In Sorge um die heimische Gastronomie

Die Verantwortlichen der „TAG Hessisches Kegelspiel“ sorgen sich um die Gastronomie in der Region.
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Die Verantwortlichen der „TAG Hessisches Kegelspiel“ sorgen sich um die Gastronomie in der Region.

„TAG Hessisches Kegelspiel“ fordert einheitliche Vorgaben für Gastronomen in Hessen, Thüringen und Bayern.

Rasdorf. Der Vorstand der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Hessisches Kegelspiel ist in großer Sorge um die Zukunft der Gastronomie in der Region. Während in Bayern und Thüringen Gäste im Wirtshaus einkehren könnten, sei dies in Hessen trotz der detaillierten Hygienekonzepte nach wie vor verboten. Wie der Vorsitzende, Rasdorfs Bürgermeister Jürgen Hahn, in einer Presserklärung schreibt, sei es für die Wirte in ihrer existenzbedrohenden Situation nicht mehr nachvollziehbar, wenn in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen in Bezug auf die Öffnung während der Pandemie getroffen würden.

Hahn befürchtet ebenso wie seine Kolleginnen und Kollegen der Mitgliedskommunen aus Rasdorf, Geisa, Hünfeld, Nüsttal, Burghaun, Eiterfeld und Haunetal, dass viele Gastronomiebetriebe die gegenwärtige Situation in eine Existenzkrise führen wird. Es sei für Wirte und Gäste nicht nachvollziehbar, dass in Thüringen und Bayern Gaststätten auch in den Innenräumen wieder öffnen könnten, während in Hessen nur eine Außengastronomie möglich sei. Gerade für Landgasthöfe, die für die touristische Entwicklung der Region von besonderer Bedeutung seien, könnten diese hessischen Regelungen das „Aus“ bedeuten. Nicht jeder Wirt habe die Möglichkeit, Außengastronomie anbieten zu können.

Außerdem sei in den Vorstandsberatungen sehr deutlich geworden, dass sich viele Mitarbeiter der Gastronomie mittlerweile anders orientiert hätten und die Gastronomen zunehmend vor Probleme gestellt seien, den Betrieb wieder hochzufahren, sobald die einschlägigen Verordnungen zur Corona-Pandemie dies zulassen. In jedem Fall, so Hahn wird die touristische Entwicklung der Region, aber auch die Lebensqualität der Einheimischen dadurch einen erheblichen Rückschlag erleiden.

Hahn fordert deshalb ein einheitliches Vorgehen der Bundesländer und appelliert an das Hessische Sozialministerium, sich den Regelungen in Thüringen und Bayern anzuschließen. Es sei für den Gast sicher nicht nachvollziehbar, dass er in Geisa mit Maske und unter Beachtung von Hygienekonzepten eine Gaststätte aufsuchen könne, in Rasdorf, Hünfeld oder Burghaun dagegen nicht. Die Wirte hätten hohen Aufwand betrieben, um ausgeklügelte Hygienekonzepte zu entwickeln. Tatsächlich sprechen alle Erkenntnisse und Untersuchungen dafür, dass Gaststätten, solange die Konzepte beachtet werden, keine Pandemie-Treiber seien. Vielmehr werde durch die Schließung von Gastronomien ein Trend befördert, dass sich Gäste Alternativen im privaten Bereich oder in der freien Landschaft suchten, wo keine Kontrollen oder Beachtung von Hygieneregeln durchgesetzt werden könnten. Letztlich ist aus Sicht von Hahn deshalb die Hessische Regelung sogar kontra-produktiv.

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