Hochallergen: Heute ist „Internationaler Ambrosiatag”

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Die Ambrosia-Pflanze – hierzulande auch Traubenkraut genannt – breitet sich in Europa immer weiter aus. Sie ruft allergische Reaktionen hervor.

Osthessen. Die Ambrosia-Pflanze – hierzulande auch Traubenkraut genannt – breitet sich in Europa immer weiter aus. Bei der Pflanze, die mit lateinischem Namen "Ambrosia artemisiifolia” heißt, ist hochallergen. Jeder fünfte Europäer und jeder zehnte Deutsche leidet unter einer Allergie gegen die Pollen der Ambrosia. Diese dringen bis in die kleinsten Lungenbläschen ein und können Heuschnupfen, Bindehautentzündung und allergisches Asthma auslösen. Bereits geringe Mengen der Pollen genügen für allergische Reaktionen.

Die Pflanze stammt aus Nordamerika und wurde von dort aus bereits im 19. Jahrhundert unabsichtlich nach Europa gebracht. Sie wächst vorwiegend auf nicht bebautem Gelände, unter anderem an Straßenrändern, Bahndämmen oder Baustellen. Aber auch in Gärten breitet sich das "Unkraut” zunehmend aus. Vor allem durch Vogelfutter, das durch Ambrosia-Samen verunreinigt ist, gelangen diese in heimische Gärten. Laut dem Magazin "Ökotest” aus dem Jahr 2007 waren von 18 getesteten Vogelfutter-Marken nur drei frei von Samen der Ambrosia.

Die Pflanze erreicht hierzulande eine Höhe von bis zu 1,80 Metern. Sie hat einen behaarten Stamm, die Blätter erinnern vom Aussehen an Hanf-Pflanzen. Aus diesem Grund hat sich auch die bezeichnugn "Wilder Hanf” für die Ambrosia eingeschlichen. Eine Pflanze kann bis zu einer Milliarde Pollen freisetzen. Die Blüten sind bis zu 20 Zentimeter lang und erinnern an Trauben.

"Auch der Klimawandel kann die Ausbreitung der hoch allergenen Ambrosia begünstigen. Das zeigt sich in ganz Europa, auch in Deutschland. Gartenbesitzer sollten gegen die Pflanze vorgehen, etwa indem sie die Pflanze den Behörden melden oder die Ambrosia selber ausrupfen." In der Schweiz und Ungarn sind Landbesitzer sogar gesetzlich verpflichtet, das Aufblühen der Pflanze durch rechtzeitiges Ausreißen zu verhindern. In Deutschland wäre eine solche gesetzliche Verpflichtung auf Bundesebene noch zu diskutieren”, sagt Maria Krautzberger, Präsidentin des Umwelt-Bundesamtes.

Am heutigen Samstag ist der "Internationale Ambrosiatag”. Experten raten, die Pflanze auszureißen, bevor sich die Blüten bilden. Das Umweltbundesamt (UBA), das "Julius Kühn-Institut” (JKI), die "Freie Universität Berlin” und die "Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst” (PID) klären gemeinsam auf, wie Ambrosia bekämpft werden kann.

Das "Julius-Kühn-Insititut” gibt folgende Tipps zum Umgang mit der Ambrosia:

Weitere Informationen gibt es unter anderem auf www.ambrosia.de im Internet.

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