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Ihre Majestät, die Queen, zu Besuch in Hessen

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Von: Hans-Peter Ehrensberger

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Windsor-Watching: Die ewige Königin Elizabeth II. besucht Hessen - und der Fuldaer Fotograf Sitzmann schoss in Frankfurt beeindruckende Bilder.

Fulda/Frankfurt. Welchen Hut wird sie wohl tragen? Welche Farbe hat ihr Kleid? Muss Angela Merkel einen Hofknicks machen? Darf ein Normalsterblicher ihr die Hand drücken,  sie mit "sie gar anfassen? Kann man ihr Blumen überreichen? Spricht sie deutsch? Wie viele Schritte muss Prinz Philip  auf dem roten Teppich hinter ihr gehen? Und darf er sie immer noch "my lovely sausage", "mein liebes Würstchen" nennen? Besteht die Chance auf ein Selfie mit der Queen?  Fährt sie mit einem Bentley oder Mercedes beim Bundespräsidenten vor? Hat sie einer ihrer Lieblingshunde, der Corgies, mit an Bord des royalen Privatfliegers? Wie viele Polizisten sind zu ihrer Sicherheit abgestellt?

Fragen über Fragen, die sich ihre politischen Gesprächspartner, hunderttausende Zaungäste vor Ort und Millionen Zuschauer vor den heimischen Fernsehern diese Woche stellten. Und diese Fragen-Liste ließe sich beliebig lang, ja ewig fortsetzen. So,  wie die Regentschaft der Queen inzwischen andauert!

Drei Tage lang war diese Woche "Windsor-Watching" angesagt, die englische Königin  Elizabeth II. und ihr Prinzgemahl Philip waren auf Deutschlandbesuch. Und gaben allerorten und allseits ein äußerst souveränes, eben royales Bild ab. Trotz ihres fast schon biblischen Alters. So wird "Lizzy" demnächst 90, ihr Göttergatte ist sogar schon 93 Jahre alt. Die Queen ist mittlerweile 63  Jahre in Amt und Würden, repräsentiert ein nach wie vor (wenn auch etwas abgespecktes) Weltreich, das britische Empire. Fünfmal war sie mit ihrem Mann in Deutschland, in dem die Wurzeln ihrer blaublütigen Vorfahren liegen.  Übrigens ganz wesentliche davon in Hessen. So ist  Prinz Heinrich Donatus von Hessen, ein Urenkel von Königin Victoria, mit dem englischen Königshaus verbunden. Und auch Prinz Philip ist mit dem Haus Battenberg ("Mountbatten") verbandelt. So gehörte es quasi zum Pflichtprogramm, dass auch Hessen  mit in die Queen-Visite mit aufgenommen wurde. Am Donnerstag waren die Royals in Frankfurt. Begleitet von Bundes präsident Joachim Gauck  besuchten sie zunächst die Paulskirche, wurden anschließend von Ministerpräsident Volker Bouffier und Frankfurts  OB Peter Feldmann im Römer herzlich empfangen und trugen sich in das Goldene Buch der Stadt ein.Unter den vielen Journalisten, die an diesem Tag besonders erfinderisch sein mussten, um einen guten Platz zu bekommen, war auch der Fuldaer Fotograf Klaus Willem Sitzmann, der schon zahlreiche berühmte Persönlichkeiten der Zeitgeschichte exklusiv für "Fulda aktuell" ablichtete – darunter Papst Benedikt, den Dalei Lama oder auch Michelle und Barack Obama.

Zur Queen hat Sitzmann, wie er sagt, mehrere "persönliche Bezüge", unter anderem wurde er 1952, im Jahr des Amtsantritts von Elizabeth II., geboren. "Schon als kleiner Junge saß ich begeistert vor dem Fernseher und habe fast jede Sendung über die Königin in schwarz-weiß verfolgt." Später dann hat er zweimal Post von der Queen und sogar eine persönliche Einladung von ihr bekommen. Sitzmann hat nämlich drei Bilddokumentationen  über "Das Wunder von Dresden", den Wiederaufbau des Zentrums der Stadt, der Frauenkirche und von "Elbflorenz" veröffentlicht. Und diese Bücher hat Sitzmann über Vermittlung des damaligen britischen Botschafters in Deutschland, Sir Peter Torry, an den Buckingham Palast in London geschickt, wo sie bis heute verblieben sind.

Quasi als Gegenleistung wurde Sitzmann 2005 von "Her Majesty" in die Berliner Philharmonie zu einem Konzert zugunsten der Dresdner Frauenkirche eingeladen. "Ich war damals nur zwei Meter von ihr entfernt, als sie auf dem roten Teppich an mir vorbeischritt.  "Ein einmaliges Erlebnis", erinnert sich der gebürtige Eichenzeller. "Fotografieren durfte ich die Königin damals nicht, denn ich war als Gast bei ihr in Berlin, und nicht als Fotograf.  Deshalb habe ich es am heutigen Donnerstag eifrig nachgeholt.

Und es sind beeindruckende Bilder der "Queen of the Commonwealth" geworden – meint die Redaktion von "Fulda aktuell".

Mehr zum Besuch der Queen lesen Sie HIER.

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