtlinge mit nach Deutschland zu bringen. Am heutigen Samstag startet ein Reisebus Richtung Grenze, der Frauen und Kinder mit nach Osthessen bringen wird. „Hier werden sie in privat zur Verfügung gestellten Unterkünften untergebracht“, so Witzel. „Hier muss dann auch die ärztliche Versorgung geregelt werden“, sagt Witzel. Und die Flüchtlinge müssen nach ihrer Ankunft in Fulda vermittelt und untergebracht werden. Dazu steht Witzel in ständigem Kontakt mit dem Landkreis. Der Verein „Kunterbuntes Kinderzelt“, der sich schon lange in Rumänien engagiert, half den beiden anderen osthessischen Vereinen bei den Vorbereitungen.

Zwei 40-Tonner, ein Wohnmobil mit Anhänger und mehrere Kleintransporter machten sich am Mittwoch und am Freitag auf den Weg. Zwei Fahrzeuge fuhren Richtung Polen, der Rest an die rumänisch-ukrainische Grenze.

Während Faulstich in Rumänien hilft, bleibt Witzel in Osthessen und koordiniert von hier weiterhin die Aktion. „Gemeinsam sind wir stark“, sagt Witzel.

Spendenmöglichkeiten in Osthessen

Mehrere Organisationen und Vereine sammeln derzeit Sach- und/oder Geldspenden zur Unterstützung der Menschen im ukrainischen Kriegsgebiet und an den Grenzen.

Dazu gehört unter anderem der „Kolpingwerk Diözesanverband Fulda“, bei dem am heutigen Samstag zwischen 10 und 14 Uhr in Fulda bei der „Kolping Recycling GmbH“, Christian-Wirth-Straße 16, im Park-Hotel Kolpinghaus, Goethestraße 13 sowie in der Haimbacher Straße 2 Kleider- und Schuhspenden abgegeben werden können. Entgegengenommen werden tragfähige Kleidung, Bett- und Haushaltswäsche, Decken sowie brauchbare und paarweise gebündelte Schuhe. Alles sollte gut in Säcken oder Kartons verpackt sein.

Online-Spendenmöglichkeiten bieten unter anderem die „AWO“ unter www.awointernational.de/de/spenden-helfen/online-spenden/ und die „Caritas“ unter www.dicvfulda.caritas.de/engagementundspenden/online-spende/online-spende?spendenzweck=818040 an.

Im „Vogelsberger Hof“ in Grebenhain-Crainfeld ist eine Sammelstation für den Vogelsberg eingerichtet worden. Dort werden Hygieneartikel wie Zahnpasta, Zahnbürsten, Seife, Shampoo, Duschgel, Desinfektionsmittel, Rasierer, Creme, Feuchttücher, Babypflegeprodukte, Waschmittel, Isomatten, Schlafsäcke und medizinischer Bedarf wie Verbände, Pflaster, Handschuhe, Desinfektionsmittel, FFP2-Masken und ähnliches angenommen.

Auch die Evangelische Kirche bietet unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spende/ukraine eine Online-Spendenmöglichkeit an. Über www.malteser-fulda.de kommt man ebenfalls zu einer Spendenmöglichkeit für die Menschen in der Ukraine. Die „Rhöner Nachbarschaftshilfe“ und der „Verein der Köche Fulda“ sammeln ebenfalls weitere Sach- und Geldspenden. Unter der Adresse innen.hessen.de/hessen-hilft-ukraine gibt es weitere Informationen, wie man Flüchtlingen und Kriegsopfern helfen kann.

„Markt der Solidarität“ auf dem Uniplatz

Viele Organisationen und Vereine aus Fulda haben Solidarität mit den Menschen in der Ukraine organisiert. Sie setzen damit ein wichtiges Zeichen für Frieden und Freiheit in der Ukraine. „Um ein Signal der Solidarität aus Fulda zu senden, planen wir am Samstag, 12. März, einen großen Markt der Solidarität auf dem Universitätsplatz. In der Zeit von 10 bis 16 wollen wir mit verschiedenen Organisationen Solidarität zeigen“, so Andreas Goerke von „Fulda stellt sich quer“.

An den verschiedenen Ständen soll mit Kreativität „Solidarität gesammelt“ werden. So haben sich bereits die Frauen vom „Bürgerzentrum Aschenberg“ gemeldet. Sie wollen Spezialitäten aus der Ukraine gegen Spenden abgeben. Die SPD Fulda grillt Würstchen, die gegen Spende abgegeben werden. Von der „AWO“ wird es einen Stand mit Buttons zum Selbermachen geben. Auch Kaffee und Kuchen werden angeboten.

Der gesamte Erlös, wird der Ukraine-Hilfe am Aschenberg für den Kauf von Lebensmitteln und Medikamenten zur Verfügung gestellt. Wer noch einen Stand für den „Markt der Solidarität“ aufbauen möchte, sollte sich beim Verein „Fulda stellt sich quer“ melden.

„Wir als Verein ,Fulda stellt sich quer‘ haben bereits einen Reisebus gebucht, der am 18. März gepackt mit Medikamenten und Lebensmittel an die polnisch-ukrainische Grenze fährt. Dazu brauchen wir noch viele Spenden. Der Bus wird auf dem Rückweg rund 50 Menschen aus der Ukraine mit nach Fulda bringen. Spenden für den Bus kann man auf unserer Homepage, per ,Paypal‘ oder per Überweisung“, so Goerke.

Rubriklistenbild: © Göbel

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