Hohe Waldbrandgefahr: Alarmstufe A für Forstverwaltung / Fragen an Fuldas Kreisbrandinspektor

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Bei dieser Witterung ist die Gefahr von Waldbränden besonders groß

Die für das Wochenende angekündigten Niederschläge sollen die Situation nicht maßgeblich entschärfen

Fulda - Durch das Andauern der Schönwetterphase mit Temperaturen von über 30 Grad und ausbleibenden Niederschlägen beziehungsweise nur lokal begrenzten gewittrigen Niederschlägen verstärkt sich die Waldbrandgefahr in Hessen wieder deutlich. Große Teile Hessens sind seit längerem ohne ergiebige Niederschläge geblieben.

Für die nächsten Tage besteht nach aktuellen Prognosedaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in weiten Teilen Hessens hohe Waldbrandgefahr. Die für das kommende Wochenende vorhergesagten, gewittrigen Niederschläge führen nach erster Einschätzung zu keiner anhaltenden Verbesserung der Situation.

Das Hessische Umweltministerium hat daher ab Dienstag die erste von zwei Alarmstufen, Alarmstufe A, für die Forstverwaltung in Hessen ausgelöst. Die Aussicht auf ein Anhalten der Wetterlage ohne größere landesweite Niederschläge bei weiterhin hohen Temperaturen, sowie eine Zunahme des Waldbrandgeschehens macht diesen vorsorgenden Schritt erforderlich.

Mit dem Ausrufen der zweithöchsten Alarmstufe wird unter anderem sichergestellt, dass die besonders gefährdeten Waldbereiche verstärkt überwacht werden. Die Forstverwaltung stellt zudem die technische Einsatzbereitschaft sicher und intensiviert den Kontakt zu den örtlichen Brandschutzdienststellen. In besonders brandgefährdeten Waldgebieten beziehungsweise Waldrandbereichen kann es zur Schließung von Grillstellen kommen. Auch die vorübergehende Sperrung von Waldwegen und Waldflächen ist nicht ausgeschlossen. Für diese Maßnahmen wird die Bevölkerung bereits jetzt um Verständnis gebeten.

Mit dieser Thematik hat sich "Fulda aktuell" an den Fuldaer Kreisbrandinspektor Adrian Vogler gewandt. Nachfolgend auszugsweise Fragen und Antworten:

FA: Welche Verhaltensmaßregeln sollten besonders in Natur/Wald befolgt werden?

Vogler: Auf keinen Fall sollten Zigaretten in die Wiese oder in das Feld geworfen werden. Es sollte vermieden werden, mit Pkws auf Feldwegen zu fahren, um eine Brandentstehung zu vermeiden.

FA: Ist auch im privaten Bereich (beispielsweise beim Grillen) besondere Vorsicht geboten?

Vogler:  Auch im privaten Bereich ist aktuell besondere Vorsicht geboten. So sollte sich die Bevölkerung bei der jeweiligen Kommune informieren, ob Grillplätze im öffentlichen Bereich genutzt werden dürfen. Zudem wird darum gebeten, dass die Bevölkerung Entstehungsbrände in Wäldern oder der Flur frühzeitig an die Leitstelle des Landkreises Fulda unter der Notrufnummer 112 meldet.

FA: Ist bei den heimischen Feuerwehren derzeit besondere (Alarm)-Bereitschaft gegeben?

Vogler:  Die Feuerwehren im Landkreis Fulda sind für die Bevölkerung unabhängig von der Gefahrenlage jederzeit einsatzbereit. Weiterhin bilden sich die ehrenamtlichen Kameraden unabhängig von möglichen Szenarien auf die bevorstehenden möglichen Einsatzlagen fort.

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