Innovativ und zukunftsorientiert: Pflegeeinrichtung von Nurona

Die Pflegeeinrichtung Nurona GmbH in Hofbieber ist Vorreiter in Sachen Minderung von CO2-Emissionen - mithilfe eines Blockheizkraftwerks.

Hofbieber. Innovation in allen Bereichen, das verkörpert die Pflegeeinrichtung der Nurona GmbH im hessischen Luftkurort Hofbieber am Rande der Stadt Fulda. Im vergangenen Jahr wurde zur eigenen Energiegewinnung ein modernes und in Deutschland bisher nur zweimal eingesetztes Blockheizkraftwerk in Betreib genommen.

Ein Blockheizkraftwerk, wie es seit geraumer Zeit in Hofbieber steht, verwertet organische Feststoffe und gewinnt sowohl thermische als auch elektrische Energie aus nachwachsenden Rohstoffen. Damit wird am Standort des ländlichen Pflegezentrums ein wichtiger Beitrag zur Minderung von CO2-Emissionen geleistet. Möglich gemacht hat dies die auf dem Markt der Heizungsinstallation etablierte Firma Ettenberger aus Fulda, welche auf moderne Heiz- und Klimatechnik spezialisiert ist. Sie entwickelte ein Feststoff-Biomasse BHKW, das im Hochtemperaturverfahren arbeitet und damit auch feste organische Stoffe wie Holz und holzartige Biomasse verwerten kann. Hierbei handelt es sich um ein neuartiges Verfahren der Biomassevergasung zur Erzeugung von thermischer und elektrischer Energie aus holzartigen Substraten. In diesem Verfahren wird bei dem Vergasungsprozess die Umwandlung von kohlenwasserstoffhaltigem Energierohstoff in ein gasförmiges Produkt mit nutzbarem Heizwert ermöglicht.

Ressourcensparend und umweltschonend

Um diese Technik zur Marktreife zu bringen und deren Probleme zu lösen, wurde mittels Ronneburg Sopp-Verfahren ein Konzept für einen neuartigen Hochtemperatur-Kohlenstoff-Reaktor entwickelt. Dieser Reaktor vergast organische Stoffe und führt das Gas einem weiteren Reaktionsprozess zu, in dem bei einer hohen Temperatur von mehr als 1.000 °C aus der entstandenen Holzkohle und dem Holzgas ein hochwertigeres und reineres Gas entsteht. Weshalb dieses Verfahren als Kombination aus Holz- und Kohlevergasung betrachtet werden kann. Bei diesem Verfahren liegt der Restkohlenstoffgehalt extrem niedrig, daher werden die aufgewendeten Brennstoffe fast vollständig energetisch umgesetzt. Als Endprodukt entsteht lediglich mineralische Asche. Dadurch werden Ressourcen eingespart und es entsteht nur noch ein Minimum an Reststoffen, welche zudem einfach zu entsorgen sind.

Effektiver als nötig

Zur Energiegewinnung benötigt das nurona Pflegezentrum deshalb nur noch gewöhnliche Holzhackschnitzel, welche regional bezogen werden und die moderne Pflegeeinrichtung mit Heizungswärme und Strom versorgen. Der erzeugte Strom wird vorrangig im Eigenverbrauch genutzt und die darüber liegenden Strommengen werden dann über die EEG Einspeisung ins allgemeine Stromnetz eingespeist. Die im Prozess anfallende Wärme wird für das Heizungssystem genutzt und versorgt das Pflegezentrum mit Warmwasser und der benötigten Raumwärme. Das Pflegezentrum der nurona GmbH  leistet mit Hilfe des eingesetzten Energiesystems einen nachhaltigen Beitrag zur Umweltschonung und nutzt die regional verfügbaren, nachwachsenden Rohstoffe als Energieträger. Ein Beispiel dem Weitere folgen sollten- der Umwelt zuliebe.

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