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IHK, Landkreis und Stadt starten neues Prädikat zum Schutz der Nacht


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Die ersten Prädikatsträger mit den Initiatoren des Projekts (von links):   Andreas Rau (Fuldaer Haus), Ronny Heiland (RhönSprudel), Svenja Glas (Kneshecke), Sabine Frank (Landkreis Fulda), Michael Konow (IHK Fulda), Mark Rehm (Edeka), Bernhard Pilz (FCN) und Marcel Ciré (Stadt Fulda)
Die ersten Prädikatsträger mit den Initiatoren des Projekts (von links): Andreas Rau (Fuldaer Haus), Ronny Heiland (RhönSprudel), Svenja Glas (Kneshecke), Sabine Frank (Landkreis Fulda), Michael Konow (IHK Fulda), Mark Rehm (Edeka), Bernhard Pilz (FCN) und Marcel Ciré (Stadt Fulda) © IHK Fulda

Zur „Earth Hour“ am heutigen 26. März schaltet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Fulda nicht nur symbolisch für eine Stunde ihre Lichter aus, sondern geht zudem mit einem deutlich nachhaltigeren Projekt an den Start

Fulda Gemeinsam mit Stadt und Landkreis Fulda hat die IHK das deutschlandweit einmalige Prädikat #lichtbewusstsein entwickelt und bereits an die ersten sechs Unternehmen verliehen.

Mit dem neuen Prädikat #lichtbewusstsein ehren die Initiatoren regionale Betriebe, die sich aktiv für den Schutz des Nachthimmels einsetzen und damit einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität, Energieeinsparung sowie zu einer ästhetischen Nachtlandschaft leisten. Als die ersten sechs Licht-Pioniere wurden kürzlich das Fuldaer Haus in Poppenhausen, Edeka Andre Fleck aus Hofbieber sowie die Edeka-Märkte Mark Rehm aus Gersfeld und Hilders, Franz Carl Nüdling Basaltwerke aus Fulda, die Kneshecke aus Friesenhausen sowie der MineralBrunnen RhönSprudel aus Weyhers ausgezeichnet.

„Mit unserer ersten Prädikatisierungsrunde fällt der Startschuss zum Schutz des natürlichen Nachthimmels, für den wir uns gemeinsam mit Stadt und Landkreis Fulda einsetzen möchten. Unser Ziel ist es, die regionale Wirtschaft für das so wichtige Thema der Lichtverschmutzung zu sensibilisieren und sie zu motivieren, aktiv dagegen vorzugehen, indem sie ihre Beleuchtung im Sinne von Natur- und Artenschutz anpassen“, berichtet Marie Farnung, Projektverantwortliche bei der IHK Fulda, über das Ziel des Projektes #lichtbewusstsein.

„Die momentan stark vorherrschende künstliche Aufhellung der Nacht – auch Lichtverschmutzung genannt – beeinträchtigt nachweislich die Lebensweisen von tag- und nachtaktiven Tieren“, erklärt Sabine Frank, Sternenparkkoordinatorin des Landkreises Fulda die Hintergründe. „Insbesondere sind Insekten betroffen, deren volkswirtschaftliche Bestäubungsleistung längst anerkannt ist. Doch auch der Mensch leidet: Mit falschem Licht zur falschen Zeit gerät der Tag-Nacht-Rhythmus durcheinander. Hinzu kommt der Verlust des faszinierenden Naturschauspiels eines sternreichen Himmels, der allen Menschen kostenlos unabhängig vom Einkommen zugänglich ist und sich als Mehrwert der Region etabliert hat.“

„Wir freuen uns, wenn wir mit unserer Aktion noch viele weitere Unternehmen der Region Fulda erreichen und sie dazu motivieren können, sich für das Prädikat zu bewerben“, so Marcel Ciré, Vertreter der Sternenstadt Fulda.

Mehr zum Thema Lichtverschmutzung, dem Prädikat und zur Anmeldung findet sich unter www.ihk-fulda.de/lichtbewusstsein

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