In Hünfeld wird es keine Fastnacht in den Straßen und in Sälen geben

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Narren stehen zusammen: Kampagne 2020/2021 in Konrad-Zuse-Stadt abgesagt

Hünfeld - Auch in der Krise stehen die Narren zusammen: Einhellig haben sich alle Vereine und Veranstalter in einer Zusammenkunft mit Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok dafür ausgesprochen, sowohl zum 11.11. als auch in der Kampagne nach dem Jahreswechsel alle Saal- und Straßenveranstaltungen abzusagen, um die Gäste keinem Infektionsrisiko auszusetzen.

Die Diskussion, zu der der Bürgermeister am Donnerstagabend eingeladen hatte, sei sehr verantwortungsvoll gewesen, betont Tschesnok. Es habe einen breiten Konsens gegeben, dass solche Veranstaltungen im Angesicht der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden könnten. Auch wenn so manches Narrenherz blute, der Schutz der Gäste bei solchen Veranstaltungen habe ganz einfach Vorrang, seien sich die Teilnehmer einig gewesen, erklärte Tschesnok. Narren stünden auch in der Krise zusammen, hielten aber den nötigen Abstand.

Umso mehr freue es ihn, dass am Vorabend bereits der Haupt- und Finanzausschuss grünes Licht für eine Initiative aus der Stadtverordnetenversammlung gegeben habe, dass Vereine, die vertragliche oder finanzielle Verpflichtungen eingegangen seien, beispielsweise durch das Buchen von Bands, nicht im Regen stehen gelassen werden sollen. Dort, wo die Vereine in finanzielle Probleme geraten könnten, wolle die Stadt helfen.

Eingeladen zu der Zusammenkunft waren neben den Fastnachtsvereinen aus dem Buchfinkenland, Malges, Mackenzell, Nüst und Hünfeld auch alle anderen Veranstalter, die traditionell Fastnachtsveranstaltungen in der närrischen Zeit ausrichten. Der traditionelle Umzug in Nüst werde statt 2021 dann 2022 stattfinden. Es bleibe bei der vereinbarten Reihenfolge der Fastnachtsumzüge in Nüst, Mackenzell und Rückers. Diese Entscheidung sei sicher sehr schmerzvoll, betonte Tschesnok, aber es spreche für das große Verantwortungsgefühl der Vereine.

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