Künstler-Treffen: „Holzwurm Hans” als lebendiges Vortrags-Thema

Gebannt lauschten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher dem Schriftsteller Wolfgang Lambrecht und dem Illustrator Patrick Romanowski.
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Gebannt lauschten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher dem Schriftsteller Wolfgang Lambrecht und dem Illustrator Patrick Romanowski.
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Gebannt lauschten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher dem Schriftsteller Wolfgang Lambrecht und dem Illustrator Patrick Romanowski.

Schriftsteller Wolfgang Lambrecht und Illustrator Patrick Romanowski hielten einen lebendigen Vortrag in der Hünfelder „Konrad-Zuse-Schule”.

Hünfeld. „Bücher spielen eine große Rolle im Leben von Erzieherinnen und Erziehern”, sagt Lehrerin Janina Hohmann von der „Konrad-Zuse-Schule”  in Hünfeld. Dorthin hatte sie den Schriftsteller Wolfgang Lambrecht („Herr Bombelmann”) aus Neuhof und den Illustrator Patrick Romanowski aus Fulda eingeladen, um vor zwei Erzieher-Schulklassen „ein bisschen aus dem Nähkästchen” zu plaudern. Denn die Studierenden behandeln mit Hohmann gerade das Thema „Literacy”, also Lesen, Schreiben, Sinnverständnis und Schriftsprachenkompetenz für Kinder.

„Den kenne ich auch!”

So war das Duo am Montagmorgen nach Hünfeld gereist, um den Studierenden zwischen 19 und 30 Jahren aus zwei Klassen einen Einblick in ihre Arbeit zu geben. „Oh, der Herr Bombelmann!” oder „Den kenne ich auch!” riefen die angehenden Erzieherinnen und zauberten damit ein Lächeln auf Lambrechts Gesicht. „Leserinnen der ersten Stunde”, meinte er schmunzelnd.

Das neue Buch „Der Holzwurm Hans” ist fertig geschrieben und Romanowski arbeitet in jeder freien Minute an den Illustrationen. „Ich habe nämlich auch noch einen anderen Beruf”, sagte er. Aufgrund der Zusammenarbeit von „Fulda aktuell” mit Romanowski für die Weihnachtsgeschichte kam der Kontakt zwischen Autor und Illustrator zu Stande („Fulda aktuell” berichtete).

„Die Illustrierung eines kompletten Kinderbuches ist für mich die Erfüllung eines Lebenstraumes”, sagte Romanowski. Gelernt hat er das Zeichnen von der Pike auf mit Stift und Papier, doch heute nutzt er die Möglichkeiten, die die digitale Technik bietet. „Ich zeichne ausschließlich mit Tablet und digitalem Stift”, erläuterte er den Studierenden. Das sei einfacher und Korrekturen ließen sich so viel leichter ausführen. „Gleiches gilt für mich”, fügte Lambrecht an. Denn beim Schreiben am Computer müsse man nicht durchstreichen und Anmerkungen mit Sternchen versehen. „Beim digitalen Zeichnen habe ich den kompletten Malkasten mit allen nötigen Utensilien immer in der Tasche mit dabei”, lobte der Illustrator die moderne Technik.

Figur live gezeichnet

Vor der Fragerunde las Wolfgang Lambrecht einige Passagen aus dem noch unveröffentlichten Buch „Der Holzwurm Hans” vor. Lebendig und lustig war es, denn Lambrecht formte die verschiedenen Holzwurm-Charaktere mit seiner Stimme. Beim Sheriff im Wilden Westen angekommen waren dann die Studierenden an der Reihe: „Wir möchten mit euch eine Figur aus dem Buch bildlich erschaffen”, riefen die beiden Protagonisten den Zuhörern zu. Ziel war es, einen Sheriff zu skizzieren. 

„Er muss einen dicken Bauch haben”, „Und einen fetten Schnäuzer”, „Weste und kariertes Hemd”, „Und Sporen an den Stiefeln”, kamen die Ideen aus den Reihen der Studierenden. Mittels iPad und Whiteboard skizzierte Romanowski einen Sheriff nach den Ideen der angehenden Erzieherinnen. „Der gefällt mir”, erklärten die beiden Vortragenden übereinstimmend. Und so kann es sein, dass der in der „Konrad-Zuse-Schule” kreierte Sheriff tatsächlich den Weg in „Der Holzwurm Hans” finden wird.

"Schreibt eure Ideen auf"

Am Ende riet Lambrecht den Studierenden, kreative Ideen immer aufzuschreiben. „Notiert es und legt es in den Schrank, um es für die Nachwelt aufzubewahren”, sagte er. Denn Ideen, die nicht notiert würden, seien für immer verschwunden.

Nach rund zwei unterhaltsamen und lehrreichen Stunden verabschiedeten sich die beiden Künstler, um sich weiter in die Arbeit am „Holzwurm Hans” zu vertiefen. Denn das Buch soll noch in diesem Sommer auf den Markt kommen. Damit „Herr Bombelmann” nach dem siebten Band nicht ganz aus der Welt verschwindet, arbeitet Lambrecht derzeit noch an einem Weihnachtsbuch mit dem Sympathieträger mit Hut.

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