Immer da, wenn sie gebraucht werden: Lob und Dank den Rettern  

"Klartext"-Kommentar von Redaktionsleiter Bertram Lenz zu Helfern in der Not

Fulda - Einfache Frage und einfache Antwort: Was wären wir ohne unsere Helferinnen und Helfer, die uns immer dann zur Seite stehen, wenn es – im besten Wortsinne – brenzlig wird und brennt? Nichts! Dies wurde wieder einmal sehr deutlich, als am frühen Abend des vergangenen Montags fast zeitgleich in Fulda und im Ortsteil Steinau der Gemeinde Petersberg die Alarmsirenen heulten. Die ganze Nacht und auch am darauffolgenden Tag waren die Wehrfrauen und Wehrmänner vor Ort aktiv, um die Flammen einzudämmen und ein Übergreifen auf Wohnhäuser zu verhindern. Alleine die Höhe des Schadens (rund zwei Millionen im „Kohlhäuser Feld“ und gut 250.000 Euro in Steinau) macht sehr deutlich, mit welcher Macht das Feuer gewütet und welche Anstrengung des gekostet hat, ihm Herr zu werden.

Da muten die beiden Worte „Zum Glück“ fast wie Hohn an, und dennoch muss man sie sagen: Zum Glück nämlich wurde niemand wirklich ernsthaft verletzt, in Steinau allerdings mussten drei Aktive der Feuerwehr ärztlich behandelt werden, da sie Rauchgas eingeatmet hatten.

Viel ist angesichts der Coronakrise in den vergangenen Monaten von „Helden“ die Rede gewesen – und dies völlig zu Recht! Frauen und Männer sind und waren auf unterschiedliche Weise um uns herum, und dies zumeist ohne große Worte zu machen. Möglicherweise sind dies die markantesten Merkmale von „Helden“, die einfach da sind und eingreifen.

So wie eben am Montagabend jene Feuerwehrleute, von denen sehr viele ehrenamtlich ihren Dienst tun und ihre Freizeit für den Nächsten opfern. Gemeinsam mit den Rettungsdiensten, anderen Helfern wie dem „THW“ und der Polizei tragen sie ihren Teil dazu bei, dass wir uns sicher fühlen können. Und daher muss seitens der Politik und damit des Gesetzgebers alles getan werden, dass diesen Menschen jene Achtung zuteil wird, die ihnen gebührt.

Tätliche Angriffe müssen ebenso wie verbale Attacken und Beleidigungen auf das Schärfste verfolgt werden. Ebenso im Übrigen wie das unsägliche Gaffertum, durch das die Helfer mitunter behindert werden. Es gibt wohl nichts Schlimmeres, als bei einem Einsatz mit Menschen konfrontiert zu werden, die mit ihrem Handy herumfuchteln und filmen anstatt den Weg frei zu machen.

Aber auch jeder Einzelne von uns sollte Zivilcourage zeigen und solche unbelehrbaren Zeitgenossen in die Schranken weisen. Mitunter helfen klare Worte, um andere zur Einsicht zu bringen. Damit die „Helden des Alltags“ ungehindert ihre Arbeit machen können. Zu unser aller Wohl.

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