Hygiene ist das A und O: Bundesweite Grippewelle erreicht nun auch Osthessen

Die Grippe-Karte des "Robert-Koch-Instituts" ist derzeit tiefrot: Die Praxen sind voll mit Grippe-Patienten.

Osthessen - Vielerorts ist momentan Erkältungszeit. Grippe, Erkältung, Schnupfen und Husten – vor allem in den Arztpraxen der Region sitzen viele Menschen, die sich irgendwo angesteckt haben. „Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen ist in der achten Kalenderwoche 2018 bundesweit deutlich gestiegen“, heißt es vom „Robert-Koch-Institut“ (RKI). In Hessen starben seit Jahresbeginn bisher sechs Menschen an Folgen einer Grippe-Erkrankung.

Viele Ärzte empfehlen auch jetzt noch eine Impfung gegen die Grippe. Die „Ständige Impfkommission“ (STIKO) hat ihre Influenzaimpfempfehlung und empfiehlt für die Impfung gegen saisonale Influenza einen Vierfach-Impfstoff mit aktueller, von der „Weltgesundheitsorganisation“ (WHO) empfohlenen Antigenkombination. Vor allem ältere Menschen, Schwangere und chronisch Kranke – die so genannten Risikogruppen – wären mit einer Impfung gegen die Grippe gut beraten.

Grippe kommt plötzlich

Wichtig ist, dass man den Unterschied zwischen einer Influenza („Grippe“) und einer Erkältung selbst erkennen kann. „Eine echte Grippe kommt meist sehr plötzlich – manchmal innerhalb weniger Stunden. Sie macht sich durch Schüttelfrost und hohes Fieber bemerkbar. Halsschmerzen, eine laufende Nase, Husten und tränende Augen sind häufig die Begleiterscheinungen. Die meisten Betroffenen verspüren ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl im ganzen Körper. Hinzu kommen meist noch Übelkeit, Kopf- und Gliederschmerzen“, heißt es beim „VerbraucherFenster Hessen“ des Hessischen Sozialministeriums.

Die Erkältung

„Die Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, beginnt im Gegensatz zur Grippe, die meist plötzlich auftritt, mit einem Kratzen im Hals, später kommen Husten und Schnupfen dazu. Die Betroffenen fühlen sich müde und abgeschlagen. Sie klagen teils auch über Kopfschmerzen und Fieber. Im Gegensatz zur Grippeerkrankung, die zwei Wochen dauern kann, klingen die Erkältungssymptome meist nach ein paar Tagen ab“, heißt es weiter. „In 2018 wurden bisher 2.712 Fälle gemeldet“, heißt es aus dem Ministerium.

Vor Ansteckung schützen

Wer in dieser Zeit, in der Erkältungen und Grippeerkrankungen wetterbedingt besonders verbreitet sind, nicht erkranken möchte, sollte einige Tipps beachten und sich so vor einer Ansteckung schützen. Hessens Sozialminister Stefan Grüttner appelliert an die Bevölkerung, einen „konsequenten Mehraufwand an Hygiene“ sowie „weniger Körperkontakt wie Händeschütteln“ walten zu lassen.

„Waschen Sie generell ihre Hände häufiger und gründlich mit Seife mindestens zwei Minuten. Und wenn bereits jemand im Umfeld erkrankt ist, sollte man engen Kontakt vermeiden, das verringert die Gefahr der Ansteckung“, so Grüttner. Derzeit sei die Erkrankungsrate in Hessen noch nicht so hoch wie im Winter 2016/2017, viele hessische Kliniken seien aber „stark beansprucht“.

Hygiene-Tipps

Osthessen. Folgende Tipps können das Risiko minimieren, an einer Grippe oder einer Erkältung zu erkranken. Dieses Tipps gibt das Online-Portal www.infektionsschutz.de .

• Waschen Sie sich gründlich die Hände mit Wasser und Seife! Trocknen Sie die Hände nach dem Waschen sorgfältig mit einem sauberen Tuch ab. Besonders dann, wenn Sie Kontakt zu Erkrankten hatten oder mit Gegenständen die Erkrankte berührt haben.

• Berühren Sie so wenig wie möglich mit Ihren Händen die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase.

• Meiden Sie bei Grippewellen möglichst Händeschütteln und halten Sie Abstand zu niesenden oder hustenden Personen.

• Vermeiden Sie nach Möglichkeit engen Kontakt zu Erkrankten, auch im häuslichen Umfeld.

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