Inklusion wird zur Chefsache

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Wegweisendes Regionalprojekt: "Fulda Futur" - Gemeinsam geht Ausbildung und Arbeit.

Fulda.  "Fulda Futur!" – so lautet kurzgefasst der Titel eines dreijährigen Projektes, das die berufliche Inklusion von  Menschen mit Handicap in der Region  Fulda verstärken und anregen soll.

Vorgestellt wurde dieses Projekt jetzt auf dem Theresienhof von den Projektpartnern mit dem regionalen Kreisjobcenter, das unter Federführung von Ulrich Nesemann die Gesamtkoordination übernimmt, sowie Ottokar Schwerd für die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, Joachim Penz und Michael Becker und als Geschäftsführer der Perspektiva gGmbH.  Mit von der Partie bei der Auftaktveranstaltung waren ebenfalls  Bundestagsabgeordneter Michael Brand, Landrat Bernd Woide, Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda und Rainer Sippel als Beiratsmitglied Perspketiva.

Initialzündung zu diesem Projekt ist die Inklusionsinitiative  des  Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, die zur intensivierten Eingliederung und Beratung schwerbehinderter Menschen bis zu 50 Mio. Euro für die nächsten drei Jahre zur Verfügung stellt.  Mit einem  Fördervolumen von  350.000 Euro sind die Projektpartner zuversichtlich, in Stadt und Landkreis Fulda die Inklusion in der Arbeitswelt ein Stück weiter zu bringen.

Ein Bündel von Aktivitäten soll dazu beitragen, unter anderem noch mehr Unternehmer zur Öffnung ihrer Betriebe für Menschen mit Handicap zu gewinnen, Inklusion zur "Chefsache" werden lassen oder die Akteure am Arbeitsmarkt noch enger zusammen zu bringen. Genutzt werden sollen bei der Umsetzung auch die bereits bestehenden Netzwerke zwischen IHK Fulda, der Kreishandwerkerschaft und den Unternehmen der Region.

Nach Feststellung der Projektpartner, sei es in der Region Fulda für Jugendliche und Erwachsene mit Handicap – trotz günstiger Bedingungen auf dem Arbeits- und Lehrstellenmarkt – aus eigener Kraft schwierig, eine Ausbildung oder Arbeit zu erhalten.  Um die Umsetzung des Konzeptes nachhaltig zu etablieren, ist vorgesehen, auch Schüler als "Entscheider von Morgen" und Bürger mit und ohne Behinderung zusammenzubringen und diese entdecken zu lassen: " Jeder ist anders".

Ein besonderer Anspruch  von "Fulda Futur"  ist ohne Frage die Zusammenarbeit der  Agentur für Arbeit,  des Kreisjobcenter, dem Unternehmer-Netzwerk von  Perspektiva gGmbH und weiteren Projektpartnern wie dem Antoniushof und  der Kulturscheune des Antoniusheims oder des Freiherr-von–Stein–Gymnasiums.  "Fulda Futur" wird weitere Anstöße geben, dass im Landkreis Fulda noch mehr Menschen mit Handicap  ihre Talente in der Arbeitswelt einbringen können.

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