Hoffnung auf kühlen, feuchten Sommer

Die Nachfrage nach Holz hat im laufenden Jahr stark angezogen.
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Die Nachfrage nach Holz hat im laufenden Jahr stark angezogen.

Betriebsergebnis des Hünfelder Stadtwaldes ausgeglichen / Fortschreiten des Schadensbildes befürchtet

Hünfeld. Trotz der Borkenkäferplage und Trockenheitsschäden hat der Hünfelder Stadtwald mit seinen über 700 Hektar Flächen im vergangenen Jahr ein ausgeglichenes Betriebsergebnis erzielt. Dies geht aus der Vorlage des Jahresberichtes von Hessen Forst an den Magistrat der Stadt Hünfeld hervor, teilt Bürgermeister Benjamin Tschesnok mit.

Die Erlöse aus Holzverkäufen betrugen gut 123.000 Euro, aus Jagdverpachtung wurden über 3.800 Euro eingenommen und als Fördergelder des Landes und Bundes nahm die Stadt über 25.000 Euro ein. Dem stehen Aufwendungen in vergleichbarer Höhe gegenüber. Rund 84.000 Euro mussten für den Unternehmereinsatz beim Einschlagen, Rücken und Lagern des Holzes gezahlt werden, für die Verjüngung von Kulturen wandte die Stadt Hünfeld rund 3.800 Euro auf und für die Beförderung, den Wegebau und die Betriebsaufwendungen waren rund 60.000 Euro erforderlich.

Zwar ist die Nachfrage nach Holz im laufenden Jahr stark angezogen, allerdings gab es in den Vorjahren große Probleme beim Mengenabsatz, insbesondere durch Kalamitätsholz nach Borkenkäferbefall. Vermehrt wurde auch ein Absterben stattlicher Buchen beobachtet. Dies ist aus Sicht des Forstamtes Burghaun, das für die Stadt Hünfeld die Beförsterung wahrnahm, insbesondere auf die extreme Trockenheit der letzten drei Jahre zurückzuführen. Hitze und fehlender Regen machten sich mittlerweile auch in tiefen Bodenschichten bemerkbar und sorgten für eine Verschlechterung der Vitalität verschiedener Baumarten.

Diese Trockenheit trage auch dazu bei, dass sich der Borkenkäfer weiter ausbreite, heißt es in dem Bericht des Forstamtes. Die warmen und trockenen Witterungsbedingungen hätten dem Borkenkäfer ideale Ausbreitungsmöglichkeiten geboten, da die geschwächten Bäume den Käfer durch Ausharzen nicht abwehren konnten. Dennoch sei es dem Forstamt relativ gut gelungen, trotz extrem schwieriger Absatzsituation in den vergangenen drei Jahren auch Kalamitätsholz vermarkten zu können, heißt es in dem Jahresbericht..

Für das laufende Jahr fürchtet das Forstamt, dass der Borkenkäfer sich weiter ausbreiten wird. Der weitere Witterungsverlauf, insbesondere in den Monaten Juni bis August, habe entscheidenden Anteil, ob es den Käferlarven gelingen werde, sich in weitere gesunde Fichten einbohren zu können. Deshalb hoffen die Forstleute auf eine kühle und feuchte Witterung, damit sich die Bestände langsam erholen können oder zumindest die Schäden nicht weiter exponentiell steigen.

Durch die vorzeitige Holzernte entstehenden Freiflächen müssen wieder bewaldet oder der standortgerechten Naturverjüngung überlassen werden. Dies führe zu erheblichen Kosten für die Waldbesitzer, die die Betriebsergebnisse auch in Zukunft belasten würden.

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