Innenstadt mit Flair: Fuldas Händler müssen neue Wege gehen

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„IFH Köln“-Geschäftsführer Boris Hedde bei seinem Vortrag zum Thema „Vitale Innenstädte“.

Am gestrigen Dienstagabend referierten Boris Hedde und Silvio Zeizinger zum Thmea Vitale Innenstädte.

Fulda - Innerstädtische selbstständige kleine Händler geben einer Stadt Profil, doch sind diese am stärksten von Umsatzeinbußen betroffen. Was kann man dagegen tun? Dieser Frage stellte sich das Citymarketing am Dienstabend. Boris Hedde, Geschäftsführer des „IFH Köln“, und Silvio Zeizinger, Geschäftsführer des „Handelsverbandes Hessen“, zeigten mit ihrem Vortrag „Ist der Handel noch Frequenzbringer für die Innenstädte? Vitale Innenstädte – was geht, was muss, was fehlt... in Fulda?“ den Status Quo und Lösungen für Innenstadt-Händler auf.

In einer Studie wurden in Fulda an zwei Tagen im September 2018 Passanten befragt. „Das Leitmotiv des Passanten ist immer noch der Einkaufswille“, bilanzierte Hedde. „Das ist gut, auch beim Thema Ambiente und Flair schneidet Fulda gut ab.“ Auch in puncto Attraktivität kann Fulda mit einer Note von 2,1 glänzen. Deutschlands Innenstädte erhielten im Schnitt eine Drei plus. „Jedoch könnten Sie noch etwas im Bereich Erlebnis tun“, sagte Hedde. Der stationären Handel müsse sich vom Onlinehandel absetzten, dies gelinge nur durch erlebare Konzepte und guten Service.

Reginald Bukel, Vorsitzender des Citymarketings Fulda, begrüßte die Gäste.

„Der Kunde ist sehr bequem und anspruchsvoll“, so Hedde. Daher müsse der Handel zum Kunden kommen und neue Wege mit Kooperationen gehen. „Die ,Aral‘-Tankstelle mit einem integrieren „REWE to go“ oder der ,Netto‘-Markt auf dem Festivalgelände machen es vor“, führte Hedde an. „Schicken Sie Ihren Kunden zum Nachbarn. Er wird das Gleiche tun“, appellierte er an die Zuhörer. Nur gemeinsam sei der Weg machbar. Auch das Thema angepasste Öffnungszeiten kam zur Sprache. „Fulda hat einen Wochenmarkt, das ist gut. Aber heute geht kaum ein Kunde noch samstags um 7 Uhr auf den Wochenmarkt – ich hab da was Besseres zu tun. Um 14 oder 15 Uhr, da würde ich gerne mein frisches Gemüse kaufen, aber dann ist der Markt schon geschlossen“, sagte Zeizinger. Die Öffnungszeiten sollten an den Kunden und die neuen Lebensverhältnisse angepasst werden – dann habe man eine Chance.

„Sie haben in Fulda eine gute Ausgangssituation – nutzen Sie sie“, schloss Hedde.

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