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Hilfe für Jugendliche

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Vogelsbergkreis. Mit noch strkerem Blick auf die Einbindung der Betroffenen wird in unserem Landkreis die Kultur vereinbarter und abgesti

Vogelsbergkreis. Mit noch strkerem Blick auf die Einbindung der Betroffenen wird in unserem Landkreis die Kultur vereinbarter und abgestimmter Zusammenarbeit fortgesetzt." So charakterisiert Landrat Rudolf Marx die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung, die die Erhhung der Lebenschancen von Jugendlichen in Jugendhilfeeinrichtungen zum Ziel hat. Der Weg: die Einrichtungen, die Schulen und das Jugendamt arbeiten nach einem festgelegten und bereits seit 18 Monaten erfolgreich erprobten Modus fachlich vernetzt - immer unter Einbindung des prgenden Lebensfeldes Schule - verlsslich zusammen. Eine hnliche Vereinbarung gibt es seit gut einem Jahr im Bereich Jugendamt/Jugendpsychiatrie/Schule. Beide Vereinbarungen gelten hessenweit als Vorzeigeprojekte. Die Vereinbarung wird getragen vom Landrat, vom Staatlichen Schulamt und der Arbeitsgemeinschaft 78.

Der Landrat, die Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft 78", Elke Hengst, als Vertreterin der Jugendhilfeeinrichtungen, sowie Schulamtsdirektor Rolf Heckeroth betonten anlsslich der Unterzeichnung im Lauterbacher Kreishaus die Besonderheit der Kooperation, die von einem sehr hohen Engagement der beteiligten Fachleute geprgt sei. Hessenweit einzigartig seien vor einigen Monaten im Vorfeld und zur berprfung der Praxistauglichkeit der Vereinbarung ber 80 Pdagogen, Psychologen, Sozialpdagogen, Vertreter des Staatlichen Schulamts und Verwaltungsfachleute im Landratsamt zu einer Arbeitstagung zusammengekommen, um die Praxistauglichkeit der bereits angewandten Methoden - darunter regelmige Fallkonferenzen unter Einbindung der Betroffenen und der Eltern - zu berprfen. Wir wissen also bereits genau, was wir hier vereinbaren - wir haben nicht nur vor, es einmal auszuprobieren", freute sich Dagmar Scherer, Leiterin des Amtes fr Jugend, Familie und Sport.

Sachgebietsleiter Michael Facius hofft nun, alle Vogelsberger Jugendlichen zu erreichen, die derzeit in Vogelsberger Jugendhilfeeinrichtungen leben. Hier mssen auch die Eltern mehr Verantwortung bernehmen", betonte er. Schulamtsdirektor Heckeroth sagte: Unser Staat kann es sich nicht leisten, auch nur einen jungen Menschen zurckzulassen." Es erhhe die Wirksamkeit angewandter Hilfen immens, wenn sich die fachlich Verantwortlichen nicht nur untereinander gut kennen, sondern durch eine Vereinbarung auf Gegenseitigkeit Verlsslichkeit und Verstetigung eintritt.

Viele Jugendliche haben Probleme - in der Schule, im Elternhaus, in Beziehungen, durch schdigende Verhaltensweisen. Wo es viele Probleme gibt, da braucht es komplexe Antworten; am besten Antworten und Manahmen, die gut aufeinander abgestimmt sind und den Jugendlichen - auch fr diesen selbst nachvollziehbar - den grten Nutzen bringen. Fallbezogene Kooperation" nennen das die Fachleute. Dies genau stellt der nun unterzeichnete Kooperationsvertrag sicher.

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