Impfkampagne von Kreis und Stadt Fulda

Landrat Bernd Woide, Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld von links) beim Start der Impfkampagne.
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Landrat Bernd Woide, Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld von links) beim Start der Impfkampagne.

Politiker und Bürger aus der Region Fulda werben auf Plakaten

Fulda. Die Impfpriorisierung soll am 7. Juni aufgehoben werden: Alle, die geimpft werden möchten, sollen sich dann über das Landesportal online oder telefonisch registrieren lassen können. Auch wenn gewiss weiterhin Geduld gefragt sein wird, ist die Freigabe ein notwendiger und wichtiger Schritt zur Flexibilisierung des Impfprozesses. Den Wegfall der Impfreihenfolge möchten Stadt und Landkreis Fulda mit einer Kampagne unterstützen, die jetzt gestartet worden ist. „Entscheiden Sie sich für eine Impfung und lassen Sie sich registrieren. Es geht um uns alle, hilft aber in erster Linie auch jedem selbst “, lautet der Appell von Landrat Bernd Woide, Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt und OB Dr. Heiko Wingenfeld bei der Präsentation der Plakate. Die regionale Kampagne #ärmelhochfulda ergänzt damit die Impfkampagne des Bundes.

„Wir haben im Landkreis von Anfang an ein hohes Impftempo vorgelegt. Bisher sind im Landkreis Fulda insgesamt 140.000 Erst- und Zweitimpfungen erfolgt. Das bedeutet: 45,5 Prozent der Bürgerinnen und Bürger des Kreises haben bereits die erste Impfung erhalten, 19,4 Prozent verfügen über den kompletten Impfschutz. Dieser gute Impfstatus basiert auf den Säulen Impfzentrum, mobile Impfungen und Arztpraxen“, erklärt Frederik Schmitt und ergänzt: „Diese Zusammenarbeit hat sich als sehr effektiv erwiesen, begrenzender Faktor war und ist auch mittelfristig die Impfstoffmenge.“ Entscheidend für die nächsten Wochen und Monate ist für Schmitt jedoch, dass jene, die nun außerhalb der bisherigen Priorisierungsgruppen zu einer Impfung berechtigt sind, sich auch tatsächlich zur Impfung entschließen und anmelden. „Mit der Kampagne von Stadt und Landkreis wollen wir für dieses Thema auf sehr persönliche Weise sensibilisieren. Bekannte und weniger bekannte Bürgerinnen und Bürger aus der Region haben sich für uns und die Sache als Fürsprecher zur Verfügung gestellt. Sie stehen für die Impfung und fassen in einem Satz zusammen, was sie persönlich dazu motiviert“, erläutert Landrat Woide: „Die Gründe sind individuell und doch für jeden nachvollziehbar. Mal geht es um das Hobby, mal um den Beruf, um soziale Kontakte, die Freizeit oder die Familie. Allesamt Bereiche, die seit vielen Monaten durch die Pandemie massiv eingeschränkt sind und für die sich alle nach Unbeschwertheit sehnen.“ Die Plakate stehen für verschiedene Bereiche der subjektiven und doch von allen gewünschten Normalität – und sie sollen die Impfung unter jenen zum Gesprächsthema machen, die es bislang vielleicht noch gar nicht auf ihrer Agenda hatten. So sieht es auch Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld: „Wir möchten mit dieser Aktion auch die jüngeren Menschen in unserer Region ansprechen, die sich in den nächsten Wochen registrieren können. Natürlich kann nicht jede und jeder sofort einen Impftermin bekommen, aber es ist wichtig, sich jetzt Gedanken zu machen und sich dann auch zu registrieren. Es kommt jetzt darauf an, dass sich möglichst viel Menschen impfen lassen, damit wir sicher in den Herbst und Winter gehen können.“

Am Freitag wurden zunächst sechs Großstellen bestückt. Sie stehen in der Weimarer Straße, Bardostraße, Künzeller und Magdeburger Straße, am Kreisel Kaiserwiesen und in der Haimbacher Straße kurz vor Haimbach. Abgebildet sind dort ein Footballer Dr. Philipp Kleemann), das Hessentagspaar Vera Vogt und Max Dudyka), ein Kirmespaar Sophia Böttner und Philipp Flügel), Franz Habersack Michael Bleuel), ein Gastro-Azubi Fabian Bessler) und zwei Musiker von MaddaBrassKa Jan-Philipp Meyer und Alexander Simon).

Ab kommenden Montag folgen dann weitere Personen auf Plakaten im DIN A1-Format. Die Motive sind ab nächster Woche ebenfalls auf den Instagram-Accounts von Stadt und Landkreis @landkreisfulda @stadtfulda) zu sehen. Dort gibt es zusätzlich auch kurze Clips der Protagonisten zu sehen.

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