Höfische Jagd in Hessen: Zeitvertreib der Herrscher

Sonderausstellung zum Thema "Höfische Jagd in Hessen" in Schloss Fasanerie.
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Sonderausstellung zum Thema "Höfische Jagd in Hessen" in Schloss Fasanerie.
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Sonderausstellung zum Thema "Höfische Jagd in Hessen" in Schloss Fasanerie.

Im Badehaus an Schloss Fasanerie ist heute die Ausstellung "Höfische Jagd in Hessen" eröffnet worden.

Eichenzell - "Höfische Jagd in Hessen - Ereignis, Privileg, Vergnügen" lautet der Titel einer neuen Sonderausstellung im Badehaus von "Schloss Fasanerie" bei Eichenzell. Seite dem heutigen 13. Mai bis zum 5. November sind rund 150 Exponate zu sehen, die sich mit der Jagd auseinandersetzen. "Es geht um 300 Jahre Jagdgeschichte. Nicht um die Frage, ob die Jagd heute sinnvoll ist oder nicht", sagte Museumsdirektor Dr. Markus Miller während eines Pressetermins vor der offiziellen Eröffnung. "Wir gehen der Frage nach, welche Bedeutung die Jagd früher für die höfische Gesellschaft hatte", sagt er.

In acht Räumen sind ausgewählte Exponate ausgestellt, die aufzeigen, wie die Herrschaften der Vergangenheit ihren Hobby nachgingen. Es geht alleine um die Jagd in Hessen. Dazu kooperiert Schloss Fasanerie mit dem "Museum Jagdschloss Kranichstein" in Darmstadt und dem "Hessischen Landesmuseum" in Kassel. Leihgaben aus diesen beiden Museen und eigene Exponate der Fasanerie sind enthalten.

Anhand von sechs historischen Jagdereignissen, die von zeitgenössischen Malern in Bildern festgehalten wurden, Utensilien und Waffen sowie "Beutelisten" und Presseberichte, gibt die Ausstellung einen Einblick in die Höfische Jagd. Auch die verschiedenen Arten der Jagd - von der Eingestellten Jagd" bis hin zur französischen Parforce-Jagd werden aufgezeigt. Die höfischen Jagden wurden auch zu repräsentativen Zwecken veranstaltet - beispielsweise, weil die englische Königin Elizabeth I. Patentante der Tochter von Landgraf Moritz von Hessen wurde. Dazu lud der Herrscher die englischen Gesandten 1596 zu einer Jagd um die nordhessische "Sababurg" ein.

Zahlreiche Waffen sind ebenfalls im Badehaus zu sehen. "Manche sind allerdings so kunstvoll ausgestattet und verziert, dass sie möglicherweise gar nicht im Einsatz waren, sondern als Kunstgegenstände dienten", sagte Miller. Intarsien aus Elfenbein und detaillierte Malereien auf Büchsen und Schwertern können in "Fasanerie" bewundert werden.

Ein Raum des Museum widmet sich einer Jagd, die Carl von Hessen 1687 veranstaltete. Rund um das Schloss Eichhof bei Bad Hersfeld gab es damals noch Auerhähne, die Carl und seine Hofgesellschaft jagten. "Heute gibt es kaum noch Auerhähne in der Region. Durch die vielen Wildschweine haben die Bodenbrüter keine Chance", sagte der Museumsdirektor. Auch die Jagd mit Falken ist anhand einer von Landgraf Friedrich II. von Hessen im nordhessischen Wabern dargestellt. Ein Gemälde von Johann Heinrich Tischbein mit dem Landgrafen auf Reiherjagd zeugt vom großen gesellschaftlichen Wert dieser Ereignisse. "Die Landgrafen nahmen ihre eigenen Maler mit, um die Jagden bildlich festzuhalten", erläuterte der Museumsdirektor.

Für die großen und langen Waffen mussten von den Museumsmitarbeitern eigene Vitrinen gebaut werden, so Miller. Die Planungen für diese Ausstellung liefen bereits seit dem Frühjahr 2016, die Aufbauarbeiten nahmen rund zwei Monate in Anspruch. Nach dem 5. November reist die Sonderausstellung dann ins "Jagdschloss Kranichstein" und im Jahr 2019 ins "Hessische Landesmuseum" in Kassel. Die Ausstellung im Badehaus von "Schloss Fasanerie" ist dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt sechs Euro für Erwachsene und drei Euro für Schüler.

Passend zur Sonderausstellung werden auf "Fasanerie" vom 3. Juni bis zum 5. November Schlossführungen mit dem Titel "Falkenjagd im Barock" angeboten. Das Schloss-Restaurant bietet an sieben Terminen ein "Hubertus-Dinner" mit heimischen Wild-Spezialitäten in barockem Ambiente an. Und am 24. September stehen beim "Tag der Jagd" eine Greifvogel-Schau, Jagdhornmusik, eine Schauschleppe und Bogenschießen auf dem Programm an "Hessens schönstem Barockschloss".

Weitere Informationen gibt es unter www.schloss-fasanerie.de im Internet.

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