„Immer misstrauisch sein“

Fulda. Sehr geehrter Kunde, die technische Abteilung der XYBank fhrt zu Zeit eine vorgesehene Software-Aktualisierung durch, um die Qual

Fulda. Sehr geehrter Kunde, die technische Abteilung der XYBank fhrt zu Zeit eine vorgesehene Software-Aktualisierung durch, um die Qualitt des Online-Banking-Service zu verbessern. Wir mchten Sie bitten, auf den Link zu klicken und Ihre Kundendaten zu besttigen.

E-Mails mit Texten wie diesen landen nahezu tglich in Posteingansordnern von Computern. Die Nutzer und Anbieter des Home-Bankings haben schon seit lngerer Zeit mit diesen Betrugsversuchen im Internet zu tun. Aus diesem Grund veranstaltete die Polizei einen hessenweiten Aktionstag zum Thema Wie schtze ich mich vor Betrug?. In Fulda fand er am gestrigen Freitag unter anderem in der Sparkasse am Buttermarkt statt. Am aufgebauten Infostand des Polizeiprsidiums Osthessens konnten sich Brger ber die Maschen der Betrger und wie sie sich davor schtzen knnen informieren.

Besser immer erst einmal misstrauisch sein, sagt Sadri Syla, Online-Banking-Mitarbeiter der Fuldaer Sparkasse und betont: Banken fragen nie per E-Mail oder Telefon vertrauenswrdige Daten ab. Kriminaloberkommissar Marco Hohmann vom Betrugskommissariat der Kripo Fulda nennt zwei gngige Methoden.Beim so genannten Phishing (Password fishing) schickt der Angreifer zunchst E-Mails mit geflschtem Absender. So lockt er die Opfer unter einem Vorwand auf eine Webseite, die dem Angebot von Online-Banken tuschend echt nachempfunden ist. Hier werden die Opfer zur Eingabe von Anwendernamen und Kennwrtern verleitet. Verhalten sich die Nutzer nach den Anweisungen der Angreifer, ist das Abrumen des Kontos dann in den meisten Fllen nur noch Formsache. Mails von unbekannten Absendern sollten daher auf keinen Fall geffnet und sofort gelscht werden.

Eine weitere Gefahr fr Internetnutzer lauert beim Pharming. Dabei werden die tech-nischen Ablufe beim Aufrufen einer Webseite manipuliert und der Surfer unbemerkt auf geflschte Seiten umgeleitet. Wie beim Phishing ist es dann mglich, Benutzerdaten auszusphen und fr kriminelle Absichten zu missbrauchen.

Eine der Mglichkeiten zum Schutz gegen Phishing und Pharming ist ein persona-isierter Web-Browser. Die obere Zeile des Browsers enthlt ein nur dem Nutzer bekanntes individuell gewhltes Bild. Fehlt dieses Bild, befindet sich der Nutzer auf einer geflschten Web-Seite. Vielfach bieten Bankinstitute auch die sichere HBCI-Identifikation mittels Kartenleser an, die Passwrter berflssig macht. Die Banken informieren ber diese Mglichkeiten.Aber nicht nur Online-Banking-Kunden sind im Internet Ziel von Betrgern. Da viele Haushalte ber das Internet kaufen oder verkaufen, sollten sie nach Aussage von Christoph Auth von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle immer auf der Hut sein. Wer Fragen hat, kann sich an die Beratungsstelle unter 0661/105-0 wenden.

Im Internet: www.polizei.hessen.de, www.polizei-beratung.de, www.bsi-fuer-buerger.de.

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