Hünfelder Bundespolizisten im weltweiten Einsatz

Beispiele aus Albanien, Mali, Saudi-Arabien:  Außergewöhnliche Verwendungen von Hünfelder Bundespolizei-Beamten

Hünfeld - Polizeioberkommissar Thorsten Geißler grüßt aus Albanien per E-Mail seine Kollegen in der Heimat. Im Text finden sich allerdings keine Urlaubsgrüße, sondern ein kurzer Bericht über seine aktuelle Aufgabe bei FRONTEX. Denn seinen regulären Dienstort bei der Hünfelder Bundespolizeiabteilung hat der Bundespolizist aktuell gegen den in der Mail benannten Grenzübergang bei Gjirokaster getauscht.

Seit 16. Juni verrichtet Geißler seinen Dienst gemeinsam mit Kollegen in einem aus Albanern, Deutschen, Esten, Letten Österreichern, Rumänen und Tschechen bestehenden Schichtteam am „Border Crossing Point“ (Grenzübergang) Kakavie. Trotz Schichtdienst mit zwölf Stunden Dauer und enormer Hitze von 35 bis 40 Grad tagsüber ist er von der Aufgabe und der Zusammenarbeit begeistert.

Der dreimonatige FRONTEX-Einsatz mit dem Auftrag zur Überwachung der Grenze zwischen Albanien und Grie-chenland zur Verhinderung illegaler Grenzübertritte, ist eine von vielen Verwendungen der Bundespolizei im Ausland. In den letzten anderthalb Jahren waren von der Bundespolizeiabteilung Hünfeld zwölf Beamte und Beamtinnen für FRONTEX im Einsatz.

Ob als Sicherheitsberater oder Sicherheitskraft an deutschen Auslandsvertretungen, Trainingsexperte oder Kurzzeitexperte, Personenbegleiter Luft oder Polizeibeamter im FRONTEX-Einsatz an den Grenzen Europas, die Hünfelder Bundespolizisten sind weltweit im Einsatz und vertreten die Interessen der Bundesrepublik Deutschland mit großem Engagement.

Diese außergewöhnlichen Verwendungen, die Bundespolizisten als Teil Ihrer Polizeiarbeit auf freiwilliger Basis erbringen, ist ein wichtiger Bestandteil der internationalen Sicherheitsaufgaben, für welche die Bundespolizei die Verantwortung trägt.

So verrichtet Polizeihauptkommissar Bernd Trautwein nach über 1000 Tagen Auslandseinsatz nun wieder seinen Dienst bei der Hünfelder Abteilung. Er war bei seiner Verwendung als regionaler Sicherheitsberater an der deutschen Botschaft Bamako in Mali eingesetzt, zuständig in Westafrika in mehreren Ländern des französischsprachigen Sahel-Gürtels für die dortigen deutschen Auslandsvertretungen. Ein weiterer Hünfelder Kollege ist seit 2016 bis heute an der deutschen Auslandsvertretung in Guatemala City ebenfalls als Sicher-heitsberater mit einem umfangreichen Aufgabengebiet ein-gesetzt.

Die Vielfalt der Aufgabenwahrnehmungen reizt auch Polizeihauptkommissar Dirk Thiedemann, immer wieder. Als Trainingsexperte in Saudi-Arabien zur Modernisierung des Saudi-Arabischen Grenzschutzes wird er seit mehreren Jahren immer wieder zu Kurzzeiteinsätzen abgerufen. In Kürze wird er erneut, diesmal langfristig in der Hauptstadt Riad für die Fortbildung der dortigen Grenzpolizeikräfte eingesetzt. Weitere, sogenannte Kurzzeitexperten der Hünfelder Abteilung, leiten die verschiedensten Fortbildungen für die Dauer von ca. zwei Wochen unter anderem in Tunesien mit der dortigen Nationalgarde.

Ganz außergewöhnliche Aufgaben leistet Polizeihauptmeister Stefan Günther. Er war für die Bundespolizei bereits mehrmals im Rahmen eines humanitären Aufnahmeverfahrens (Resettlement) des UNHCR als Entscheidungsbeamter in Afrika unterwegs. Schutzsuchende aus Flüchtlings Camps, die sich beim UNHCR registrieren, stellen sich dabei einem besonderen international geregelten Registrierungs- und Anerkennungsverfahren des UNHCR. Es wird dabei überprüft, ob für sie eine Rückkehr in die Heimat möglich ist, eine Ansiedlung im Erstaufnahmeland in Frage kommt oder nur das Resettlement in einen anderen Aufnahmestaat wie Deutschland eine Lebensperspektive bietet. Aktuell ist Günther noch bis Mitte September an der griechischen-türkischen Grenze im FRONTEX Einsatz. 

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