Hünfelder Bahnhof wird jetzt per Kamera überwacht

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Hünfeld. Bürgermeister Fennel traf sich mit Polizei und Ordnungsbehörde zum Jahresgespräch.

Hünfeld. Der neu gestaltete Hünfelder Bahnhof soll ein Schwerpunkt in der gemeinsamen Überwachung von Ordnungsbehörde, Polizei und Bundespolizei werden. Wie Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel im Anschluss an das Jahresgespräch mit der Polizeistation Hünfeld mitteilte, ist dazu auch eine Videoüberwachung der neuen Unterführung geplant, um sowohl die objektive Sicherheitslage als auch das subjektive Sicherheitsempfinden zu verbessern.

Im Rahmen des Gesprächs, an dem auch Dr. Fennels Amtsnachfolger Stefan Schwenk sowie Thomas Henkel und Bastian Bayer von der Ordnungsbehörde der Stadt Hünfeld, der Leiter der Polizeistation Hünfeld, Gerhard Hohmann, und seine Stellvertreterin Karin Janßen teilnahmen, berichtete Henkel von den Vereinbarungen, die mit der Bahn und der Bundespolizei gegenwärtig getroffen würden. Wichtig ist aus Sicht von Dr. Fennel diese Videoüberwachung auch, da diese Unterführung nicht nur für den Bahnbetrieb selbst, sondern auch als Verbindungsweg zu den westlich der Stadt gelegenen Wohnquartieren benutzt werde.

Insgesamt, so das Gesprächsergebnis, ist die Sicherheitslage in Hünfeld sogar ausgesprochen gut. Die exakten Zahlen zur Kriminalitätsentwicklung würden zwar erst im Frühjahr durch den Hessischen Innenminister veröffentlicht, dennoch zeichne sich schon heute ab, dass der Trend bei der geringen Kriminalitätsentwicklung in der Region und der hohen Aufklärungsquote weiter anhalte. Auch das Unfallgeschehen ist weiter rückläufig. Wurden in den 80-er Jahren noch jährlich 1 000 Unfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizeistation Hünfeld registriert, waren es vor zehn nur noch 800 und gegenwärtig rund 600. Auffällig ist dabei eine hohe Zahl an Wildunfällen mit rund 220 Fällen. Intensiven Wert legt die Polizei auch auf die Aufklärung von Unfallfluchten mit rund 120 Fällen pro Jahr. Allerdings gibt es bei diesem Thema eine hohe Aufklärungsquote. Einfach weg fahren lohne sich nicht, so der Apell Hohmans von der Polizeistation.

Weitgehend verschont blieb das Hünfelder Land nach Angaben der Polizei von der Zunahme von Wohnungseinbrüchen, die vor allem im Bereich Bad Hersfeld und Fulda verzeichnet werden mussten. Er hoffe, dass sich die intensive Überwachung und Präsenz der Polizei bei diesem Thema weiterhin auszahle, erklärte Hohmann.

Erfreuliches konnte Hohmann auch über die Personalsituation seiner Dienststelle berichten. Zwar seien einige erfahrene Beamte in den Ruhestand gegangen, die Stellen seien allerdings durch junge Kollegen nachbesetzt worden. Gegenwärtig ist die Polizeistation Hünfeld im ehemaligen St. Ulrichheim untergebracht, weil die Dienststelle von Grund auf saniert wird. Die Arbeiten sollen bis Ende Mai so weit fortgeschritten sein, dass die Beamten wieder in ihr angestammtes Domizil zurückziehen können.

Besonders beschäftigt hatte die Polizei in den zurückliegenden Monaten eine Serie von Diebstählen aus abgestellten PKW im Hünfelder Stadtgebiet. Ein Tatverdächtiger konnte aber mittlerweile ermittelt werden. Die Staatsanwaltschaft Fulda wird über en weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden. Einen besonderen Schwerpunkt setzen die Beamten im Bereich der Alkohol- und Drogenfahrten. Durch die verstärkten Überwachungen seien auch mehr Fälle von Fahrten unter Betäubungsmitteleinfluss festgestellt worden. Dies reiche von der Einnahme von Cannabis bis hin zum Fahren unter chemischen Betäubungsmitteln.

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