IHK-Neujahrsempfang: Familie als Wert

Fulda. Zum traditionellen Neujahrsempfang im Frstensaal des Fuldaer Stadtschlosses hie IHK-Prsident Helmut Sorg am Freitagabend zah

Fulda. Zum traditionellen Neujahrsempfang im Frstensaal des Fuldaer Stadtschlosses hie IHK-Prsident Helmut Sorg am Freitagabend zahlreiche Kammer-Mitglieder, Unternehmer, Abgeordnete, Vertreter von Kirchen, Schulen, Behrden und als Ehrengste und Festredner den Hessischen Wirtschaftminister Dr. Alois Rhiel, Landrat Bernd Woide sowie den Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Dr. Frank Schirrmacher, willkommen.

Demographischer Wandel

Der befasste sich in seinem Referat vor allem mit den Hauptthemen Demographischer Wandel und der Familie als Wert. Schirrmacher ist aber nicht nur Mitherausgeber einer der fhrenden deutschen Tageszeitungen, sondern als Buchautor ber die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Sein von ihm 2004 verffentlichtes Werk Das Methusalem-Komplott hat sich ber lngere Zeit einen festen Platz auf den Bestseller-Listen erobert.

Sorg konstatierte, dass die deutsche Wirtschaft inzwischen wieder in einer erfreulichen Verfassung sei, das Negativ-Attribut chronisch kranker Mann Europas nicht mehr gelte und man unterdessen wieder von einem Aufschwung und wirtschaftlicher Dynamik sprechen knne. Vergleiche man die bundesweiten Arbeitsmarktdaten mit der Situation in der Wirtschaftsregion Fulda, dann seien die hiesigen Zahlen sogar noch deutlich besser.

Dies gelte besonders fr den Sektor Ausbildung. Im Verantwortungsbereich der IHK Fulda absolvierten im vergangenen Jahr 1.223 Jugendliche erfolgreich ihre Abschlussprfung. Dies ist eine Steigerung von sage und schreibe 17,8 Prozent gegenber dem Vorjahr. Das beste Ergebnis, das wir je in unserem Kammerbezirk aufweisen konnten, verkndete Sorg stolz. Solidaritt mit der jungen Generation das ist langfristig unser wichtigstes Kapaital. Denn qualifizierter Nachwuchs sichert die knftige Wettbewerbwsfhigkeit. Qualifizierter Nachwuchs entscheidet damit ber die Zukunft der Wirtschaft und letztlich unserer Demokratie.

Aber auch ltere Arbeitnehmer seien wieder gefragt, sagte Sorg: 50 ist im Trend, bundesweit und auch hier bei uns. Man brauche berufserfahrene Mitarbeiter gerade vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung als kraftvolle Reserve.

Kritisch uerte sich der Fuldaer IHK-Prsident zum Thema Mindestlohn und bezeichnete ihn (wie viele Experten) als potenziellen Arbeitsplatzvernichter. Deutschland solle nicht den Fehler machen, per Gesetz die Tarif-Freiheit einzuschrnken und einen weiteren Wirtschaftsbereich durch Verordnungen und Normen zu regeln. Die erzielten Fortschritte drfe man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen, zumal es noch andere, nicht zu unterschtzende Konjunktur-Risiken gebe.

Sorg nannte in diesem Zusammenhang vor allem den Preisanstieg bei Rohstoffen, steigende Energiekosten, die Gefahr einer steigenden Inflationsrate, die Belastung der Weltkonjunktur duch die Folgen der amerikanischen Hypothekenkrise, den starken Euro, berproportional steigende Tariflhne, die Unternehmens- und Erbschaftssteuerreform sowie den zunehmenden Facharbeitermangel.

Optimistisch voraus

Abschlieend zog Helmut Sorg sein Fazit: 2007 war ein erfolgreiches Jahr. Es war auch eines der besten in der Geschichte der IHK Fulda. Smtliche wichtigen Parameter Ausbildungsvertrge, Existenzgrndungen, Mitgliederzahlen zeigten nach oben. Wir gehen optimistisch und gestrkt ins neue Jahr. Und weil das so ist, hat die IHK-Vollversammlung zum 1. Januar ihre Mitgliedsbeitrge wiederum gesenkt. Wir wollen hiermit auch beispielgebend fr andere Organisationen wirken nmlich ber Kostensenkungen, Preise, Gebhren oder Beitrge nachzudenken. Dass dabei unser hoher Leistungs- und Qualittsanspruch und gleichzeitig unsere Kundenorientierung weiter verbessert werden sollen das ist unser groes Ziel fr dieses Jahr.(ehr)

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