Ein besonderer Tag für ganz Osthessen: INO-Zentrum im Klinikum eröffnet

Im April 2017 konnte sich die Öffentlichkeit ein erstes Bild von dem 77 Millionen Euro teuren Neubau machen.
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Im April 2017 konnte sich die Öffentlichkeit ein erstes Bild von dem 77 Millionen Euro teuren Neubau machen.

Am gestrigen Dienstagnachmittag wurde das INO-Zentrum des Klinikum Fulda feierlich eröffnet.

Fulda -  „Mit dem INO-Zentrum sind wir bereit für die Zukunft“, sagte am Dienstagnachmittag Priv.-Doz. Thomas Menzel, Vorstand des „Klinikums Fulda“, bei der feierlichen Eröffnung des Intensiv-Notfall-Operation-Zentrum des Klinikums. Auf 37.000 Quadratmetern und acht Etagen habe das kommunale Krankenhaus einen technisch-architektonischen Maßstab für beste Medizin für die nächsten Dekaden gesetzt. „Die Lebenserwartung und -qualität, aber auch die Ansprüche an den Komfort einer Behandlung und des Umfeldes steigen stetig“, sagte Menzel. Mit modernster Technik, 14 hochmodernen OP-Sälen, Intermediate-Care-Station und Weaning-Abteilung sei das Klinikum nun für diese Ansprüche gerüstet. Weiter bietet der rund 70,5 Millionen Euro teure Neubau mehr Komfort für Mitarbeiter und Patienten. „Kurze Wege, klare Abläufe“, laute der Leitsatz. Um schneller und effizienter zu behandeln, sind mehrere medizinische Disziplinen zusammengerückt. Dazu bietet die Zwei-Bett-Struktur, Duschen und W-Lan mehr Komfort auf den Zimmern. „Um unsere Arbeit auf dem hohen Niveau zu halten und stetig zu verbessern, wurde auch ein Fort- und Ausbildungszentrum geschaffen“, so Menzel. „Die Entscheidung, einen fünften Stock und damit den Grundstein für die medizinische Bildung der Mitarbeiter zu schaffen, war die richtige. Auch wenn ich davon auf kurzem Wege auf der Kirmes in Maberzell erfahren habe“, schaute Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld auf die Bauphase und die kurzfristige Entscheidung, den Neubau mit einem weiteren Stockwerk zu versehen zurück. Denn das Klinikum Fulda ist ein Campus der Universitätsmedizin Marburg. „Somit auf dem Weg zum Klinikum auf Hochschulniveau“, sagte Menzel und lobte die Arbeit der rund 3.000 Mitarbeiter der Klinik. „Das was hier stattfindet, ist etwas Einmaliges“, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier. Er war einer der geladenen 250 Gäste aus Politik und Gesellschaft, die an der festlichen Eröffnung teilhaben durften. Medizinische Betreuung sei ein Akt des Vertrauens. „Menschen kommen hier her und suchen nach Hilfe oder auch Heilung“, sagte der Ministerpräsident. „Mein Beitrag ist überschaubar, aber dieses Klinikum ist ein Zeichen für die gute und erfolgreiche kommunale Zusammenarbeit, mit häufig kurzen Wegen und schnellen Entscheidungen, wie zum Beispiel auf der Kirmes in Maberzell“, fasste Bouffier schmunzelnd zusammen.

Das, was getan würde müsse dennoch bezahlbar bleiben, daher war Bouffier froh, dass der Neubau im Kosten- und Zeitrahmen geblieben sei. „Ich wünsche mir, dass sie hier vielen Menschen helfen können“, so Bouffier zum Abschluss seines Grußwortes.

Prof. Dr.-Ing. Werner Vogt vom gleichnamigen Ingenierbüro skizzierte die Bauphase des INO-Zentrums und wünschte den Mitarbeitern viel Erfolg. Die Segnung der neuen Räume übernahmen Weihbischof Karl-Heinz Dietz und Dekan Bengt Seeberg. „An diesem Projekt beeindruckt alles“, sagte Seeberg.

„Das Klinikum ist eine ewige Baustelle“, sagte Menzel, womit er Recht behalten wird, denn nach dem Bau ist vor dem Bau. Als nächstes steht die Sanierung des Haupthauses an. Am Dienstag aber feierten die Gäste doch erst einmal den Neubau. „Man kann hier durchaus von einem historischen Ereignis sprechen“, war OB Wingenfeld sicher.

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